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Reutte | Chronik | 14. Juni 2021 | Juliane Wimmer

Sonderausstellung zu den „Bergfeuern“

 Sonderausstellung zu den „Bergfeuern“
Viel Schweiß und handwerkliches Geschick flossen in den Bau des prächtigen Berg-Reliefs, auf dem in der Sonderausstellung die Bergfeuer „entzündet“ werden sollen. RS-Fotos: Wimmer
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Das Ehrwalder Heimatmuseum öffnet am 19. Juni seine Pforten wieder

Am Samstag, dem 19. Juni, ist es so weit: Nach langer Corona-zwangspause öffnet das Ehrwalder Heimatmuseum wieder seine Pforten. Passend zum abendlichen Großevent der spektakulären Sonnwendfeuer in der Zugspitz Arena präsentiert auch das Heimatmuseum ab 14 Uhr eine neue Sonderausstellung rund um die Geschichte und Tradition der Bergfeuer. Glanzlicht dieser Ausstellung ist ein Berg-Relief, dessen „Vorfeuer“ um 21.15 Uhr starten. Die Figur leuchtet von 21.30 Uhr bis 1 Uhr.
Von Juliane Wimmer.
Wenn der längste Tag auf die kürzeste Nacht trifft, wird der Sommer im alpenländischen Raum mit Feuern am Berg begrüßt.

Vom Brauch zum Weltkulturerbe.
Ein mittelalterlicher Brauch, der auch in Tirol eine lange Tradition hat, sind die Bergfeuer, die zur Sonnenwende um den 21. Juni entzündet werden. Zahlreiche Vereine und Gruppen machen sich in jedem Jahr auf den Weg, um an diesem Abend ihre Höhenfeuer abzubrennen. Der imposante Talkessel rund um Ehrwald, Lermoos und Biberwier ist die ideale Kulisse, wenn rund 10.000 einzelne Feuerstellen den Nachthimmel erleuchten. Lichter, die bis zu 200 m große Figuren in die Felswände von Wetterstein, Tajakopf, Sonnenspitze, Marienberg, Kohlberg und Grubigstein brennen. Als Wahrzeichen des lebendigen Brauchtums und des überlieferten Wissens hat die Unesco die Bergfeuer, die längst über die Tiroler Grenzen hinaus bekannt sind, 2010 sogar zum immateriellen Kulturerbe Österreichs erklärt.

Die Sonderausstellung.
Die Sonderausstellung im Ehrwalder Heimatmuseum präsentiert neben der allgemeinen Geschichte der Bergfeuer alle wichtigen Infos und Fakten zum Event-Highlight der Region, inklusive Vorstellung der verschiedenen Gruppen und Feuerplätze. Nicht zu vergesssen Erläuterungen zu Planung und Ausführung der Motive – um diese unten im Tal gut sichtbar zu machen, wird ein gut durchdachtes Konzept benötigt. Auf 30 großen Bildern, die monatlich ausgewechselt werden, kann der Ausstellungsbesucher die verschiedenen Feuermotive aus vergangenen Jahren bewundern. Darüber hinaus gibt es informatives Filmmaterial, eine interaktive „Bergfeuer-Konsole“ für Kinder sowie ein prächtiges selbstgebautes Berg-Relief, auf dem die ersten Bergfeuer der „Glockenweihe“ vom 12. auf den 13. Juni 1948 mit Hilfe eines ausgeklügelten Lämpchen-Systems hell erstrahlen.

Öffnungszeiten und Infos.
Das Ehrwalder Heimatmuseum im alten Spinnhof (Innsbrucker Str. 24) ist am Samstag, dem 19. Juni, ab 14 Uhr geöffnet. Die Sonderausstellung „Bergfeuer“ ist dann noch bis zum Februar 2022 immer mittwochs von 17 bis 20 Uhr zu sehen. Gruppenführungen nach Vereinbarung. Internet: https://ehv.co.at/
 Sonderausstellung zu den „Bergfeuern“
Der Team vom Museumsverein freut sich auf Ihren Besuch: Susanne Schiftner, Hannes Wilhelm, Peter Steger (oben v.l.) und Andreas Wilhelm, Simon Hohenegg, Rosmarie Schöpf (unten v.l.).
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