Skiweg-Einigung

Der Skiweg am Hinteren Brunnenkogel im Pitztaler Gletscherskigebiet, der 2018 ohne Genehmigung verbreitert wurde. Foto: ÖAV/Abteilung Raumplanung & Naturschutz

Rückbau von Teilen des Skiwegs am Pitztaler Gletscher

In der Causa des gesperrten Skiwegs am Pitztaler Gletscher scheint nun endlich ein Ende in Sicht: Die naturschutzrechtlichen Verhandlungen fanden vergangene Woche in der Bezirkshauptmannschaft Imst statt – und man wurde sich einig. Die Verantwortlichen müssen noch in diesem Jahr Teile des Skiwegs wieder zurückbauen.

Von Barbara Heiss

Bald können Wintersportler die gesperrte Piste wieder nutzen. Foto: Pitztaler Gletscherbahnen

Wir haben den ganzen Vormittag über verhandelt und sind zu einem positiven Ergebnis gekommen“, erklärt Bezirkshauptmann Raimund Waldner. Bedingungen für das Öffnen der Skipiste sind das Auffüllen der zerstörten Geländekuppe, damit vor allem die Bergkulisse wieder hergestellt ist, die bei den illegalen Bauarbeiten i m Jahr 2018 teilweise abgebrochen wurde. Zudem darf im „Natura 2000“-Gebiet kein  Skibetrieb mehr stattfinden und der Skiweg so abgeändert werden, dass das dortige Gebiet nicht beansprucht wird. Die Bezirkshauptmannschaft erstellte innerhalb einer Woche einen offiziellen Bescheid. „Alle Beteiligten hätten nun vier Wochen Zeit, um eine Beschwerde einzulegen. Heute kam die Nachricht, dass die Beteiligten auf eine Beschwerde verzichten“, so Waldner. Der Skibetrieb kann demnach wieder aufgenommen werden. In einer offiziellen Stellungnahme des Landes Tirol wird noch einmal darauf hingewiesen, dass „die gesetzlich vorgesehene Vorgehensweise einzuhalten ist: Projekte müssen immer vorab beantragt und im Anschluss behördlich verhandelt und genehmigt werden“.

 

Langer Weg

Bereits im Frühjahr des Jahres 2018 wurde der Skiweg am Hinteren Brunnenkogel im Pitztaler Gletschergebiet illegal verbreitert. Nach neuerlichen Bauarbeiten ohne Genehmigung zog die Bezirkshauptmannschaft Imst im November 2018 die Notbremse und sperrte den Skiweg bis auf Weiteres. Die Pitztaler Gletscherbahnen begründeten die erneuten baulichen Maßnahmen in einer Stellungnahme damals als „Notwendigkeit für die Gewährleistung eines sicheren Skibetriebs“. „Wir waren der Ansicht, dass dies im Rahmen der Sorgfaltspflichten zum Schutz der Menschen notwendig sei, um in diesem Bereich einen sicheren Ski- betrieb zu gewährleisten. Aufgrund der klimatischen und geologischen Bedingungen müssen die Zäune Jahr für Jahr gewartet und neu gesichert werden“, so die Geschäftsführung der Pitztaler Gletscherbahnen damals in ihrer
Aussendung.

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