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Reutte | Chronik | 16. Juni 2020 | von Sabine Schretter

Seereinigung Vilsalpsee

Seereinigung Vilsalpsee
Die Umwelt- und Abfalltaucher auf ihrer Arbeitsplattform im Vilsalpsee. Sie förderten 75 kg Müll vom Grund des Sees zutage. Foto: Caroline Winklmair
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Reutte  von Sabine Schretter
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Österreichische Umwelt- und Abfalltaucher im Einsatz für den Natur- und Umweltschutz

Viele Gewässer sind stark mit Müll, vor allem mit Plastik, belastet. Während diese Problematik in Bezug auf die Meere relativ große Beachtung findet, erhält die Verschmutzung von Süßgewässern deutlich weniger Aufmerksamkeit. Doch Müll hat erhebliche Auswirkungen auf aquatische Ökosysteme.
von Sabine Schretter

Sowohl große Abfallteile (z. B. Plastiknetze) und kleinste Abfallpartikel (Mikroplastik), als auch durch Zersetzungsprozesse freigesetzte Inhaltsstoffe von Abfall (z. B. Weichmacher) stellen eine Gefährdung dar. Auch Menschen sind davon betroffen. Mikroplas-tik (Kunststoffpartikel mit einem Durchmesser kleiner als fünf mm) kann innerhalb der Nahrungskette weitergegeben und auch vom Menschen, beispielsweise durch den Verzehr von Fischen, aufgenommen werden.

UMWELT-UND ABFALLTAUSCHER. Die Österreichischen Umwelt- und Abfalltaucher nehmen sich dieser Problematik an, sie setzen sich in ganz Österreich für saubere Seen ein. Auch aus dem Vilsalpsee, im gleichnamigen Naturschutz-  und Natura 2000-Gebiet gelegen, entfernte der Verein bereits von 2011 bis 2013 insgesamt fast 840 kg Müll. Dabei handelte es sich vor allem um Konservendosen, aber auch Sonnen- und Regenschirme, Waschbecken und sogar Toiletten konnten geborgen werden. Und trotzdem blieb immer noch einiges an Unrat auf dem Grund des Sees versunken. Das Projekt „Seereinigung Vils-alpsee“ war ein wichtiger Schritt, diesen Müll weiter zu reduzieren und so dessen vielfältigen negativen Folgen zu verringern.

ARBEITSPLATTFORM. Wer am Pfingstwochenende am Vilsalpsee in Tannheim unterwegs war, konnte die Österreichischen Umwelt- und Abfalltaucher bei ihrer Arbeit beobachten. Immer wieder lenkte der Bootsführer eine Arbeitsplattform von einer Stelle zur nächsten. Seine Aufgabe war es, den am Seegrund gesammelten Müll mithilfe von Hebesäcken an die Oberfläche zu bergen. Dadurch konnten die insgesamt sieben Taucher ein ständiges Auf- und Abtauchen vermeiden und sich stattdessen ganz auf das Sammeln konzentrieren. Doch die Bedingungen waren nicht ganz einfach, vor allem die schlechte Sicht durch Schwebeteilchen machte das Auffinden des Abfalls schwierig. Trotzdem konnten ca. 75 kg Müll vom Grund des Vilsalpsees zur sachgerechten Entsorgung gebracht werden. Diese dreitägige Seereinigung war ein Projekt der Gemeinde Tannheim und wurde aus Naturschutzmitteln des Landes Tirol gefördert. Ein herzliches Dankeschön gilt den Österreichischen Umwelt- und Abfalltauchern unter Obmann Dietmar Renn.
 
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