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Reutte | Kultur | 4. Oktober 2021 | Uwe Claus

„Uns geht’s gut!“

Allein der Sonntagabend bescherte der Fraueninitiative „Basis“ einen Betrag von 800 Euro, den Geschäftsführerin Evelyn Mages (rechts) freudestrahlend von den Wirtshausweibern in Empfang nehmen konnte. Insgesamt war die erfreuliche Summe von 1.670 Euro zusammengekommen.RS-Fotos: Claus
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Wirtshausweiber wälzten Frauengedanken

Nach dem großen Erfolg im Rahmen bei der Außerferner Kulturzeit 2015 war es keine Frage, dass die „Watterweiber“ auch „Huanza“-Kulturherbst 2021 mit ihrem Wirtshaustheater beim Publikum gut ankommen würde.
Von Uwe Claus.
So war es denn auch, als Monika Jungheinrich, Eva-Maria Kleiner, Marianne Gschnitzer und Claudia Lang-Forcher die Bühne betraten, wurden sie im ausverkauften Saal des Hotel „Maximilian“ in Ehenbichl an zwei Abenden mit viel Beifall begrüßt. Für die musikalische Begleitung sorgte Fabienne Lipp. Die Auftritte des Ensembles waren der Familienberatung mit Frauenservice „Basis“ als Benefizveranstaltung gewidmet. Insgesamt brachten es die beiden Benefizabende auf 1.670 Euro, über die sich deren Geschäftsführerin Evelyn Mages nach ihren eigenen Worten „gewaltig“ freute. Sie konnte unter den Besuchern  am Sonntagabend auch Reuttes Bürgermeister Günter Salchner, seinen Amtskollegen aus Ehenbichl,  Wolfgang Winkler, und Reuttes Vize-Bgm. Klaus Schimana begrüßen.

Auf an Watter.
Mit dem Lied „Uns geht’s gut“, es hörte sich in Anbetracht der aktuellen Situation der Frauen auch ein bisschen wie Galgenhumor an, stiegen die vier Wirtshausweiber zum Teil recht sarkastisch ins Thema des Abends „Liebe, Gleichberechtigung Frieden mit dem eigenen Körper und Solidarität“ ein – eben um alles, um was sich Frau so Gedanken macht. Das Programm hatte Autorin Claudia Lang-Forcher zusammengestellt und dabei in Sachen Frauenproblematik wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen. Sich selbst nahmen die vier Kartlerinnen in den teils bissigen aber auch herzlichen und tiefgründigen Szenen ein ums andere Mal gehörig auf die Schaufel. Natürlich hielten sie den Männern immer wieder den Spiegel vor, jedoch nicht mit Schaum vor dem Mund sondern mit einer Lässigkeit, aus der sich viele Deutungen ableiten ließen. Ohne Zweifel war auch die permanente Benachteiligung der Frauen auf dem Tisch und in so manchen Passagen wusste man wahrlich nicht, ob man weinen oder lachen sollte. Auch löste die Tatsache, dass „Frau“ immer perfekt in jeder Lebenssituation zu sein hat, so manche Betroffenheit aus. „Immerhin sind wir Frauen die Träger der Menschheitsgeschichte. Womit haben wir es dann verdient, dass 70 Prozent unseres Geschlechts in Armut leben, Verdienste und Pensionen nur halb so hoch sind wie die von Männern und wir trotzdem die Evolution zu vervollständigen haben“ stand als Frage im Raum. Und provokant stellte die Runde die Frage: „Was wäre wenn, wir uns zehn Jahre weigern würden, Kinder zu bekommen?“ Antwort: Die Wirtschaft würde zusammenbrechen! Und in einigen Szenen trat auch zutage, dass für Frauen der Ausdruck „Seilschaften“ ein Fremdwort ist, Schluss sein müsse mit der eigenen Passivität auch wenn wir kämpfen müssen und nicht immer kuscheln wollen. „Watterweiber“ war wieder eine großartige Vorstellung, die manch Frivoles bis an die Grenze zum Erlaubten, jedoch mit viel Liebe zum Detail und auch mit dem dazugehörenden Tiefgang vermittelte. Die „Watterweiber“ gastieren weiter am 8. und 9. Oktober im Gasthof „Post“ (Tel. +43 (0)5675 6601) in Schattwald sowie bei zwei Zusatzterminen am 16. Oktober, in der Hirschbach Alm (Tel. +43 (0)5672 21034) in Höfen und am 17. Oktober im Gasthof „Kreuz“ (Tel. +43 (0)5678 5202). Beginn ist jeweils um 20 Uhr.
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