Schwarzer Artenschutz

Liebe Freunde unserer Landesregierung!

Schwarz-Grün II hat paktiert. Alles bleibt, wie es war. Günther Platter trotzte den medialen Zurufen, neue Gesichter bringen zu müssen. Er sagt: Never change a winning team! Und verteilt noch mehr Macht an seine bisherigen Regierungsmitglieder. Die Grünen brachten mit Gabi Fischer zwar ein neues Gesicht aufs Spielfeld, ihr Spielkapital wurde aber drastisch reduziert. Die im Wahlkampf ihr Kernthema als „Umweltfighter“ trommelnde Ökopartei musste beim Natur- und Umweltschutz kräftig Milch geben. Themen wie Kraftwerks- oder Liftbauten beackert jetzt der Bauernbündler Josef Geisler. Die grüne Chefin Ingrid Felipe darf seltene Blumen schützen und die Buntheit der Schmetterlinge bewundern.

In Wahrheit sind jetzt die Schwarzen die Hüter der Schöpfung. Genau genommen haben sie mit der Hereinnahme der Grünen eine bedrohte Art vor dem Aussterben bewahrt. Die Ökopartei flog zuletzt ja bei Wahlen auf Bundes- und Landesebene reihenweise aus den Parlamenten. In Tirol wird jetzt ein Pflänzchen gehegt, das Setzlinge für künftiges Wachstum heranziehen soll. Gelingt das nicht, geht es den Grünen so wie einst den Dinosauriern. Große Mäuler mit scharfen Zähnen haben keine Garantie auf dauerhaften Bestand! Ob das, was die ÖVP mit den Grünen tut, fair ist? Mathematisch gesehen ja! Von 100 Prozent aller Wähler gingen nur 60 Prozent zu den Urnen. Davon wählten nur zehn Prozent die Grünen. Am Land, wo es die Natur zu schützen gilt, waren das gerade mal fünf Prozent. Da wäre es nicht gerecht, wenn bei existenziell wichtigen Tourismusprojekten der Schwanz mit dem Hund wedelt. Außerdem pflegen bei uns die Bauern die Landschaft – auch die politische. Diese drei Prozent der Bevölkerung wissen, wie man die Hochbeete der Macht gießt. Die Grünen, heißt es, haben sich bei den Verhandlungen rund um die Mindestsicherung durchgesetzt. Und sich damit selbst zumindest für weitere fünf Jahre abgesichert!

Meinhard Eiter


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