Seit zehn Jahren alles im Blick!

Susanne Wagner, Victoria Müller und Sabine Schretter (v.l.) sind das „frauenpowervolle“ Team der RUNDSCHAU Reutte. Foto: Reiter
Der RUNDSCHAU-Lesernachwuchs steht schon in den Startlöchern! Die beiden Grafikerinnen, Tamara Frischauf (1.v.l.) und Manuela Anderwald (Hohenrainer) (4.v.l.) stockten in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Jungleser um drei stramme Buben auf. Matteo (2.v.l.), Noah (3.v.l.) und Elias (5.v.l.) haben schon jetzt den vollen Durchblick. Obwohl mit ihren Kindern gut beschäftigt und ausgelastet, helfen Manu und Tamara stets gern aus, wenn Not an der Frau ist und unterstützen das Kernteam der RUNDSCHAU Reutte. Dafür gebührt beiden ein herzliches „Dank schia“! RS-Foto: Schretter

Die RUNDSCHAU Reutte feiert einen „Runden“

Seit über 90 Jahren wird die Außerferner Bevölkerung flächendeckend wöchentlich über das regionale Geschehen informiert. Vertraute Tradition, denn Aktuelles, Wissenswertes und Interessantes erfährt man eben aus der Zeitung. Seit nunmehr zehn Jahren ist die RUNDSCHAU Ausgabe Reutte – die führende Wochenzeitung im Oberland und Außerfern – ein Fixstern am „Bezirksmedienhimmel“.

Zehn Jahre sind allemal ein Grund zum Feiern, aber auch ein Anlass, um zurückzublicken und in der Vergangenheit zu stöbern.
Lokale Berichterstattung war schon immer wichtig. Gerade in Zeiten, in denen Radio und Fernsehen noch in den Kinderschuhen steckten und Internet und Social Media noch Zukunftsmusik waren, verbreiteten das geschriebene Wort und vor Ort recherchierte Geschichten lokale Nachrichten.
„Hast du das schon gehört?“ „Ja, das habe ich in der Zeitung gelesen!“, sind Sätze, die – auch heute noch – häufig gewechselt werden und die Allgegenwärtigkeit einer regelmäßig erscheinenden Lokalzeitung deutlich machen.

Das Außerfern liest.

Unter dem Namen „Ausferner Bote“ wurde das Wochenblatt für den Bezirk Reutte am 15. Mai 1922 von Hildebert Knittel gegründet und ist damit die älteste Lokalzeitung Tirols. Lückenlos – wenn auch unter wechselnden Namen – geht die Lokalzeitung bis heute an alle Haushalte des Bezirks. Besonders in den Köpfen vieler Außerferner verankert ist der Zeitungstitel „Außerferner Nachrichten“. Franz und Josefine Merk veröffentlichten am 2. Oktober 1948 „den ersten Außerferner“. 45 Jahre lang erschien die Wochenzeitung unter diesem Titel.
1993 gingen die „Außerferner Nachrichten“ in den Besitz der „Tiroler Wochenzeitung Verlagsgesellschaft m.b.H.“, die zur Moser Holding gehört, über. Kurzzeitig liefen die „Außerferner Nachrichten“ unter dem Titel „Tiroler Woche – Außerferner Nachrichten“.
2008 kaufte schließlich die „Oberländer Rundschau GmbH“ das Titelrecht der „Tiroler Woche“, sprich den Titel „Außerferner Nachrichten“. Mit diesem Titelkauf nahm Geschäftsführer Kurt Egger, der 1978 die „Oberländer Rundschau“ gegründet hatte, die „Rundschau – Ausgabe Reutte “ in das Sortiment auf.
Das Trachtenpärchen mit Schriftzug als Originallogo der ehemaligen „Außerferner Nachrichten“ kennzeichnet heute die „RUNDSCHAU – Ausgabe Reutte“ als wahren Nachfolger des „Außerferner“ – wie die „Außerferner Nachrichten“ heimatverbunden genannt worden waren.
Nach der Stammausgabe Imst erschien bereits im Jahre 1984 die zweite Bezirksausgabe der RUNDSCHAU im Bezirk Landeck.

Wir sind die RUNDSCHAU Reutte.

Jede Woche – Mittwoch oder Donnerstag – wird die RUNDSCHAU kostenlos an alle Haushalte des Bezirkes Reutte verteilt. Wie allgemein bei Printmedien üblich, finanziert sich auch die RUNDSCHAU über Kleinanzeigen und Inserate.
Die „Oberländer Rundschau GmbH“ ist als eines der ersten Verlagshäuser österreichweit online gegangen. Heute arbeiten in der RUNDSCHAU-Redaktion Online- und Printabteilung Hand in Hand. Jede Woche geht die Printausgabe online und steht so dem Konsumenten kostenlos zur Verfügung.
Die Redaktion der RUNDSCHAU – Reutte ist im FMZ Lechpark angesiedelt und zu 100 Prozent in weiblicher Hand. Wer steckt hinter dieser geballten Frauenpower? Susanne Wagner zeichnet für den Anzeigenverkauf und die Werbeberatung verantwortlich. Victoria Müller obliegen Grafik und Design. Bei der wöchentlichen Zeitungsproduktion ist sie der führende Kopf. Mag. Sabine Schretter leitet die Redaktion Reutte, übernimmt den journalistischen Part und ist für den Inhalt verantwortlich.
Dass der RUNDSCHAU auch die Nachwuchsleser nicht ausgehen, zeigen die „RUNDSCHAU-Babies“, die zwei, derzeit in Karenz befindliche Mitarbeiterinnen, auf Trab halten. Manuela Anderwald (Hohenrainer) war bis 2013 für Grafik und Produktion zuständig. Zur Zeit ist sie mit Leib und Seele Mama von Noah (5) und Elias (1), vertritt aber in Urlaubszeiten und – wann immer notwendig – Susanne Wagner und Victoria Müller. Tamara Frischauf managte Produktion und Grafik bis April 2018. Dann trat Matteo (fast fünf Monate) in ihr Leben und seitdem dreht sich bei Tamara alles um den kleinen Mann. Manuela und Tamara sind gern gesehene Besucher in der Redaktion und bringen mit ihren Jungs immer wieder willkommene Abwechslung in die Redaktion.

Wissenschaftlich beleuchtet.
Daniel Alber spannte in seiner vorwissenschaftlichen Arbeit den Bogen von den Anfängen der Außerferner Lokalzeitung bis zur RUNDSCHAU – Ausgabe Reutte in der Gegenwart. „Lokale Nachrichten in der Zeit unserer rasanten digitalen Entwicklung interessant und vor allem informativ zu gestalten und dafür zu sorgen, dass diese Nachrichten allwöchentliche Leser erreichen – das ist sicherlich keine leichte Arbeit. Deshalb kann ich der Rundschau Reutte zum zehnjährigen Jubiläum nur gratulieren. Auf viele weitere Jahre Zeitungsgeschichte in unserem schönen Außerfern!“, findet er anerkennende Worte zum zehnten Geburtstag. Foto: Alber

Als wesentliche Quelle für die Erarbeitung dieses Berichtes diente die vorwissenschaftliche Arbeit von Daniel Alber. Unter dem Titel „Die gestaltungstechnische und inhaltliche Veränderung der ,Außerferner Nachrichten’ von der Gründung bis zur ,RUNDSCHAU – Ausgabe Reutte’ in der Gegenwart“ reichte er die Arbeit im Schuljahr 2014/15 am Gymnasium Reutte ein.
„Ich habe mich schon immer für Zeitungen im Allgemeinen – und für lokale Berichterstattungen im Speziellen interessiert. Die Frage, die ich mir damals gestellt habe, war jene, wie sich eben der Inhalt, die Sprache und das Layout von Lokalzeitungen im Laufe der Zeit verändern bzw. an die Leserschaft anpassen müssen, um nicht ihre Attraktivität und vor allem die Leser zu verlieren. Bezogen auf unsere Lokalzeitung, die RUNDSCHAU – Reutte, wollte ich eben deren Werdegang seit ihrer Gründung möglichst genau unter die Lupe nehmen und herausfinden, zu welcher Zeit es Umbrüche in den Themen sowie der Gestaltung gegeben hat bzw. geben hat müssen. Dazu war mir aber auch wichtig zu sehen, wie relevant diese Zeitung für unseren Bezirk ist. Mittlerweile noch mehr als damals leben wir in einer digitalen Konsumwelt, in der beinahe alles über unsere Smartphones recherchiert, gelesen, geliked und gepostet werden kann.
Beim Erstellen meiner Arbeit fiel es mir anfangs nicht leicht, vor einem ungeheuerlichen Zeitungsstapel zu sitzen und daraus eine gewisse Struktur für meine Arbeit abzuleiten. Ich habe versucht, vom „Außerferner Boten“ weg bis hin zur RUNDSCHAU – Ausgabe Reutte meine Analyse in zeitliche Abschnitte einzuteilen, bei denen Trendänderungen am größten bzw. offensichtlichsten waren – sei es beim Zeitungstitel, seinem Format oder auch bei der Gestaltung des Zeitungskopfes. Der Umfang meiner Arbeit wurde jedoch immer größer und sprengte fast den Rahmen einer VWA, da ich auch auf ein gewisses Limit an Zeichen zu achten hatte. Deshalb lag die größte Arbeit sogar darin, die Ergebnisse meiner Analyse so kurz und prägnant wie nur möglich niederzuschreiben. Besonders geschätzt habe ich damals die Zusammenarbeit mit der RUNDSCHAU Redaktion, da ich zu jeder Zeit Zugang zum Archiv hatte und auch Fotos der Zeitschriften machen durfte“, schildert Daniel Alber die Beweggründe und Schritte gegenüber der RUNDSCHAU.
Die Historie der ältesten Tiroler Lokalzeitung ist dank des mit 1922 beginnenden Zeitungsarchivs gut dokumentiert. Gegenwärtig ist das Team der RUNDSCHAU – der führenden Wochenzeitung im Oberland und Außerfern – Ausgabe Reutte bemüht, die Zeitung für alle Außerferner zu sein.

Als neues Mitglied im Team der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RUNDSCHAU darf ich mit diesen Zeilen mein „Schreib-Debüt“ feiern.
Nach Abschluss meines Studiums an der Universität in Innsbruck (Lehramt Geschichte und Deutsch), absolviere ich derzeit mein Unterrichtspraktikum in Reutte. Mein Interesse an Menschen und ihren Geschichten führte zu dem Entschluss, mich auch in der journalistischen Arbeit zu versuchen. Ich freue mich, die Gelegenheit dazu bekommen zu haben und bin gespannt, was meine künftige Tätigkeit bei der RUNDSCHAU für mich bereithält. Foto: Winkler

Vor wenigen Tagen ist die „RUNDSCHAU Reutte-Familie“ um eine freie Mitarbeiterin größer geworden. Wir heißen Magdalena Winkler herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihr.