Seekirchlsee und E-Projekt beschlossen

Bereits 2013 entstand diese Fotomontage, die GR Sepp Kneisl und Bgm. Werner Frießer mit ihrer Vision vom Seekirchlsee zeigt. Fotomontage: Rangger

Gemeinsame E-Initiative von Gemeinde Seefeld, TVV, ÖBB und Tiwag – Beim Seekirchl wird der Rabach aufgeweitet

Mit einem neuen Bed & Breakfast-Projekt am Bahnhof, mit einem E-Mobiliätskonzept, welches die Gemeinde Seefeld gemeinsam mit professionellen Partnern wie ÖBB, Tiroler Verkehrsverbund und TIWAG umsetzen will, sowie der Errichtung mehrerer Teiche rund ums Seefelder Wahrzeichen, dem Seekirchl, beschäftigten sich die Seefelder Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung. Mit den Baumaßnahmen entlang des Rabachs wurde bereits begonnen. Durch die Regenfälle der letzten Woche ist der Boden jedoch so stark durchfeuchtet, sodass man Verzögerungen bis ins Frühjahr befürchtet.

„Es wird ein sehr schönes Projekt, welches viele Gäste als zusätzliche Attraktion empfinden werden“, warb Bürgermeister Werner Frießer nach der Präsentation von GR Sepp Kneisl für eine breite Zustimmung. Dieser erinnerte daran, dass bereits unter Kaiser Maximilian die Hofburg mit Speisefischen aus einem Stausee rund ums Seekirchl beliefert wurde: „Die Aufweitungsmaßnahmen haben wir bereits im Westen bei der Baustelle des neuen Technical Center westlich des Fußballplatzes begonnen. Jene Seggen, die sich durch das Kunstschneelager im Bereich des Seekirchls angesiedelt haben, können wir verpflanzen. Dort entsteht ein kleiner Hügel. Der Rabach wird teilweise verlegt und an mehreren Stellen aufgeweitet. So entstehen mehrere Teiche und zwei kleine Seen. Die Spazierwege in diesem Bereich werden auf  Holzbohlen aufgeständert und in die Casino-Arena geführt. Die Langlaufloipen werden Richtung Pfarrerbichl verlegt. 350.000 Euro muss die Gemeinde aufbringen. Den Rest von insgesamt ca. 800.000 Euro übernehmen Land und Bund, welcher in Hinblick auf die WM einen Sportförderung für den neue Medal Plaza vor dem Seekirchl übernimmt!“

DEBATTEN. Heftige Debatten löste der Antrag vom Architekturbüro Meissl aus, im Bereich der Bahnhofspassage gleich neben der Südtiroler Stube ein Bed&Breakfast-Hotel mit 40 Betten zu errichten. Einig waren sich die Gemeinderäte, dass eine Aufstockung mit einem südseitig angebrachten gläsernen Frühstücksraum als Dachgeschoss im Dorfzentrum verträglich sei. Vor allem die Parkplatzfrage sorgte aber für Debatten, da wegen des bestehenden Hauses keine Tiefgarage möglich ist. Meissl hatte sich mit Nachbar Alois Albrecht darauf geeinigt, dass er eine Abschlagszahlung an die Gemeinde leisten werde, weil Albrecht beim Karwendelhof zusätzlichen Parkraum schafft. Dieser wiederum verlangte von Meissl, den Hotelbau so zu gestalten, dass ihm dieser bei einer allfälligen Erweiterung des Hotel Post nicht behindern werde. Sogar ein direkter Anbau an das Bed&Breakfast-Projekt sei möglich, hieß es. Unter Allfälliges berichtete GR Kneisl über eine Besprechung mit den Vertretern von ÖBB, Verkehrsverbund und TIWAG, an der auch die Gemeinderäte Toni Hiltpolt und Erna Andergassen teilgenommen haben: „Die ÖBB wollen in Steinach, Jenbach und Seefeld E-Mobilitätsprojekte mit Carsharing umsetzen. Die Tiwag errichtet am Bahnhof und im Bereich der Rosshütte E-Tankstellen. Der Verkehrsverbund könnte schon bei der WM Elektrobusse einsetzen. Wir haben daher vereinbart, dass man ein E-Mobiltätsprojekt ausarbeiten wird, zu dem die Gemeinde 10.000 bis 15.000 Euro beitragen solle!“ Andergassen: „Die Carsharing-Autos können via App oder im neuen Tourismusbüro angemietet werden.“  Alle Gemeinderäte stellten sich hinter das Vorhaben, da man mit den genannten Firmen professionelle Partner im Boot habe und deshalb das Projekt erfolgreich umzusetzen sei.

Von Bernhard Rangger

 

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