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Reutte | Chronik | 14. Juni 2021 | Sabine Schretter

Pflach setzt Kontrapunkt zum Außerferner Ärztemangel

Pflach setzt Kontrapunkt zum Außerferner Ärztemangel
Visualisierung des Ärztehauses in Pflach.Visualisierung: Architekturbüro Hosp
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Der Spatenstich zum Ärztehaus am Kohlplatz ist erfolgt, die Fertigstellung für Herbst 2022 geplant

Was lange währt, wird endlich gut – mit diesen Worten lässt sich umschreiben, dass die Errichtung des Ärztehauses in Pflach neben dem Innovationszentrum jetzt Realität ist. Am 9. Juni erfolgte der Spatenstich, die Fertigstellung des Gebäudes, das neben Praxen und Therapieräumlichkeiten auch Wohnungen aufweist, ist für Herbst 2022 geplant.
Von Sabine Schretter.
Beim Spatenstich am Pflacher Kohlplatz waren neben Bürgermeister Helmut Schönherr, Vize.Bgm. Reinhild Astl, GV Karl Köck und Amtsleiter Frank Kerber auch Tirols LTP Sonja Ledl-Rossmann, Planungsverbandsobmann Wolfgang Winkler, Vertreter des Generalunternehmers Strabag und des planausführenden Architekturbüros Hosp, von der Tigewosi Geschäftsführer Franz Mariacher und Ferdinand Hajny anwesend.
Einig sind sie sich alle: Dieses Projekt ist zukunftsweisend und wird wesentlich zu einer verbesserten und umfassenden medizinischen Grundversorgung der Außerferner Bevölkerung beitragen. „Ich freue mich sehr über die Umsetzung dieses Projekts. Gemeinsam mit der Gemeinde Pflach setzen wir hier ein ,gemischtes Haus’ um. Hier werden Ärzte mit ihren Praxen einziehen,  Therapeuten Raum finden und 24 Wohnungen zu 100 Prozent durch die Gemeinde Pflach vergeben werden“, verleiht GF Mariacher seiner Freude Ausdruck. Die Tigewosi hatte nach einem von der Gemeinde ausgerufenen Wettbewerb den Zuschlag für die Umsetzung des Projekts erhalten. Bgm. Helmut Schönherr ergänzt mit einem Versprechen: „Dieser zweite Block wird viel schöner werden als der erste, in dem das Innovationszentrum untergebracht ist.“ Die Pläne für diesen zweiten Block – der an den ersten über einen Verbindungsgang angekoppelt wird – stammen vom ebenfalls in Pflach ansässigen Architekturbüro Hosp. Die Initialzündung für ein Ärztehaus war der Einzug zweier Fachärzte – Dr. Bernhard Schett (Internist) und Dr. Andreas Till (Augenarzt) sowie weitere Anfragen von Fachärzten. „Der Platz war knapp. Also haben wir beschlossen, Platz zu schaffen und ein zweites Gebäude zu errichten“, so Bgm. Schönherr. Nicht nur der Platz, auch das Geld war knapp – Pflach errichtete einen Nahversorger und einen Dorfplatz – das Projekt musste daher übers Baurecht laufen. Mit der Tigewosi sei es gelungen, vernünftige Mietpreise auszuverhandeln – sowohl für die Praxen als auch für die 24 Wohnungen. Dass die Vorlaufzeit über drei Jahre lief, erklärt Bgm. Schönherr damit, dass das Gebäude im Industriegebiet entsteht. Hier habe sich LTP Sonja Ledl-Rossmann aber sehr stark gemacht und etliche Türen geöffnet. „Ich untersütze derartige Projekte in meinem Heimatbezirk Reutte sehr gerne. Der Unmut über den Ärztemangel war groß. Für Ärzte müssen aber auch entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Beides ist hier umgesetzt – wir schaffen Räumlichkeiten für Praxen und das Außerfern bietet jede Menge Lebensqualität zum hier Wohnen“, so Tirols Landtagspräsidentin.

Eckdaten.
Am Pflacher Kohlplatz in unmittelbarer Nachbarschaft des Innovationszentrums entsteht der Neubau des Gesundheitszentrums, der Einrichtungen für den Sozial- und Gesundheitssprengel und Arztpraxen sowie 24 Wohnungen, 19 gedeckte und 22 nicht überdachte Autoabstellplätze umfasst. Die Fertigstellung ist für Herbst 2022 geplant, die Netto-Baukosten belaufen sich auf rund 5 Millionen Euro. 1.660.000 Euro werden über ein Wohnbauförderungsdarlehen des Landes Tirol finanziert. Die Wohnungen werden zu 100 Prozent durch die Gemeinde Pflach vergeben (eine Liste liegt bei der Gemeinde auf).
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