Seit 60 Jahren ein Ehegespann

Gertrud und Reinhold (StuRe) Sturm feiertem vor Kurzem ihre diamantene Hochzeit. Foto: BH Reutte

StuRe und sein „Ehegespons“ feiern Diamantene Hochzeit

„StuRe“ – Diese fünf Buchstaben sind am Ende der „Umi’gschaut“-Texte zu lesen. Und jeder weiß dann: „Ah, der Sturm hot wieder ebbas g’schriebe!“ Aktuell, ein bisschen zynisch, bisweilen kritisch und immer auch die Ansichten des „Ehegespons“ abbildend, schauen die RUNDSCHAU-Leser immer gerne mit dem „Sturmgespann“ „umi“.

Gertrud und Reinhold Sturm (StuRe) feierten vor Kurzem ihre Diamantene Hochzeit. Seit 60 Jahren gehen sie gemeinsam durchs Leben, schauen aufeinander – machmal gerna auch „umi“. Ein klein wenig dürfen die Leser der RUNDSCHAU und das RUNDSCHAU-Team die beiden auf ihrem Weg begleiten.

Kennengelernt haben sich der gebürtige Lechaschauer und die Bankangestellte aus dem schwäbischen Moorheilbad Bad Waldsee in Wängle. Gertrud war mit ihren Eltern und einer Freundin in Lechaschau auf Urlaub. Die beiden Jugendfreundinnen suchten wegen eines Wetterumschwungs den damaligen Treffpunkt der Jungen und Junggebliebenen, den Gastbetrieb „Schießstand“, auf. Auch Reinhold, der auf dem Weg nach Wängle war, zwang der Wettergott zur Einkehr in den „Schießstand“, wo er auf die hübsche Schwäbin Gertrud traf. Zwischen den beiden hat es gleich gefunkt. Und es folgte über zwei Jahre lang ein bewegtes Hin und Her zwischen dem Schwabenland und Tirol, das schließlich zum Ja- Wort führte. Standesamtlich wurde in Bad Waldsee, kirchlich in Kempten geheiratet. Nach der Eheschließung bezog das junge Paar eine Wohnung im Hause Martin Frick in Lechaschau. 1974 übersiedelten sie dann nach Abschluss verschiedener Umbauarbeiten in Reinholds Elternhaus. Reinhold besuchte, wie seine beiden Brüder, das bischöfliche Gymnasium Paulinum in Schwaz und maturierte dort. Nach seiner Rückkehr ins Außerfern war es damals schwierig, eine angestrebte Anstellung im öffentlichen Dienst zu finden, da überall Aufnahmesperre herrschte. Für ein Jahr fand er dann eine Stelle als Urlaubsvertretung bei der Post in Reutte und Innsbruck. Ab September 1954 konnte er dann im Finanzamt in Reutte anfangen und kletterte dort bis zu seiner Pensionierung 1991 die Karriereleiter stetig nach oben. Reinhold war immer schon ein kritischer Geist, dem vor allem die deutsche Sprache viel Freude machte. Als er sich beim Redakteur der „Außerferner Nachrichten“ einmal über Fehler in der Zeitung beklagte, bot ihm dieser spontan eine Stelle als Lektor/Korrekturleser an. Und so begann seine Laufbahn bei der Zeitung. Er war nicht nur zehn Jahre lang als Korrektor beim „Außerferner“ tätig, sondern begann auch, Glossen zu verfassen und zu veröffentlichen. Sein „Umig`schaut“ in der RUNDSCHAU sorgt durchwegs für Erheiterung.
Gertrud war einige Jahre in Heimarbeit bei der Firma Lindner in Tannheim angestellt, wo sie für die Fertigung von Glaslustern tätig war. Daneben kamen der Haushalt und die Familie nicht zu kurz. Reinhold war mehrere Jahre Mitglied des Kirchenchors und der Scholagruppe. Zudem war er auch Obmann des Pfarrkirchenrats. Auch als Obmann der Grundzusammenlegung war Reinhold Sturm im Gemeindeleben engagiert und ist nach wie vor an den Vorgängen in seiner Gemeinde bzw. dem Bezirk interessiert. Seine Frau war stets im Hintergrund tätig und hielt ihrem Mann den Rücken frei.
Wenn man heute die unerlässliche Frage stellt, wie man 60 Jahre Zweisamkeit verbringt, so kommentiert dies der Hausherr verschmitzt mit dem Wort „unfallfrei“. Das schönste Kompliment gebühre dabei seiner Ehefrau, da das Eheglück hauptsächlich auf die besonnene und gekonnte „Bootsführung der Kapitänin“ zurückzuführen sei. Das Fest der Diamantenen Hochzeit feierten die rüstigen Eheleute, die stolz auf ihre beiden Kinder und zwei Enkelkinder sind, im Kreis der Familie.
Zum besonderen Ehejubiläum gratulierten BH Katharina Rumpf und Bgm. Hansjörg Fuchs und überbrachten das Ehrengeschenk des Landes Tirol.

Liebe Gertrud, lieber Reinhold-StuRe!
Wir, das Team der RUNDSCHAU Reutte – Manu, Susanne, Victoria und Sabine wünschen von Herzen alles Gute zu eurer Diamantenen Hochzeit. Lasst uns weiter miteinander „umischau’n!“