So war es früher - Ausgabe Reutte (KW 29-24)
16. Juli 2024 | von
Peter Linser
Am Fållerscheiner Hüttefuir. (Mundart von Stanzach, v. Wolfgang Scheiber).
Wenn i, so gånz für mi(ch) allua(n) nur mit mei’m Fuirle dischpetier – mier wöchsle å(b): amol röd i und drauf verzöhlt es wieder mier –
und dauße pfeift’s und sturmt’s derseit und pråschlet gege d‘ Hüttetür, då kinnt es mir am off’ne Heard vo’r gånze Walt am schianste vür!
Woascht, wenn’s so rund um di drum hea zum Fürchte schwårz durch d‘Winkl schleicht und d‘Schåtte goaschtre im Gebalk wie årme Seal, die umchestreicht,
då dunkt’s di nåche doppelt fei(n), wenn d‘ döcht a nette A(n)språch håst, ba dear si, wenn ma(n)s recht versteaht, oft wunderschia(n) dischgriere låsst
vu’r ålte Zeit, vo(n) früahre Jåhr, wo d‘ Leit und d‘ Walt no besser gwest, wo d‘ it de gånze långe Tåg vo Kriag und Feindschåft g’heart und g’lest,
wo Recht no und Gerechtigkeit für jed’n gleich gegolte håt und it wia heind, gråd wia ma’s braucht, si(ch) hundertfåch verdrahje lå(ss)t!
Dia Zeite sei(n)s, dia auferstiah(n), wenn i so i(n) mei Gluescht hi(n)blås, und tause(n)d G’schichtle köime mit vo Bearg und Wåld und Hirsch und Hås!
Drum leg i fleißig Scheitle nåch, dass jå dös Flammle it verlöscht! Wås håscht denn sinscccht i(n) meine Jåhr? Dös Ålt ischt ålbe no dös böscht!
Und wenn’s amol ‘em End zuageaht mit ins’rem bissle Sunneschei(n) – i glåb, dös schiea(n)scht Verschlåfe miaßt auf d‘ Nåcht ba so am Fuirle sei(n)!
Peter Linser
Wenn i, so gånz für mi(ch) allua(n) nur mit mei’m Fuirle dischpetier – mier wöchsle å(b): amol röd i und drauf verzöhlt es wieder mier –
und dauße pfeift’s und sturmt’s derseit und pråschlet gege d‘ Hüttetür, då kinnt es mir am off’ne Heard vo’r gånze Walt am schianste vür!
Woascht, wenn’s so rund um di drum hea zum Fürchte schwårz durch d‘Winkl schleicht und d‘Schåtte goaschtre im Gebalk wie årme Seal, die umchestreicht,
då dunkt’s di nåche doppelt fei(n), wenn d‘ döcht a nette A(n)språch håst, ba dear si, wenn ma(n)s recht versteaht, oft wunderschia(n) dischgriere låsst
vu’r ålte Zeit, vo(n) früahre Jåhr, wo d‘ Leit und d‘ Walt no besser gwest, wo d‘ it de gånze långe Tåg vo Kriag und Feindschåft g’heart und g’lest,
wo Recht no und Gerechtigkeit für jed’n gleich gegolte håt und it wia heind, gråd wia ma’s braucht, si(ch) hundertfåch verdrahje lå(ss)t!
Dia Zeite sei(n)s, dia auferstiah(n), wenn i so i(n) mei Gluescht hi(n)blås, und tause(n)d G’schichtle köime mit vo Bearg und Wåld und Hirsch und Hås!
Drum leg i fleißig Scheitle nåch, dass jå dös Flammle it verlöscht! Wås håscht denn sinscccht i(n) meine Jåhr? Dös Ålt ischt ålbe no dös böscht!
Und wenn’s amol ‘em End zuageaht mit ins’rem bissle Sunneschei(n) – i glåb, dös schiea(n)scht Verschlåfe miaßt auf d‘ Nåcht ba so am Fuirle sei(n)!
Peter Linser