Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Reutte | So war es früher | 14. Juni 2021 | Peter Linser

So war es früher – Ausgabe Reutte (KW24/2021)

So war es früher – Ausgabe Reutte (KW24/2021)
Unteres Stadttor nach Osten, links das Spital (bis 1862). Foto: Peter Linser
Ihr/Dein Draht zur Redaktion
REDAKTION
Reutte  Peter Linser
Artikel teilen
Artikel teilen >
Am 10. Februar 1632 verfasste Martin Miller, „Stattaman unnd Richter zue Vilß“, einen Bericht über das Vilser Spital an den zuständigen Bischof zu Augsburg, in dem er schreibt: „Wie es mit dem Seelhauß zue Vilß, das Spital genanndt, … für ain Beschaffenhait und Gebrauch gehabt. In dem Seelhauß aber gleich hinden daran stehendt, ist ein armer Mann, so Weib und Kind hat, welchen man den Spitaler oder Spitelmaister nennet, der hat von des H. Gaists Cappelin etwas von ligenden Güettern umb einen schlechten Zins zuegewiessen, darumben ist er verbunden, den armen Leithen aufzuwarten und vil ze sehen, das Feur und Liecht versorgt sey oder wan krankhe Mentschen uf Nacht darein kommen, die dem Almuesen selbsten nit nachgen kinden, muß er inen bei den Bürgersleithen samblen und zuetragen, dann anderst keine armen Leith darinnen aufgehalten werden, als wan durchraisende arme Bilger oder sonst arme Leith uf Nacht hiehero kommen, muß man alda beherbergen und waß sy zu essen haben (die aber, waß Krankhait haben … daß Almusen selbsten samblen müessen) in der Stuben kochen lassen. Also ist es hirhero und nie anderst gehalten worden.“ Das Fehlen einer eigenen Spitalsordnung – wohl wegen der Kleinheit der Einrichtung – erforderte die Anwendung der damals gängigen Vorschriften: „§ 2: Selber erhält dreimal des Tages warme Speisen in genügender Portion, und zwar in der Regel: Morgens eine Suppe, Mittags eine Suppe und wohlausgekochte Mehl- oder auch Fleischspeise und Gemüse, Abends eine eingekochte nahrhafte Suppe und ein Stück Brod. […] § 3: An Bettgeräthe erhält er einen zweimal des Jahres frisch zu füllenden Strohsack, einen Stroh- und einen Federpolster, zwei Leintücher, und im Sommer eine, im Winter zwei Decken; die Bettwäsche ist alle vier Wochen zu reinigen. […] (Ansprüche und Obliegenheiten der Pfründner) (Dengel: Vils in Tirol 1927, S. 81, Ladner: Alte Medizin, 2012,S. 41)  Text und Foto: Peter Linser
Ihr/Dein Draht zur Redaktion
Die OBERLÄNDER RUNDSCHAU

Die führende Wochenzeitung im Oberland und Außerfern!
Über 91.000 Haushalte erhalten wöchentlich die aktuellsten News!
Gegründet wurde das Familienunternehmen im Jahr 1978.
 jobs.rundschau.at

jobs.rundschau.at

DIE Jobplattform im Tiroler Oberland und Außerfern Helle Köpfe aufgepasst!
Tag cloud
Österreichische Meisterin Axams Ischgl ÖVP-Ortsparteiobmann Johann Ortner ÖVP-Ortspartei Telfs Telfs Lechtal Corona Übersiedlung Gemeinde Wängle Erich Entstrasser Günther Platter Bürgermeisterwahl 2022 Ausgabe Reutte Wir für Telfs Landeck Planungsverband Reutte und Umgebung „Park & Ride“-Anlage Skitouren Zugspitz-Scorpions Haiming Ausgabe Imst Otto Neururer Wolfgang Winkler Kapellengeschichte
Nach oben
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.