Seefeld freut sich auf die Deutsche Nationalelf

Vorstand und Geschäftsführung ehrten folgende langjährige Mitarbeiter: Claudia Seitz, Aline Eckstein (10 Jahre), Andreas Ripfl, Helmut Krug (20 Jahre) sowie Martin Neuner (30 Jahre). Foto: Olympiaregion

Erstmals werden sich Ende Mai Jogi Löw und seine Teamspieler in Mösern und Seefeld auf ein int. Turnier vorbereiten

Obwohl die Vollversammlung des Tourismusverbands Seefeld im Saal Hohe Munde in Leutasch nur mäßig besucht war, konnten die Vorstände der Olympiaregion die Jubelmeldung nicht hintanhalten: Die Deutsche Nationalelf unter Jogi Löw wird sich Ende Mai am Plateau für die Fußballeuropameisterschaft 2020 vorbereiten. Der Jahresabschluss 2018 wies einen Jahresüberschuss von 399.000 Euro auf. Das Budget im kommenden Jahr wurde mit 9,9 Millionen Euro fixiert. Sehr erfreut zeigte man sich über den Verlauf der Nordischen WM in Seefeld, die dem Ort einen Investitionsschub von 65 Millionen Euro beschert hatte. 

Das geringe Interesse an der Vollversammlung (nur ca. 100 Zuhörer waren im Saal) fasste Aufsichtsratsvorsitzender Alexander Schmid wie folgt zusammen: „Das hat sich der sehr professionell agierende Vorstand zwar nicht verdient. Aber es ist wohl die familiärste Versammlung, die ich je erlebt habe!“ Vorstand Markus Daschil blickte in seinem Bericht noch einmal auf die zahlreichen Infrastrukturbauten zurück, die durch die WM in Seefeld realisiert wurden: „Der Bahnhof mit ICE-Anbindung, der neue Loipenkörper mit Beschneiungsanlage und Beschneiungsteich sowie die neuen Sportanlagen für Tennis und Fußball sind auf lange Frist wichtige Investitionen für den Tourismus. Die Olympiaregion hat im Vorjahr auch in Leutasch viel ins Loipennetz investiert und die traumhaften WM-Bilder werden langfristig in den Köpfen potentieller Seefeld-Besucher verankert bleiben!“ Sein Kollege Christian Wandl meinte, dass man trotz der intensiven finanziellen Diskussionen mit dem Bau des Infocenters in Scharnitz die richtige Entscheidung getroffen habe. Die Veranstaltungsreihe „Entdecke die Olympiaregion“ habe sich sehr gut bewährt, erstmals konnte man die Regionsbusse in die Gästekarte aufnehmen.

GUT ORGANISIERT. Geschäftsführer Elias Walser: „Mir war es ein wichtiges Anliegen, dass wir in der Organisation schlagkräftig aufgestellt sind. Unter anderem haben wir mit Joachim Pölzl einen neuen Chef für die Destinations- und Produktentwicklung gefunden. In Seefeld, Scharnitz und Reith entstanden neue Infobüros. Mit dem Projekt ’Sound of Seefeld’ wollen wir neue Zielgruppen ansprechen.“

Gemeinsam mit Obmann Alois Seyrling stellte er schließlich das Jahresergebnis und das Budget vor. Es wird Einnahmen und Ausgaben von rund 9,9 Millionen Euro umfassen.

AUF RICHTIGEM WEG. Beim Tagesordnungspunkt Allfälliges warf Marketing-Expertin Silvia Frenes ein, dass der Marketinganteil von zwei Mio. Euro am Gesamtbudget zu nieder sei. Obwohl man mehr als zwei Millionen Gäste beherbergte, sei das Jahresergebnis im Tirolvergleich sehr schlecht. Walser erinnerte an die vielen Einzelzimmerbelegungen während der WM: „Außerdem waren das Hotel Seespitz und der Campingplatz geschlossen. Betrachtet man aber die Auslastung der Betriebe und die Vollbelegstage, so sind wir am richtigen Weg.“

Von Bernhard Rangger

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