Schule in Nepal ist fertig!

Dank tatkräftiger Außerferner Unterstützung konnte in Nepal eine Schule gebaut werden. Bildung bedeutet Zukunft, die Schule bietet jetzt die Voraussetzungen dazu. RS-Foto: Weber

Die Nepalhilfe Tiroler Zugspitze hat im November 2017 die Übergabe der Schule in Jamire gefeiert. Nur durch die Spenden der letzten zwei Jahre konnte dieser Schulbau in Nepal verwirklicht werden.

Aus Dankbarkeit erwuchs dieses Hilfsprojekt. Vor fünf Jahren begann der Ehrwalder Edi Graischer im Freundeskreis für Kinder in Nepal zu sammeln. Initialzündung war seine Genesung nach einem schweren Unfall. Er wollte etwas zurückgeben und dort helfen, wo Hilfe dringend benötigt wird. Die Liebe zum Himalaya-Gebiet teilt er mit vielen Außerfernern. 

Einige bereisten das Land schon mehrmals und die Erzählungen und Eindrücke sind immer wieder aufs Neue faszinierend. Überaus freundlich und freigiebig seien die Einheimischen, denen selbst oft das Nötigste zum Leben fehlt. Freundschaften sind gewachsen. Der Nepalese Yaghia Ban führt und organisiert in seiner Heimat Trekkingtouren. Er selbst arbeitet im Winter seit einigen Jahren im Außerfern. Das Geld, das er erarbeitet, gibt er großteils seiner Familie und investiert es in sein Dorf. Bildung ermöglicht den Menschen ein besseres Leben.
Die Nepalhilfe Tiroler Zugspitze konnte durch die Spenden der letzten zwei Jahre den Bau einer Schule in Jamire finanzieren. Ungefähr hundert Kinder werden dort nun unterrichtet. Zur Übergabe der Schule im November 2017 reiste eine Gruppe Außerferner ins Solo-Kumbu-Gebiet. In einer Filmvorführung im Gemeindesaal Biberwier wurde über den Schulbau berichtet.

Dankbar. Ein besonderer Dank gilt der Bergwacht Biberwier und Peter Larcher für die Organisation und Durchführung des Vortrages. Albert Linser, Mitorganisator der Nepalhilfe Tiroler Zugspitze, bedankte sich bei den Anwesenden: „Ein herzliches Vergelt´s Gott und ‚Namaste´ möchte ich allen Spendern sagen! Angefangen bei den Kindern, die einen Teil ihres Taschengeldes schenkten bis hin zu den freigiebigen Großspendern! Es ist eure Schule, wir sind nur Initiatoren und der verlängerte Arm aller Spender!“ Ein Jahr lang bearbeiteten Männer und Frauen jeden einzelnen Stein für den Schulbau – alles in Handarbeit. Nur zum Einebnen des Schulbauplatzes wurde ein Bagger eingesetzt. Dieser musste sich fast zehn Tage zum Einsatzort vorarbeiten.  Vor diesem Großprojekt wurden für eine schon bestehende Schule die Einrichtung und die Schulsachen gekauft. „Solche Projekte werden wir in unserem Alter nicht mehr in Angriff nehmen. Durch die Spenden konnten wir aber auch einigen Familien die Existenz sichern oder zumindest über eine schwierige Zeit helfen“, meinte Linser. Die Spenden werden künftig für Schulutensilien sowie den Kauf von Tieren zur Selbstversorgung verwendet werden.

Von Michaela Weber

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