Scheiteltunnel-Schnellbus-Plakataktion-neue Bahnstrecke

LA Maria Zwölfer ist nicht glücklich mit den angebotenen Lösungsvorschlägen. RS-Foto: Archiv

Fernpass – quo vadis?

Kaum ein Tag vergeht, an dem es nicht neue oder wieder aufbereitete Ansätze zur Fernpassstrategie gibt.

Der Ideenbogen spannt sich vom Fernpassscheiteltunnel über eine geplante Schnellbusverbindung Reutte-Innsbruck bis hin zu einer neuen Bahnstrecke, die zwischen dem Ehrwalder Becken und Ötztal-Bahnhof entstehen könnte. Zuletzt brachten Werbeplakate für die Bahn  Schwung in diese Diskussionen. Allerdings standen diese Plakate an einer Strecke, an der es gar keine Bahnlinie gibt! Wie soll ein Durchreisender das verstehen? Um „in einem Zug nach Tirol“ zu kommen, sollte es diesen auch geben. Impuls-Parteichefin LA Maria Zwölfer kritisierte die Aktion mit den Worten: „Die Intention ist ja gut und recht. Nur dort, wo die Plakate aufgestellt sind, gibt es weit und breit keine Bahnlinie. Wie etwa im Gurgltal oder am Fernpass.“ Schon mehrfach sei sie von Urlaubsgästen gefragt worden, wo denn diese angesprochene Bahnstrecke verlaufe. Wer etwa von Deutschland kommend einen Skitag im Ötztal verbringen und mit der Bahn anreisen möchte, sollte viel Geduld und Zeit mitbringen.
Der ÖBB-Routenplaner Scotty ermittelt für die Anreise mit dem Zug über Bregenz oder Garmisch/Innsbruck Fahrzeiten von mehr als viereinhalb Stunden – für eine Fahrtrichtung! Dem könnte der geplante Schnellbus von Reutte nach Innsbruck Abhilfe schaffen. Von Vorteil ist in diesem Zusammenhang Reutte als Wohnort, da es nur dort eine Zustiegsmöglichkeit gibt. Zwölfer merkt an, dass man als Zwischentorener zuerst nach Reutte fahren müsste, um dort in den Schnellbus Richtung Inntal einzusteigen. Auch glaube sie nicht an die versprochene Fahrzeit von einer Stunde und 47 Minuten. Das sei bei Stau und starkem Lkw-verkehr schlichtweg unmöglich. Der Fernpassscheiteltunnel sei auch nur eine sinnentleerte Minilösung. Ein Video auf facebook zeigt Maria Zwölfers impulsive Stellungnahme zur Fernpassdiskussion. Für die SPÖ Imst macht ein Fernpassscheiteltunnel ohne Tschirganttunnel keinen Sinn. Das Problem sollte gelöst und nicht nur verlagert werden. Als Vision stellt die SPÖ eine neue Bahnstrecke zwischen dem Außerfern und Innsbruck zur Diskussion. Diese Bahnstrecke könnte zwischen dem Ehrwalder Becken und Ötztal-Bahnhof verlaufen.
Die SP-Bezirksvorsitzende Karoline Graswandter-Hainz ist sich sicher, dass diese Bahnlinie zu einer deutlichen Entlastung der Straße führen würde, wenn die Strecke Reutte-Innsbruck damit gleich schnell wie mit dem Pkw zurückgelegt werden könnte. Viele Ideen, auch einige gute Ansätze, aber leider noch keine Lösung. Bleibt abzuwarten, wie sich der weitere Verlauf des angesprochenen Ideenbogens gestalten wird.