Bergmähder auf der „Pleiß“ – Häselgehr (1950er Jahre) vor der Leilighütte : Rosa Lederhilger, Johann Köck, Ludmilla Köck und Klara Lederhilger (v.l.). Der vermehrte Futterbedarf führte im Laufe der Zeit zu einer unbedachten Waldrodung, besonders dort, wo gut verwittertes Gestein – wie im Lechtal die Lias-Fleckenmergel – die Hänge bildete, sodass die Ortschaften teilweise starker Lawinengefährdung ausgesetzt wurden. Zwischen den Mähdern blieb das oft verstaudete „Marchgas“ stehen und bildete die vom Tal aus gut sichtbaren „Hosenträger“. Die harte Arbeit beschrieb L. Steub (,, Drei Sommer in Tirol“, 1846) so: „... Er erklimmt mit seinen Steigeisen die höchsten Berge und bleibt Tag und Nacht auf seinen Mähdern, um das Futter zu sammeln, das ihm während dieser Zeit auch als erwärmende Liegerstatt dient. Dabei nährt er sich mit einem Brei von Ziegenmilch oder noch einfacher mit Käse und Brot, und trinkt frisches Bergwasser dazu.“
Text und Foto: Werner Friedle
Text und Foto: Werner Friedle