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Reutte | Wirtschaft | 26. Mai 2020 | von Sabine Schretter

Wichtige Standortfrage geklärt

Wichtige Standortfrage geklärt
In unmittelbarer Nähe zum Bezirkskrankenhaus in Ehenbichl und direkt verbunden mit dem bestehenden Wohn- und Pflegeheim „Haus Ehrenberg“ sollen weitere 60 stationäre Pflegebetten entstehen. Foto: Gemeinde Ehenbichl/Rauth
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Reutte  von Sabine Schretter
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Gemeinde Ehenbichl erhielt Zuschlag für Bau des neuen Pflegeheims

Es ist vollbracht, der Bezirkspflegeheimverband Reutte kann den geplanten Neubau angehen: Die Bürgermeister sprachen sich mit großer Mehrheit (25:4) für das Areal beim Bezirkskrankenhaus in Ehenbichl aus.
von Sabine Schretter

Der Bezirk Reutte hat beim Ausbau von stationären Pflegebetten großen Nachholbedarf. Nachdem sich der Gemeindeverband vor eineinhalb Jahren einstimmig für eine große Variante, den Neubau eines Pflegeheims mit 60 Plätzen, ausgesprochen hat, folgte eine intensive Standortsuche. Unter Einbindung von Experten und einem regionalen Architektenteam wurde nun in unmittelbarer Nähe des Bezirkskrankenhauses mit dem angeschlossenen Wohn- und Pflegeheim „Haus Ehrenberg“ ein solcher gefunden.

BEDÜRFNISFOKUSSIERT. Die Standortsuche hatte sich zuletzt hingezogen und war zu einer Art Hängepartie geworden. Ehenbichls Bürgermeister Wolfgang Winkler, der eine eigene Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hatte, zeigte sich nach der Abstimmung erleichtert: Ihm seien die berühmten „Steine vom Herzen gefallen“. Vonseiten der Gemeinde Ehenbichl seien bereits viele Vorarbeiten geleistet worden. So habe man beispielsweise bei der Fortschreibung des örtlichen Raumordnungskonzeptes Erweiterungsflächen für einen Neubau vorgesehen und Lösungsvorschläge für den bestehenden Hubschrauberstandort ausgearbeitet. Der Verband stellte auch die Weichen für die Rekrutierung von neuem Pflegepersonal – Stichwort „Spanien-Konzept“. „Bei der Entscheidungsfindung standen immer die Bedürfnisse der zu pflegenden Menschen im Mittelpunkt. Bei steigender Pflegestufe steigt auch der Bedarf an medizinischer Versorgung und nach Ruhe und Erholung. Hier punktet der Standort Ehenbichl mit der unmittelbaren Nähe zum Krankenhaus und dem Naherholungsgebiet ,Sintwag’. Daneben gibt es Synergien mit der Betriebsküche des BKH, der Pflegeschule und den vorhandenen Strukturen vom ,Haus Ehrenberg’“, fasst Winkler die Entscheidungsgründe für das Krankenhausareal zusammen.
Natürlich hätte der Alternativstandort im Bezirkshauptort Reutte beim „Haus zum guten Hirten“ mit unmittelbarer Zentrumsnähe auch seine Vorteile gehabt, räumt der Ehenbichler Bürgermeister ein: „Letztlich bemühen sich alle Gemeinden im Bezirk darum, ihre Bürger so lange wie möglich in gewohnter Umgebung halten zu können und am Dorfleben teilhaben zu lassen. In allen Talschaften bietet man daher betreutes oder betreubares Wohnen an und der Sozial- und Gesundheitssprengel baut sein Angebot ebenfalls laufend aus, um die stationären Einrichtungen zu entlasten.“

ARCHITEKTENWETTBEWERB. Der Verband fällte zwar eine Grundsatzentscheidung über den Standort, eine Projektvergabe ist der Beschluss indes noch nicht. „Man könnte auch sagen: Eine erste Hürde ist genommen. Gemeinsam mit der Abteilung Dorferneuerung des Landes Tirol möchten wir einen Vergabeprozess starten und einen Architektenwettbewerb ausschreiben. Ich gehe davon aus, dass wir bei unserer nächsten Verbandsversammlung im Dezember ein beschlussreifes Projekt vorliegen haben“, führt Bürgermeister Wolfgang Winkler die weitere Vorgangsweise aus.
 
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