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Reutte | Chronik | 7. Juni 2021 | Sabine Schretter

Marktgemeinde Reutte will im Schulsektor kräftig aufrüsten

Marktgemeinde Reutte will im Schulsektor kräftig aufrüsten
Geht es nach GR Ernst Hornstein, GR Daniela Rief, Vize-Bgm. Klaus Schimana und Ersatz-GR und Pädagoge Bernhard Egger (Liste „Gemeinsam für Reutte“ v.l.), könnte auf dem Standort der Mittelschule Untermarkt die Volksschule „Reutte neu“ entstehen. RS-Fotos: Schretter
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Ungeahntes Potenzial für VS Reutte „neu“ durch Zusammenlegung der beiden Mittelschulen Untermarkt und Königsweg

Die Volksschule Reutte in der Schulstraße ist in die Jahre gekommen (Gebäude wurde 1897 für Unterricht freigegeben), entspricht nicht mehr dem modernen pädagogischen Konzept und ist sanierungsbedürftig. Eine vor kurzem beschlossene Zusammenlegung der beiden Mittelschulen Untermarkt und Königsweg an einem Standort eröffnet nun neue Perspektiven.
Von Sabine Schretter.
Vertreter der Liste „Gemeinsam für Reutte“ – Vize-Bgm. Klaus Schimana, GR, Obmann-Stv. im Bauausschuss und stv. Obmann des Mittelschulverbandes Ernst Hornstein, GR und Obfrau-Stv. im Bildungsausschuss Daniela Rief und Ersatz-GR und Bildungsausschussmitglied Bernhard Egger – präsentierten der Presse kürzlich ihre Idee zur „Volksschule Reutte neu“. „Volksschule neu“ steht schon länger auf der To-do-Liste der Marktgemeinde Reutte. Begleitet von den Baupiloten Innsbruck trafen sich Gemeinderatsmitglieder, Lehrer, Eltern und Schüler bereits zu entsprechenden Workshops. Nun hatte kürzlich der Mittelschulverband Reutte (Obmann Hanspeter Wagner) den einstimmigen Beschluss gefasst, die bestehenden Mittelschulen Untermarkt und Königsweg am Standort Königsweg zusammenzulegen. Das sanierungsgedürftige Gebäude der Mittelschule Königsweg ist im Besitz des Verbands. Für die durch die Zusammenlegung erforderliche Erweiterungsmöglichkeit der Mittelschule „neu“ hat der Gemeinderat der Marktgemeinde Reutte die raumordnerischen Voraussetzungen geschaffen und das angrenzende Grundstück (alte Storf-Villa) erworben und als Sonderfläche Schulstandort gewidmet. Ein Antrag an das Land Tirol, das Projekt „Königsweg“ vonseiten der Dorferneuerung zu begleiten, wurde gestellt. Ziel, so der stv. Obmann des Mittelschulverbandes Ernst Hornstein, sei es, „eine Mittelschule an einem Standort unter einem Direktor“ zu schaffen. Bezüglich des Erlasses für die Zusammenlegung der Mittelschulen hat Verbandsobmann Hanspeter Wagner bereits Kontakt mit der zuständigen Landesrätin Beate Palfrader aufgenommen. Angedacht ist auch, am Standort ein Schülerheim und eine Mensa zu errichten und einen Schulcampus entstehen zu lassen. Geht es nach dem Mittelschulverband soll 2022 ein Architektenwettbewerb ausgelobt werden. 

Möglichkeit im Untermarkt. 
Durch die Zusammenlegung der beiden Mittelschulen wird der Standort Untermarkt frei“, erklärte Klaus Schimana. Dieser befinde sich im Besitz der Marktgemeinde Reutte und böte sich perfekt für den Neubau einer Volksschule an, führte der Vizebürgermeister weiter aus. Die Vorteile, die für diesen Standort sprechen, waren schnell aufgezählt: Mitten im Markt und doch verkehrsberuhigt, eingebettet in den Park und nahe am Kindergarten Tauschergasse und an der Landesmusikschule Reutte-Außerfern. „Dort könnte eine Volksschule entstehen, die allen modernen pädagogischen Vorgaben und Konzepten entspricht“, ist Schimana überzeugt. Dem stimmte Pädagoge und Mitglied im Bildungsausschuss, Bernhard Egger, zu: „Lernräume müssen heute andere Kriterien erfüllen als noch vor 120 Jahren. Fern vom Frontalunterricht wird heute in kleinen Lerngruppen gearbeitet. Digitalisierung spielt eine immer wichtigere Rolle, Außenräume sollen Outdoor-Unterricht ermöglichen.“ Zudem könne auch die Ergänzung Tagesschule in einer neuen Schule sehr gut umgesetzt werden. Der Pädagoge sagt ganz klar „Ja“ zu einem Neubau im Untermarkt. Schützenswertes, das einen Abriss verhindere, gäbe es an der Mittelschule Untermarkt nicht, gibt auch Ernst Hornstein seine Stimme eindeutig einem Neubau (inklusive Tiefgarage) der Volksschule. Wie pädagogische Konzepte in neu errichteten Schulen zukunftsweisend umgesetzt werden, konnte eine Abordnung aus Reutte – Alt-Bgm. Luis Oberer, Amtsleiter Sebastian Weirather, Vize-Bgm. Gerfried Breuss, Markus Zobl-Abteilungsleiter Verwaltung, GR Daniela Rief, Pflichtschulinspektorin Edith Müller und VS-Leiterin Katrin Santer-Astl – beim Besuch der Volksschulen in Hard und Lauterach sehen. Dort seien alle Voraussetzungen für ein entspanntes Lernen in kleinen Einheiten gegeben, stünden Werkstätten, Rückzugs- und Außenräume zur Verfügung, führt GR Daniela Rief dazu aus. Im Bezirk Reutte gilt die neue VS Holzgau als sehr gelungenes Beispiel. Auch von GR Rief kommt ein deutliches Bekenntnis zum Neubau am Standort Untermarkt, denn „die VS Reutte ,neu‘ soll für Kinder und Lehrer optimale Bedingungen bieten“.
Auch darüber, was bei einem Neubau mit dem Standort der dann alten Volksschule Reutte passieren könnte, hat man sich bei der Liste „Gemeinsam für Reutte“ bereits Gedanken gemacht. Man könne diesen Standort für zentrumsnahes Wohnen nutzen oder ein „Haus der Vereine“ daraus machen, erläutert Klaus Schimana dazu. Fakt sei, dass eine Sanierung der alten Schule wahrscheinlich um einiges aufwendiger als ein Neubau an einem neuen Standort wäre. Ziel soll es auf jeden Fall sein, den Reuttener und Breitenwanger Kindern, die gemeinsam die VS Reutte besuchen, optimale Voraussetzungen für eine tolle und erfolgreiche Schulzeit zu schaffen. 
 
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