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Reutte | Chronik | 13. September 2021 | Uwe Claus

Konspiratives Treffen der „Plattform Kleinwalsertal“

Konspiratives Treffen der „Plattform Kleinwalsertal“
Sie diskutierten im Rahmen der „Plattform Kleinwalsertal“ über praktikable Lösungen für den kommenden Herbst und Winter und deren Herausforderungen: BM Andi Haid (Mittelberg), Bernhard Joachim (GF Allgäu GmbH), Florian Phleps (GF Tirol Werbung), Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann und Landesrat Christian Gantner (Vorarlberg) (v.l.). RS-Foto: Claus
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Praktikable Regelungen für Krisensituationen sind gefordert

„Die Pandemie lässt uns nach wie vor nicht los und wir sehen für den kommenden Herbst und Winter große Herausforderungen auf uns zukommen, auf die wir uns sehr gut vorbereiten müssen“, so die Jungholzer Bürgermeisterin Karina Konrad zur Begrüßung bei einem Treffen im Rahmen der „Plattform Kleinwalsertal“, die im Herbst letzten Jahres ins Leben gerufen worden war.
Von Uwe Claus.
Hintergrund war das Bestreben, eine schnelle, unbürokratische, effektive und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu schaffen, um in Sondersituationen umgehend reagieren zu können.
Eine ganze Reihe politischer Entscheidungsträger, Touristiker und Bergbahnbetreiber aus Bayern, Vorarlberg und Tirol hatte sich im Berghotel „Tirol“ zusammengefunden,  um sich auf der im vergangenen Jahr gegründeten „Plattform Kleinwalsertal“ auszutauschen. Diese war im Zuge der Corona-Problematik für das schnelle Reagieren in Krisensituationen gegründet worden. Als Moderatorin hatte Bürgermeisterin Konrad noch einmal an die unvorstellbare Situation des Lockdowns im vergangenen Winter erinnert, „wo wir bei besten Pistenbedingungen zum Nichtstun verurteilt waren“. Konrad zeigte die Bedeutung des deutschen Marktes für das 280-Seelen-Dorf auf: „Der Anteil der österreichischen Gäs-
te macht in Jungholz nicht mal ein Prozent aus. In der abgelaufenen Sommersaison hatten wir wieder 30.000 Übernachtungen und damit fast die Vor-Corona Zahlen (32.000) wieder erreicht.“ Die Frage stand im Raum, wie wird zukünftig in Grenzgebieten mit einer erneuten Situation wie in 2020 umgegangen? Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann hob zunächst die gute Zusammenarbeit und den Austausch durch die Plattform hervor und plädierte dafür, dass die Auslastung der Intensivbetten in Krankenhäusern und nicht der Inzidenzwert bei zukünftigen Entscheidungen im Vordergrund stehen sollte. Jedoch machte sie eins klar: „Die Impfung ist der entscheidende Schlüssel gegen einen erneuten Lockdown.“

„Gemeinsame Rahmenbedingungen,
Planungssicherheit mit gewissen Eckpunkten  – und, was machen die Nachbarn? – das sind vernünftige Voraussetzungen für praktikable Regelungen“, so Christian Gant-ner, Landesrat für Sicherheit in Vorarlberg. Auch Bernhard Joa-chim von der Allgäu GmbH forderte praktikable Regelungen, denn momentan sei nur bis zum 1. Oktober Planungssicherheit gegeben, er appellierte an die Selbstverantwortung, die an den Grenzen nicht haltmachen darf. Durch grenzüberschreitende Maßnahmen Vertrauen schaffen und die Plattform sozusagen als „therapeutische Selbsthilfegruppe“ – das sei hier ein probates Mittel. „Hier hilft uns kein Blick in die Glaskugel, wir müssen lernen, mit bestehenden Regelungen umzugehen.“
Den eindringlichen Appell, die vielen Angebote für Impfungen zu nutzen, eine gehörige Portion Optimismus zu verinnerlichen und viel Überzeugungsarbeit zu leisten, um für Volks- und Wirtschaftsgesundheit die Tür zu öffnen, waren weitere Argumente von Landesrat Gantner. Insgesamt war es als Fazit für die Runde – unter ihnen auch Florian Phleps als Geschäftsführer der Tirol Werbung – von großer Bedeutung, sich bei einer Situation wie in 2020 mit der Kurzfris-tigkeit von Entscheidungen nicht mehr zufriedenzugeben. Es müsse darauf gedrungen werden, einheitliche Regelung zu schaffen, da uns, wie es LR Gantner ausführte, „mit einem Brennglas vor Augen“ geführt wurde, wie sich Änderungen in aktuellen Situationen innerhalb kürzester Zeit ergeben. Übrigens war der angekündigte Besuch von Landeshauptmann Günther Platter kurzfristig gecancelt, da dieser zu politischen Gesprächen nach Wien musste.
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