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Zugspitzgeist

Anna Tröber präsentierte ihren neuen Kriminalroman

Am 7. November fand in der Tyrolia Filiale Reutte eine Lesung aus dem Roman „Zugspitzgeist“ statt. Die Handlung zieht sich über 100 Jahre und behandelt ein erschreckendes Geheimnis über die Tiroler Zugspitzbahn. Die Geschichte des Zugspitzgeistes ist von wahren Gegebenheiten inspiriert, es finden sich auch aktuelle Themen, wie die Transitfrage oder die Nähe von Politik und Wirtschaft.
12. November 2024 | von Johannes Pirchner
Zugspitzgeist <br />
Tyrolia-Filialleiterin Tanja Skabraut und Autorin Anna Tröber (v.l.).
RS-Foto: Pirchner
Ein Tiroler Großunternehmer wird erstickt unter der eigenen Beschneigungsanlage auf der österreichischen Seite der Zugspitze gefunden. Die Außerferner Behörden gehen zunächst nicht von Mord aus. Im Bezirk befindet sich jedoch Clemens Hugo, der nicht an einen Unfall glaubt. Als Verbündete gewinnt er die Journalistin Kerstin Schlegele, sie begeben sich auf Spurensuche und stoßen im Bezirk auf menschliche Abgründe. Das Buch ist sehr gut aufgearbeitet und strukturiert und bietet ein spannendes und fesselndes Lesevergnügen. Die Figuren besitzen Tiefe, die Schicksale der einzelnen Individuen sind sehr gut nachvollziehbar.

HISTORISCHER KERN. Die Handlung des Romans beginnt nach dem ersten Weltkrieg. Zentral sind die fiktive Familie Gamslechner und die Geschichte rund um die Zugspitzbahn. Stark inspiriert ist die Handlung von der Geschichte des Reuttener Wirtschaftspioniers Dr. Hermann Stern und dem Bau der Zugspitzbahn. Als historische Quelle diente Tröber auch Dr. Richard Lipps Werk: Reutte 1918–1938. Mit vielen weiteren Hinweisen und Anspielungen auf die Bezirksgeschichte bettet sich die Handlung des Zugspitzgeistes perfekt in die Geschichte des Außerferns.

AUSSERFERNER SEELE. Für jeden Außerferner bietet das Buch abseits der gut recherierten und spannenden Geschichte mehrere Schmunzler. So finden sich mehrere Passagen in Außerfernerischen, sie fangen auch die etwas grantige Art des Außerferns ein. Als Bezirksanwalt Clemens Hugo etwa der Führerschein bei Lähn von zwei Polizisten abgenommen wird, erwidern seine Außerferner Gesprächspartner sinngemäß: Wie kann des passieren, weiß doch jeder, dass die Schandi da stehen.

SCHEITELTUNNEL. Ein Handlungsstrang spielt um das Transitthema des Außerferns. So gibt es eine Handlung um eine Gruppe, die den Tunnel vermeiden will und eine Gruppe aus Politik und Wirtschaft, die diesen unbedingt will. Die Persönlichkeiten sind natürlich alle frei erfunden, es finden sich jedoch für eine Landesrätin, die sich stark für den Tunnel einsetzt und einen engargierte Transitgegnersprecher durchaus mögliche Vorbilder.

DIE AUTORIN. Anna Tröber ist im Außerfern aufgewachsen, so sind Handlungen, Reaktionen der Charaktere und auch die Außerferner Mentalität sehr gut dargestellt. Ein spannendes Lesevergnügen mit Bezirk Reutte Faktor auf 270 Seiten.

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