Europa beginnt im Klassenzimmer
Schulen aus Reutte und Cles stehen im Austausch und pflegen eine Schulfreundschaft
20. April 2026 | von
Sabine Schretter
Dir. Christian Meßmer (Mitte) hieß die Gäste aus Cles herzlich willkommen. Fotos: BRG Reutte
Im Mittelpunkt dieses Projekts steht mit gelebter europäischer Bildung weit mehr als ein organisatorischer Austausch. Jugendliche verlassen ihren vertrauten Alltag, werden in Gastfamilien aufgenommen und tauchen in eine neue Sprache, Kultur und Lebensweise ein. Aus Fremdheit wird Nähe, aus Neugier wird Beziehung. Der Schulalltag wird zum Erfahrungsraum. Unterschiedliche Unterrichtskulturen treffen aufeinander, Perspektiven erweitern sich, und aus Unterricht wird gelebtes Lernen. Ein besonders herazlicher Moment war der Empfang in der Direktion BRG Reutte. Vizerektorin Prof. Valeria Paganini sowie Prof. Kathrin Feistmantl des Liceo Bertrand Russell Cles trafen auf die BRG-Professorinnen Claudia Lingscheidt und Magdalena Fasser. Der Austausch war geprägt von Wärme, Wertschätzung und dem gemeinsamen Gefühl, etwas aufzubauen, das trägt. Ein weiterer Höhepunkt war das gemeinsame Abendessen. Daran nahm auch Reuttes Bürgermeister, Günter Salchner, teil. Seine Anwesenheit unterstreicht die Bedeutung dieses Projekts über die Schule hinaus – als Zeichen einer Region, die diesen Austausch aktiv mitträgt. Der Direktor des BRG Reutte beschreibt die besondere Tiefe dieser Begegnungen: „Diese Begegnungen sind mehr als Austauschprogramme. Sie sind Momente, in denen junge Menschen spüren, was es heißt, Teil Europas zu sein – nicht abstrakt, sondern ganz konkret im Leben, im Miteinander, im Herzen.“
Der Austausch zwischen BRG Reutte und Cles zeigt, was Schule im besten Sinn sein kann: Ein Ort, an dem Europa nicht erklärt, sondern erlebt wird.
