Rote Seuchen-Ärztin

Liebe Freunde neuer politischer Spitzenkräfte!

Die SPÖ hat ihren Chef ausgetauscht. Schneller als ihr selbst lieb war. Ex-Kanzler Christian Kern hat als Heilsbringer ausgedient. Der erfolgreiche ÖBB-Manager, der sich in der Rolle als Oppositionsführer nie wohl fühlte, bastelte an seinem persönlichen Plan-B – eine Karriere in der Europäischen Union. Gerechnet hat er dabei nicht mit den vielen bösen Zungen in den eigenen Reihen. Irgendein Hinterbänkler, der selbst wohl nie das politische Tageslicht erblickt, hat Kern wie einst der Judas den Jesus oder der Raffl den Hofer verraten. Und so musste die Partei über Nacht ein neues Gesicht aus dem Hut zaubern. Und fand dieses in der Ex-Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner. Die fesche Tochter von Hippie-Eltern ist die erste Frau an der Spitze der 130 Jahre alten SPÖ. Doch attraktiv sein allein wird der zweifachen Mutter und Ehefrau eines Diplomaten nicht reichen. Denn ihre Partei ist krank. Alt und gebrechlich. Und da muss sie zuerst die richtige Diagnose stellen. Und danach gezielte Operationen und auch Therapien durchführen. Genau dafür ist Pamela die richtige Frau. Die Ärztin ist nämlich Expertin für Impf-Prävention, Reisemedizin und durch Infektionen verursachte Epidemien. Im Volksmund quasi eine Seuchen-Ärztin. Gerade jetzt, wo das Gesundheits- und Sozialwesen reformiert werden soll, scheint die Medizinerin rein fachlich die richtige Frau am richtigen Platz zu sein. Im Kampf gegen die Verabreichung bitterer Pillen hat sie es jedoch nicht nur mit den Regierenden zu tun. Damit die Sozialdemokraten geeint in die Opposition marschieren, müssen erst die internen Kopfschmerzen behandelt werden. Zwischen übertriebenem Gutmenschentum und linken Rechtsauslegern muss erst noch der gesunde Mittelweg gefunden werden. Dazu muss Pamela die richtigen Tabletten aus der Apothekenschublade rausholen. Als Reisemedizinerin braucht sie vorerst wohl Medikamente gegen Durchfall! 

Meinhard Eiter

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