Silzer Neujahrsempfang

Gut besucht war der Neujahrsempfang der Gemeinde Silz im Gemeindesaal. RS-Foto: Dorn

Gemeinde nimmt alte Tradition wieder auf

Unter Altbürgermeister Hermann Föger war es üblich, dass die Gemeinde Silz jährlich ihre wichtigsten Bürger zum Neujahrsempfang einlud. Nach jahrelanger Pause nahm Fögers Nachfolger Helmut Dablander – nach Drängen seiner Gemeinderäte – diese Sitte wieder auf und veranstaltete im Gemeindesaal erneut einen Empfang zum neuen Jahr.

Von Agnes Dorn

In seiner Ansprache vor vielen geladenen Gästen ging Dorfchef Helmut Dablander zunächst auf das abgelaufene Jahr 2019 ein, das der Gemeinde Silz unter anderem den Wiederkauf der beiden Kleinwasserkraftwerke und die Wasserrechte aller Quellen bescherte. Ein neuer Bauhof in der Nähe von sechs neuen Betrieben im Gewerbegebiet im Osten von Silz wurde errichtet und die Freiwillige Feuerwehr erhielt ein neues Tanklöschfahrzeug. Erstmals in Dablanders Amtszeit hat die Gemeinde indes für den Neubau des Kindergartens ein Darlehen aufnehmen müssen, worauf der Dorfchef in seiner Rede dezidiert hinwies. Der Holzbau, der mittels Luftwärmepumpe beheizt wird, soll noch im heurigen Frühjahr bezogen werden.

Bürgermeister Helmut Dablander bei seiner Neujahrsansprache. RS-Foto: Dorn
Projekte

Bereits im vergangenen Jahr wurde die neue Poststelle inklusive Bürgerservice im Gemeindehaus bezogen. Die Straßen- und Wasserleitungssanierung schreitet ebenso voran wie der parallel dazu vollzogene und vom Land geförderte Breitbandausbau. Im Ortsteil Zange wurden kürzlich acht Eigentumswohnungen übergeben sowie neun Bauplätze verkauft. Der Sportplatz am Pirchet sowie die Eisarena wurden generalsaniert und die Planung des Sportcafés in Angriff genommen. Kommunalsteuereinnahmen in der Höhe von 930.000 Euro konnte die Gemeinde verbuchen, wobei 40 Prozent aus Kühtai, 50 aus Silz und weitere zehn Prozent vom gemeinsamen Gewerbegebiet Stams-Mötz-Silz kommen. Bei einem Investitionsvolumen der geplanten Projekte für das heurige Jahr in der Höhe von 1,6 Millionen Euro (abzüglich der Fördergelder) sei Sparen angesagt, so Dablander. So sei beispielsweise die Sanierung des Pirchet-Sportplatzes, die Fortsetzung der Innbrücken-Sanierung, der Neubau des Fahrradständers der ÖBB, der Umbau des Sportvereinshauses, die Digitalisierung der Volksschulklassen oder auch der Umbau des alten Kindergartens in ein „Haus der Musik“ geplant. Der Erfolgsprojekt „Das Inntal summt“ wird fortgesetzt und der Themenweg vom „Korn zum Brot“ an Wasserfall in Angriff genommen.

Die Musiker von Nobl unterhielten die Gäste mit feinster Hintergrundmusik. RS-Foto: Dorn

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.