Schüler-Gedanken

Laura Mages teilt ihre Angst um den schönen Planeten Erde dem Präsidenten in einem Brief mit. Foto: Naturparkschule Elmen

Die Kinder der Naturparkschule Elmen schreiben sich diese von der Seele

Die Schüler der VS Elmen leben mitten im Nauturpark Tiroler Lech, lieben ihre Heimat und machen sich doch Sorgen, dass auch ihre Umwelt leidet. Ihre Sorgen teilen sie in Briefen hochrangigen Politikern mit. LH Günther Platter hat in einem Brief geantwortet.

Brief von Laura Mages an BP Van der Bellen

Sehr geehrter Bundespräsident Alexander!

Ich heiße Laura Mages, bin acht Jahre alt und gehe in die Naturpark-schule in Elmen.
Es liegt einfach zu viel Müll und Plastik herum. Wir machen unsere Erde kaputt mit dem ganzen über-fl üssigen Müll!
Das kann so einfach nicht weiter-gehen! Das macht unseren blauen Planeten kaputt, der blau und schön bleiben soll. Ich bin sehr traurig da-rüber! Ich möchte nicht, dass die Tiere vor meinen Augen grausam sterben müssen. Wir haben auch ei-nen Stall und eine Kuh ist wegen so viel Müll, welchen andere Leute in unsere Felder und Wiesen geschmis-sen haben, leider krank geworden.
Warum nur? Ich bin ein kleines Mädchen aus dem Lechtal aber ich habe auch eine Meinung!
Wir Menschen sind schuld daran, dass andere Menschen mit Masken herum laufen! Der blaue, schöne und runde Planet wird in 15 oder 20 Jahren nicht mehr blau und schön sondern braun, grau und schwarz sein! Wenn es so weitergeht, dann ist alles zerstört. Wir produzieren schon so viel Müll, dass wir ihn in die Ozeane schmeißen! Uns rennt die Zeit davon. Wenn wir nichts unternehmen, dann ist endgültig die Zeit abgelaufen!
Unsere Atmosphäre hat bald kei-ne saubere Luft mehr, sondern nur noch dreckige. Wir Kinder wollen auch noch eine schöne Zukunft ha-ben, eure Kinder wollen sicher auch noch eine schöne Zukunft. Bitte helfen Sie unserer schönen Welt und uns Kindern. Rettet den Planeten! Wir Kinder brauchen ihn noch. Danke!

Antwortbrief von LH Platter an die Schülerin Isabell

Liebe Isabell,

Ich danke Dir für Dein Schreiben vom 3. April 2019, in dem Du mir von Deinen Wahmehmungen, Sorgen und Angsten hinsichtlich der Zukunft für Menschen, Tiere und Pfl anzen in um-weltbelasteten Lebensräumen bzw. auf unserem Planeten Erde berichtest. Ger-ne schreibe ich Dir zurück und gebe Dir Antwort.
Liebe lsabell, fürs Erste darf ich Dir versichern, dass die Tiroler Landesre-gierung sehr bemüht ist, sich für die Erhaltung unseres wunderschönen Lan-des und unserer einzigartigen Bergwelt einzusetzen und viele Entscheidungen mit viel Umweltbewusstsein getroffen werden. Der Schutz der Tiroler Natur, der Artenvielfalt und des sensiblen Le-bensraumes sowie eine intakte Umwelt als unsere Lebensgrundlage sind mir als Landeshauptmann und dem gesamten Regierungsteam des Landes Tirol ganz besonders wichtig. Dass unsere Natur und Umwelt einen sehr hohen Stellen-wert für unser Land darstellt, soll sich im Handeln der Tiroler Landesregierung aber auch im Handeln jedes Einzelnen widerspiegeln. Ein verantwortungsbe-wusster und umweltbewusster Umgang mit unserem Land Tirol ist von größ-ter Bedeutung und Wichtigkeit, damit Tirol auch für Deine Generation und vor allem weiteren kommenden Gene-rationen lebenswert erhalten bleibt. Ein aktiver Naturschutz, vor allem durch überlegte Entscheidungen, gut gesetzte Maßnahmen und Bewusstseinsbildung sowie Einbindung der Tirolerinnen und Tiroler ist daher seit langem und auch zukünftig eine bedeutende Aufgabe und Ziel dieser Regierung.
Ich darf dir hier einige Beispiele dafür bringen, wie das Land Tirol versucht, die Tiroler Natur und Umelt zu schützen und zu erhalten:
– Schutz von Trinkwasservorräten und sparsamer Umgang mit der Res-source Trinkwasser
– Kontrolle bei Umweltgiften in Luft, Boden und Wasser
– Naturschutzarbeit begleitend bei wirtschaftlichen Entwicklungen (d. h. gegensätzliche Interessen zwischen der Sicherung unseres Wohlstandes und der Erhaltung unseres Lebensraumes in Ein-klang zu bringen).
– Kampf gegen die Transitbelastung
– Forcierung der lnstallierung und Benützung moderner Mobilitätssysteme
– Energiepolitik, vor allem, um ei-nen Beitrag zum globalen Klimawandel zu leisten und diesem entgegenzuwirken.
– Stärkung des Umweltschutzes durch Bewusstseins- und Umweltbildung und einer aktiven Miteinbeziehung der Bevölkerung.
– Projekte, in denen gezielt Naturräu-me wiederhergestellt werden – Initiativen zur Müllvermeidung (z. B. Benüt-zung Mehrweggebinde, Pfandsysteme bei Veranstaltungen; Bewusstseinsbil-dung bei Abfallentsorgung, Wiederver-wendbarkeit von Produkten; vermehrtes Augenmerk auf die Reduktion von Plas-tikverpackungen.
Liebe lsabell, ich darf nun aber auch Dir danken für Deinen Beitrag, den Du für den Erhalt unseres schönen Landes, Deinen Bezirk Reutte und im Besonde-ren für das Lechtal leistest. Dein Einsatz und Dein Engagement für Deinen unmittelbaren Lebensraum beeindruckt sehr. Die Politik wird durch tatkraftige Menschen, wie Du es bist, herausge-fordert, immer wieder neue Ziele zum Schutz der Umwelt ins Auge zu fassen. Für einen Dialog zwischen den Men-schen und der Politik darf es keine Barrieren geben. Vor allem die Jugend ist es nun, welche die Politik auffordert oder sich auch selbst einsetzt, dass neue Wege für eine bessere Zukunft zum Thema Umwelt und Klima gefunden werden müssen. Auch das Land Tirol stellt sich den großen globalen Umweltthemen und ist offen für Veränderungen zuguns-ten einer verbesserten Umwelt.
Mit diesen lnformationen hoffe ich, dass ich Dir einen Einblick in die Arbeit und die Unternehmungen der Tiroler Landesregierung fur die Umwelt geben konnte. Viele Umweltprobleme können wir allerdings nur gemeinsam verbes-sern und verschärfen.
Für Deine Zukunft, Dein beherztes Auftreten für die Umwelt und Dein persönliches Wohlergehen wünsche ich Dir alles Gute!