Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Reutte | Kultur | 6. September 2021 | Sabine Schretter

Auf Außerfernbesuch

Auf Außerfernbesuch
Leiter des Volkskunstmuseums Dr. Karl Berger, Museumsvereinsobmann Ernst Hornstein und Obfrau Herlinde Keuschnigg (v.l.).
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Reutte Sabine Schretter
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Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums zu Gast in Reutte und Bichlbach

(RS) Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums – mit Obfrau Herlinde Keuschnigg – statteten am 4. September, unter der Leitung von Dr. Karl C. Berger, Bichlbach und Reutte einen Besuch ab.
In Bichlbach gab Zunftmeister Paul Strolz, von der Zunftbruderschaft St. Josef, einen interessanten Einblick in die Geschichte der Zunftbruderschaft. Lorenz Wacker und Dr. Peter Linser führten durch das Zunftmuseum mit seinen spannenden historischen Objekten. Sie gaben Einblick in die Entstehungsgeschichten der Bruderschaft und der Zunft der Bauhandwerker, deren Herausforderungen und Leistungen. In der Zunftkirche St. Josef, der einzigen ihrer Art in Österreich, befindet sich der fast vollständig vergoldete Hochaltar, sehenswerte Fresken im Chorraum sowie eine Vielzahl weiterer barocker Kunstwerke.
Bichlbach war Sitz der Maurer- und Zimmerleutezunft im Gericht Ehrenberg. Die Zunftordnung wurde 1694 von Kaiser Leopold I. genehmigt. 1738 waren 1042 Maurer- und Zimmermeister und weitere 142 Meister verschiedenster Gewerbegruppen eingeschrieben. Die Zunft bestand bis 1849. Die Grundsteinlegung der Zunftkirche erfolgte am 15. Mai 1710. Bereits um 1693 hatte  Johann Jakob Herkomer aus Füssen Pläne für die Zunftkirche erstellt. Diese wurden beim Neubau durch Stadtbaumeister Andreas Hafenegger aus Prag jedoch nicht mehr berücksichtigt. Die Weihe erfolgte 1711. 1974 wurde eine Gesamtrestaurierung abgeschlossen, bei der sich Hofrätin Dr. Herta Arnold von der Kulturabteilung des Amtes der Tiroler Landesregierung durch ihre hervorragende beratende und kompetente Tätigkeit tatkräftig einsetzte.

In Reutte.
Mit Museumsleiter Mag. Ulrich Kößler gab es einen Einblick in das Museum im Grünen Haus in der 1278 erstmals urkundlich erwähnten Marktgemeinde Reutte. Dieses stattliche Gebäude, das von wohlhabenden Reuttener Bürgern im 16. Jahrhundert erbaut wurde,  beeindruckt mit wunderschönen Malereien im Inneren des Hauses und der 1779 von Johann Jakob Zeiller gestalteten Fassade. Die Dauerausstellung befasst sich mit der Geschichte der Marktgemeinde. Sehenswerte Exponate zu Themen – wie Handwerk und Wirtschaft, Volksglaube oder Archäologie werden präsentiert. Die Sonderausstellung „Handwerkszeug aus vergangener Zeit“ zeigt eine faszinierende Vielfalt an Werkzeugen aus dem Alltag unserer Vorfahren. Mit einer von Alexandra Posch gebotenen Führung durch die Marktgemeinde Reutte mit der Besichtigung vieler Werke von Johann Jakob Zeiller ging die interessante, vom Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, Dr. Karl C. Berger, geführten Exkursion zu Ende.
Text und Bilder: Dr. Heinz Wieser
Auf Außerfernbesuch
Obfrau Herlinde Keuschnigg, Zunftmeister Paul Strolz von der Zunftbruderschaft St. Josef, Bichlbach und der Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, Dr. Karl C. Berger (vorne v.l.). Fotos: Dr. Heinz Wieser
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