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Reutte | Wirtschaft | 23. November 2020 | Von Sabine Schretter

Regionale Schlachtstellen

Regionale Schlachtstellen
Bestehende Schlachtstellen sollen auf den neuesten Stand gebracht werden, um die Vermarktung und Verarbeitung von heimischem Fleisch in der Region zu forcieren. Foto: Land Tirol
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Landesregierung unterstützt Schlachtmöglichkeiten im Außerfern und im Oberland

In Ehenbichl, in Wenns im Pitztal (Bezirk Imst) und in Fließ (Bezirk Landeck) sollen bestehende Schlachtstellen auf den neuesten Stand gebracht werden. Damit sollen die Verarbeitung und Vermarktung von heimischem Fleisch in der Region forciert und regionale Wertschöpfungsketten gestärkt werden.
Von Sabine Schretter

Das Land Tirol unterstützt diese regionalen Vorhaben im Rahmen des Konjunkturpakets mit 1,24 Millionen Euro. „Um eine nachhaltige Versorgung mit regionalen Lebensmitteln – insbesondere auch mit Fleisch – zu sichern, Tiertransporte zu vermeiden und die flächendeckende Bewirtschaftung zu gewährleisten, sind regionale Schlachtmöglichkeiten und Vermarktungsstrategien zentrale Elemente in der Wertschöpfungskette“, weiß LH-Stv. Josef Geisler. Viele der im Zuge des EU-Beitritts in den 1990er Jahren errichteten dezentralen Schlachtstellen sind in die Jahre gekommen und entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen, etwa im Hinblick auf die strengen Hygienestandards. Jetzt setzt man auf die Bündelung der Kräfte in den Regionen. „Alle drei Projekte im Außerfern und im Tiroler Oberland sind in regionale Vermarktungskonzepte eingebunden und eröffnen so breitere Absatzmöglichkeiten für Fleisch aus der Region in der Region“, erläutert Geisler. Damit sei auch eine bessere Auslastung und wirtschaftliche Tragfähigkeit verbunden. „Die Gemeinden bzw. Gemeindegutsagrargemeinschaften sind bei diesen Projekten wichtige Partner und engagieren sich auch finanziell für die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe“, berichtet LR Johannes Tratter. Die drei aktuellen Vorhaben werden deshalb mit Mitteln aus dem Gemeindeausgleichsfonds unterstützt.

REGIONALE FLEISCHMARKE. Unter dem Motto „geboren, aufgewachsen, geschlachtet und verarbeitet im Außerfern“ wird im Außerfern eine regionale Markentwicklung im Produktbereich Fleisch angestrebt. Die bestehende Schlachtstelle in Ehenbichl soll zu einer zentralen Drehscheibe ausgebaut werden und eine kontinuierliche Versorgung mit regionalem Qualitätsfleisch gewährleisten. Vermarktungspartner sind neben der bäuerlichen Direktvermarktung sowohl heimische Metzgereien als auch der Gastrogroßhandel. Potenzial sieht man auch im Biobereich. 20 Prozent der bäuerlichen Betriebe im Bezirk Reutte sind Biobetriebe. Nebenerwerbsbetriebe dominieren die kleinstrukturierte Landwirtschaft im Tiroler Oberland und im Außerfern. „Die Tierhaltung mit Fokus Fleisch ist für den Nebenerwerb gut geeignet. Die regionalen Schlachtstätten sind somit ein Beitrag zum Erhalt der flächendeckenden bäuerlichen Bewirtschaftung, aber auch zur Stärkung des Tourismus und der regionalen Lebensmittelversorgung“, sieht LH-Stv. Geisler in der Professionalisierung der Fleischverarbeitung und -vermarktung Zukunftschancen.
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