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Reutte | Chronik | 9. April 2019 | Sabine Schretter

Lichtblick fürs Außerfern

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Reutte Sabine Schretter
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Augenarzt-Praxis Ausgabe Reutte Dr. Andreas Till Ehenbichl Gemeindeamt Pflach Gemeinschaftspraxis Gesundheitszentrum Helmut Schönherr Innovationszentrum (IC) Pflach Renate Wagner Wiesbaden Wolfgang Winkler
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Augenarzt-Praxis eröffnet


Im Bezirk Reutte hat jahrelang kein Augenarzt praktiziert. Das hat sich seit Montag, 1. April 2019, geändert: Augenarzt Dr. Andreas Till kümmert sich nun in seiner Praxis im Innovationszentrum (IC) Pflach um Patienten.

Hell und freundlich wirken die neuen Praxis-Räume im Innovationszentrum in Pflach. Die Farben hellblau und weiß dominieren. „Wir wollen, dass sich die Patienten richtig wohlfühlen“, sagt der Pflacher Bürgermeister Helmut Schönherr. Als Geschäftsführer des Innovationszentrums ist er so etwas wie ein Lockvogel: gemeinsam mit seinem Amtskollegen aus Ehenbichl, Bgm. Wolfgang Winkler, spricht Schönherr junge Ärzte an, wirbt für die Arbeit auf dem Lande, bietet Hilfe an für den Weg in die Selbstständigkeit als niedergelassener Arzt.
Pflach unterstützt Ansiedelung.

All das hat sich Dr. Andreas Till genau angehört – und sich dann entschlossen, nach Pflach zu gehen. Er ist Augenarzt und arbeitete bisher in einer Gemeinschaftspraxis in Wiesbaden.
Mit dem „Pflacher Konzept“ ist es bisher gelungen, zwei Facharzt-Praxen im Innovationszentrum anzusiedeln. Eine Erweiterung dieses Spektrums soll folgen. Die Gemeinde will im Nahbereich ein Ärztehaus realisieren und so ein Gesundheitszentrum schaffen (die RUNDSCHAU berichtete).
„Das ganze Projekt hat eine Eigendynamik entwickelt“, sagt Bgm. Schönherr. Nach einem Internisten sei es nun ein Augenarzt, der unterstützt wird. „Weil es in dieser Fachrichtung einen langjährigen und großen Bedarf im Bezirk Reutte gab.“
Flut an Anmeldungen.

Die Nachricht von der Praxis-Eröffnung in Pflach sprach sich im Außerfern schnell herum. Mehr als 600 Voranmeldungen bei Dr. Till wurden vorab vom Gemeindeamt Pflach registriert. Dr. Till betont aber: „Auch jene Patienten, die von dieser Voranmeldemöglichkeit keine Kenntnis hatten, bekommen noch kurz- und mittelfristige Termine, d.h. wir sind nicht schon für sechs bis sieben Monate ausgebucht, wie manche irrtümlicherweise meinen. Richtig „Fahrt“ soll die Ordination dann nach Ostern aufnehmen, weil in der Karwoche das Praxisteam nochmals fortgebildet und die Praxis deswegen für eine Woche kurzfristig geschlossen sein wird.
Anfangs riefen sogar so viele Patienten auf einmal an, dass die Telefonanlage schlappmachte. Und noch immer klingelt die Leitung. „Sie brauchen aber keine Sorge haben – wir machen keinen Aufnahmestopp. Sie kommen also dran“, erklärt Mitarbeiterin Renate Wagner gerade wieder einem Anrufer. Die Praxis muss sich einfach Termine freihalten für Patienten, die sofort Hilfe brauchen.
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