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Reutte | Kultur | 19. April 2021 | Maria Kofelenz

Wassertropfen treffen auf Holz

Mit aufwendiger Technik entstehen die beeindruckende Fotografien von Roland Bader. RS-Fotos: M.Kofelenz
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Zeillergalerie Roland Bader Daniel Praxmarer Ausstellung
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Spannende Fotografien und detaillierte Schnitzereien in der Zeillergalerie

Von Freitag, den 16. April, bis Samstag, den 1. Mai, kann man in der Zeillergalerie Fotografien von Roland Bader und Holzskulpturen von Daniel Praxmarer betrachten. Beide Künstler standen an den ersten beiden Ausstellungstagen für informative Gespräche bereit.
Von Maria Kofelenz.
Technik und Fotografie.
Die außergewöhnlichen Fotografien von Roland Bader entstanden durch sehr interessante Techniken. Um die Wasserfiguren abzubilden, lässt er erst einen Tropfen in ein Wasserbecken fallen. Während daraus eine Wassersäule aufsteigt, fällt schon der nächste Tropfen darauf. Somit entstehen diese Figuren aus der Kollision eines Tropfens mit einem anderen. Die Kamera muss dafür natürlich auch im richtigen Moment ausgelösen. Mit dem gleichen Mechanismus werden auch die Ventile für die Wassertropfen gesteuert. Spannende Farbeffekte erzielte er durch das Einfärben des Wassers mit Lebensmittelfarbe. Um den Hintergrund farblich zu gestalten, werden Farbfilter am Blitz verwendet. In der Ausstellung sind auch Bilder zu sehen, bei denen verschiedenste Farben benutzt wurden. Hier kollidieren nicht nur zwei Tropfen, sondern gleich mehrere. Zu sehen gibt es aber auch Fotografien, für die es nötig war, mit dem Luftgewehr auf Glühbirnen oder Weingläser zu schießen. Mit diesen Techniken beschäftigt sich Bader bereits seit zwei Jahren.

Holzskulpturen mit Tiefgang.
Kombiniert wurden die Fotografien mit Skulpturen von Daniel Praxmarer, der sich hauptsächlich damit beschäftigt, das Menschliche abzubilden. In seinen Skulpturen verarbeitet er das Erlebte und Gehörte aus seiner Arbeit als Kunsttherapeut. Geschnitzt wird mit Zirbe, Fichte, Linde und Kirsche, mit letzteren lassen sich sehr detaillierte und feine Skulpturen fertigen. Auch mit Ebenholz hat er gearbeitet. Dieses ist jedoch für das klassische Schnitzen mit dem Messer zu hart und muss mit einer Bandsäge bearbeitet werden. Damit die Maserung besser zur Geltung kommt, werden die Werke oftmals noch eingeölt. An seinen Projekten arbeitet der Künstler bis zu drei Jahre lang. Hinter seinen Figuren stehen auch sehr spannende Geschichten, so zum Beispiel bei „Excitium“. Dieses Werk stellt die Selbstzerstörung des Menschen dar. Bearbeitet wurde die Schnitzerei mithilfe eines Spitzhammers, die rote Farbe deutet ebenfalls darauf hin, dass sich der Mensch selbst verletzt.
Wassertropfen treffen auf Holz
Daniel Praxmarer verarbeitet Erlebtes aus seiner Arbeit als Therapeut und macht verschiedene Problematiken sichtbar.
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