Es begann mit einem Blitzschlag
Der Galerieverein Reutte feiert sein 50-jähriges Bestehen
30. Juni 2025 | von
Sabine Schretter
Sie freuen sich über 50 Jahre Galerieverein Reutte: Ludwig Strauss (Vorstand Raiffeisenbank Oberland-Außerfern), Robert Pacher (GR und Obmann Ausschuss für Bildung, Kultur ind Integration), Dr. Richard Lipp (Historiker und Gründungsobmann des Vereins Raiffeisen-Galerie Reutte), Bgm. Günter Salchner (Stadtgemeinde Reutte), Veronika Kunz-Radolf (Obfrau Galerieverein Reutte ) und Regina Redolfi (Galerieverein Reutte) (v. l.). RS-Foto: Schretter
Nach dem ersten Blitzschlag organisierte der Lions Club eine Ausstellung für Rolf Aschenbrenner im ehemaligen Paulusheim. Im Jahr 1975 bezog die Raiffeisenbank ihr neues Gebäude im Zentrum von Reutte, das an der Stelle des früheren Falgerhauses errichtet worden war. Dr. Richard Lipp, damals Prokurist bei der Raiffeisenbank, hatte die Idee, die ungenutzten Räume der neuen Bank für Ausstellungen regionaler Künstler zu nutzen. So wurde der Verein „Raiffeisen-Galerie Reutte“ gegründet und in den Räumlichkeiten im zweiten Stock des Bankhauses eine Galerie eingerichtet. Obmann des Vereins war von 1975 bis 1983 Dr. Richard Lipp. Als Obleute folgten ihm Dr. Edda Ziegler (1983 bis 1997), Veronika und Hartmut Kunz (1997 bis 2009), Tamara O’Byrne (2009 bis 2014) und Veronika Kunz-Radolf (2014 bis heute).
REUTTE IST STOLZ. 50 Jahre später, nach zweimaligem Umzug und Namenswechsel der Galerie, traf man sich wieder in der Bank, im Europahaus im Untermarkt, zu einem „Geburtstagspressegespräch“.„Hier schließt sich nach 50 Jahren ein Kreis“, freute sich Gastgeber Ludwig Strauss, Vorstand der Raiffeisenbank Oberland-Außerfern. In seinen Grußworten betonte er die Bedeutung von Kunst „in einer Zeit, in der am Demokratieverständnis so oft gerüttelt wird“. „Die Stadtgemeinde Reutte ist eine große Förderin von Kunst und Kultur und stolz darauf, eine Galerie zu haben, die von einem Verein ehrenamtlich betrieben wird“, so Reuttes Bürgermeister Günter Salchner. Robert Pacher, Gemeinderat und Obmann des Ausschusses für Bildung, Kultur und Integration, moderierte die anschließende Reise durch die Geschichte des Galerievereins. Nach der Gründung des Vereins im Jahr 1975 war die erste Ausstellung Heinrich Harrer gewidmet. Für die Erarbeitung seines gelungenen und kurzweiligen Vortrags bediente sich Robert Pacher des reichhaltigen Archivs des Galerievereins, wühlte sich durch etliche Ordner und Bananenschachteln voller Dokumente und Fotos. So ließ sich beispielsweise belegen, dass man bereits 1980 auf 44 Ausstellungen zurückblicken konnte.
UMZUG 1. Für den Verein „Raiffeisen-Galerie Reutte“ markierte das Jahr 1983 eine Zeitenwende. Die Raiffeisenbank hatte Eigenbedarf für die Räumlichkeiten der Galerie angemeldet. Man suchte also ein neues Zuhause und fand dieses im historischen Dengelhaus. Mit der Übersiedlung änderte die Galerie ihren Namen von „Raiffeisen-Galerie“ in „Dengel Galerie“. Der Verein wurde in „Galerieverein Reutte“ umbenannt, dessen erste Obfrau Dr. Edda Ziegler war. Sie organisierte die erste Ausstellung in der Dengel-Galerie mit dem Titel „Bild und Plastik im Außerfern“.
UMZUG 2. Im Jahr 2019 erwarb die Stadtgemeinde Reutte das Erdgeschoss des Zeillerhauses, das einst Wohn- und Arbeitsstätte der Künstlerfamilie Zeiller war. Der Galerieverein Reutte fand dort eine neue Heimat. In den Räumlichkeiten der ehemaligen Dengel-Galerie wird jetzt geheiratet: Im Zuge des Umbaus des Dengelhauses wurde dort der neue Trauungssaal der Stadtgemeinde Reutte eingerichtet. Die Galerie erhielt indes wieder einen neuen Namen. Seit 2019 besucht man Ausstellungen in der „Zeillergalerie“. Obfrau des Galerievereins Reutte ist Veronika Kunz-Radolf. Sie organisiert sechsmal pro Jahr Ausstellungen mit Künstlern aus dem Außerfern und angrenzenden Regionen und Bezirken (Allgäu, Imst, Landeck). Aktuell zählt der Galerieverein Reutte 50 Mitglieder. „Ganz wenig“, bedauert die Obfrau. Mit gewohntem Elan arbeitet der Galerieverein Reutte indes weiter und wird Ausstellungen in der Zeillergalerie organisieren. Derzeit ist unter dem Motto „Früchte der Erde“ eine Ausstellung mit Werken von Schülern aus Bangladesch, Bremen und dem Gymnasium Reutte zu sehen.
JUBILÄUMSAUSSTELLUNG. Die Jubiläumsausstellung „50 Jahre Galerieverein Reutte“ wird am Donnerstag, dem 3. Juli, um 19 Uhr in der Zeillergalerie eröffnet. Gezeigt werden in memoriam Werke der Künstler Prof. Rolf Aschenbrenner, Leo Lechenbauer, Tamara O’Byrne und Wolfgang Schennach. Exponate von Josef Müller und Katharina Ziegler repräsentieren die mittlere Künstlergeneration – Katharina Bilgeri, die Zwillinge Katharina und Margaretha Briksi sowie Reinhard Kofler stehen stehen mit ihren Werken für die Generation junger, regionaler bildender Künstler. Die Jubiläumsausstellung ist anschließend bis 19. Juli, jeweils von Dienstag bis Samstag, von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden sind erbeten.
REUTTE IST STOLZ. 50 Jahre später, nach zweimaligem Umzug und Namenswechsel der Galerie, traf man sich wieder in der Bank, im Europahaus im Untermarkt, zu einem „Geburtstagspressegespräch“.„Hier schließt sich nach 50 Jahren ein Kreis“, freute sich Gastgeber Ludwig Strauss, Vorstand der Raiffeisenbank Oberland-Außerfern. In seinen Grußworten betonte er die Bedeutung von Kunst „in einer Zeit, in der am Demokratieverständnis so oft gerüttelt wird“. „Die Stadtgemeinde Reutte ist eine große Förderin von Kunst und Kultur und stolz darauf, eine Galerie zu haben, die von einem Verein ehrenamtlich betrieben wird“, so Reuttes Bürgermeister Günter Salchner. Robert Pacher, Gemeinderat und Obmann des Ausschusses für Bildung, Kultur und Integration, moderierte die anschließende Reise durch die Geschichte des Galerievereins. Nach der Gründung des Vereins im Jahr 1975 war die erste Ausstellung Heinrich Harrer gewidmet. Für die Erarbeitung seines gelungenen und kurzweiligen Vortrags bediente sich Robert Pacher des reichhaltigen Archivs des Galerievereins, wühlte sich durch etliche Ordner und Bananenschachteln voller Dokumente und Fotos. So ließ sich beispielsweise belegen, dass man bereits 1980 auf 44 Ausstellungen zurückblicken konnte.
UMZUG 1. Für den Verein „Raiffeisen-Galerie Reutte“ markierte das Jahr 1983 eine Zeitenwende. Die Raiffeisenbank hatte Eigenbedarf für die Räumlichkeiten der Galerie angemeldet. Man suchte also ein neues Zuhause und fand dieses im historischen Dengelhaus. Mit der Übersiedlung änderte die Galerie ihren Namen von „Raiffeisen-Galerie“ in „Dengel Galerie“. Der Verein wurde in „Galerieverein Reutte“ umbenannt, dessen erste Obfrau Dr. Edda Ziegler war. Sie organisierte die erste Ausstellung in der Dengel-Galerie mit dem Titel „Bild und Plastik im Außerfern“.
UMZUG 2. Im Jahr 2019 erwarb die Stadtgemeinde Reutte das Erdgeschoss des Zeillerhauses, das einst Wohn- und Arbeitsstätte der Künstlerfamilie Zeiller war. Der Galerieverein Reutte fand dort eine neue Heimat. In den Räumlichkeiten der ehemaligen Dengel-Galerie wird jetzt geheiratet: Im Zuge des Umbaus des Dengelhauses wurde dort der neue Trauungssaal der Stadtgemeinde Reutte eingerichtet. Die Galerie erhielt indes wieder einen neuen Namen. Seit 2019 besucht man Ausstellungen in der „Zeillergalerie“. Obfrau des Galerievereins Reutte ist Veronika Kunz-Radolf. Sie organisiert sechsmal pro Jahr Ausstellungen mit Künstlern aus dem Außerfern und angrenzenden Regionen und Bezirken (Allgäu, Imst, Landeck). Aktuell zählt der Galerieverein Reutte 50 Mitglieder. „Ganz wenig“, bedauert die Obfrau. Mit gewohntem Elan arbeitet der Galerieverein Reutte indes weiter und wird Ausstellungen in der Zeillergalerie organisieren. Derzeit ist unter dem Motto „Früchte der Erde“ eine Ausstellung mit Werken von Schülern aus Bangladesch, Bremen und dem Gymnasium Reutte zu sehen.
JUBILÄUMSAUSSTELLUNG. Die Jubiläumsausstellung „50 Jahre Galerieverein Reutte“ wird am Donnerstag, dem 3. Juli, um 19 Uhr in der Zeillergalerie eröffnet. Gezeigt werden in memoriam Werke der Künstler Prof. Rolf Aschenbrenner, Leo Lechenbauer, Tamara O’Byrne und Wolfgang Schennach. Exponate von Josef Müller und Katharina Ziegler repräsentieren die mittlere Künstlergeneration – Katharina Bilgeri, die Zwillinge Katharina und Margaretha Briksi sowie Reinhard Kofler stehen stehen mit ihren Werken für die Generation junger, regionaler bildender Künstler. Die Jubiläumsausstellung ist anschließend bis 19. Juli, jeweils von Dienstag bis Samstag, von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden sind erbeten.