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Reutte | Chronik | 26. April 2021 | Jenni Zeller

Große Neuerungen am Ufer des Vilsalpsees

Große Neuerungen am Ufer des Vilsalpsees
Architekt Mario Gasser und Bürgermeister Markus Eberle (v.r.) präsentieren erfreut das Siegerprojekt. RS-Fotos: Zeller
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Pläne für neuen Gasthof Vilsalpsee nehmen Form an

Einige Jahrzehnte alt ist er mittlerweile, der Gasthof Vilsalpsee im Tannheimer Tal. Im klassischen Tiroler Baustil gehalten, überblickt das Gasthaus mit dunkler Holzfassade, grünen Fensterläden und Kreuzdach den als Naturjuwel bekannten Vilsalpsee. Als vor geraumer Zeit klar wurde, dass die fälligen Sanierungen nicht mehr sinnvoll sind, wurden Pläne für einen Neubau ins Auge gefasst. Diese haben sich nun konkretisiert.
Von Jenni Zeller.
„Der schönste Platz im Tal“ – so bezeichnete der Urgroßvater des Tannheimer Bürgermeisters Markus Eberle den Standort des Gasthofs Vilsalpsee. Zugleich sprach er auch Naturschutzagenden und das damals „unschöne Bauwerk“ an. Das erklärte Ziel der Gemeinde Tannheim ist nun, einen modernen, schönen, zweckgerichteten Gasthof erbauen zu lassen. Hofrat DI Nikolaus Juen lobte dabei die Offenheit, einen anderen Weg zu gehen: Im Herbst 2020 wurde mit Unterstützung des Landes Tirol ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Das Preisgericht setzte sich aus Architekten, Gemeindevertretern und Beratenden – unter anderem der Pächterin Monika Grad – zusammen. Vier Beurteilungskriterien standen im Fokus: Die städtebauliche Lösung (Einbettung in den Landschaftsraum), Funktionalität, der baukünstlerische Ansatz (Erscheinungsbild, Innenraumgestaltung) und ökologische sowie ökonomische Aspekte. Im Endeffekt reichten 33 Architekturbüros aus Tirol und Vorarlberg ihre Projekte zur komplexen Aufgabenstellung ein. Nach zwei intensiven Tagen der Diskussion inklusive Lokalaugenschein kürte die Jury Ende Februar 2021 das Gewinnerprojekt. In der letzten Woche wurde es vorgestellt; gemeinsam mit anderen prämierten Projekten ist es im Felixé Mina´s-Haus bis 23. Mai (Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr) ausgestellt und auch unter www.architekturwettbewerb.at einsehbar.

Neue Identität für besonderen Ort.
Siegreich hervor ging der Innsbrucker Architekt Mario Gasser, der unter anderem im Team der Stararchitektin Zaha Hadid in Wien tätig war. Er selbst bezeichnete die Aufgabe, im Naturschutzraum Vilsalpsee vor eindrucksvoller Kulisse ein Bauobjekt zu entwerfen, als „Traumprojekt“ und „Ehre“. Laut Jury überzeugte sein Projekt durch Originalität, Funktionalität, Kompaktheit und Gestaltung: „Der Neubau ist mehr als gebaute Landschaft und nicht sofort als klassisches ,Haus‘ begreifbar.“ Es schmiegt sich an das Seeufer an und fängt „den wohl schönsten Blick über den See“ und das gegenüberliegende Hochtal ein. Die Kubatur des künftigen Holzbaus beläuft sich auf rund 3.890m3, der Gast-raum soll rund 120 Personen fassen. Die Baukostenschätzung liegt bei rund 3,7 Millionen Euro. Sollte alles nach Plan laufen – insbesondere der Pandemie-Verlauf spielt hier eine große Rolle – dann wird der Altbau im Frühjahr 2022 abgerissen und der Neubau bereits zur Wintersaison 2022 in Betrieb genommen.
Große Neuerungen am Ufer des Vilsalpsees
Der traditionelle Gasthof Vilsalpsee soll durch einen modernen Neubau ersetzt werden.
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