Sölden feiert 25 Jahre Weltcup-Opening

Der Sieg ging an die Französin Tessa Worley, den zweiten Platz eroberte Federica Brignone, Dritte wurde Mikaela Shiffrin, Vierte Viktoria Rebensburg (3.v.r.) und Stephanie Brunner (2.v.r) feierte ein fulminantes Comeback zeitgleich mit der Norwegerin Ragnhild Mowinckel (r.) auf Platz fünf. RS-Foto: Bundschuh

Riesentorlauf Damen, Fanparade, Siegerehrung und Startnummernverlosung Herren

Vergangenes Wochenende tanzte das Krokodil im wahrsten Sinne des Wortes in Sölden, vor allem am Samstag spätnachmittags und abends. Trotz Schlechtwettereinbruchs wurde von den zahlreich angereisten Fans aus nah und fern gefeiert und das Spektakel genossen.

Von Friederike Bundschuh

Samstag, 17.30 Uhr, Postplatz: Jubelnde Fans und deren Trompeten kündigen den Einzug der Fanparade an, allen voran der Skinachwuchs der heimischen Skiclubs, gefolgt von kreativ geschmückten Wagen und hipp-verkleideten Musikkapellen der verschiedenen Fanclubs. Auch Süßes war fürs Publikum dabei, die Mitglieder des Lara Gut Fanclubs verteilten Schweizer „Ragusa“-Schokolade an die, trotz Schneeregens ausgelassen feiernden, Skifans. Die Prämierung der Wagen hätte am Sonntag nach dem zweiten Durchgang stattfinden sollen, dieser Programmpunkt fiel aber in den „Matsch“, wie leider auch der Riesentorlauf-Weltcupauftakt der Herren. Alles halt Opfer des sich stündlich verschlechternden Wetters. Im Anschluss fand am Postplatz die Siegerehrung der Damen statt. Acht österreichische Skiladies hatten sich für den zweiten Renndurchgang qualifiziert und „legten einen guten Start für die kommende Saison hin“, wie Hans Pum in einem Interview mit Radio Tirol sagte. Speziell Stephanie Brunner feierte ein fulminantes Come-Back nach ihrer Verletzung und konnte sich trotz schwierigster Wetter- und Pistenbedingungen zeitgleich mit der Norwegerin Ragnhild Mowinckel über Platz fünf freuen. Der Sieg ging an die Französin Tessa Worley, den zweiten Platz eroberte Federica Brignone, Dritte wurde Mikaela Shiffrin und Vierte Viktoria Rebensburg.

Wer startet wann?

Weiter gings mit der Startnummernverlosung für den Riesentorlauf der Herrn am Sonntag. Söldens Bürgermeister Ernst Schöpf war guter Dinge in Bezug auf das sonntägliche Wetter: „Wir sind gut gerüstet für den Ablauf am Sonntag und wenn das Wetter es irgendwie zulässt, kriegen wir das hin.“ Manuel Feller wäre mit Startnummer fünf unter den ersten 30 ins Rennen gegangen, Marcel Hirscher mit Nummer sechs, Philipp Schoerghofer mit Nummer 18, Roland Leitinger mit Nummer 25 und Stefan Brennsteiner mit Startnummer 30. „Wäre“ wohlgemerkt, denn Sonntagfrüh gabs ein „weißes Erwachen“. Es hatte am Gletscher über Nacht mehr als 50 cm geschneit, es herrschte nach wie vor heftiger Schneefall und böiger Wind. Pistenchef Isi Grüner: „Anstelle der angekündigten 30 cm fielen in der Nacht 50 cm. Bei Arbeitsbeginn um 2 Uhr Früh glaubte das gesamte Team noch an das schier Unmögliche, das Rennen zu retten.“ Die fertige Rennpiste lag unter feuchten Schneemassen, der Wind transportierte innerhalb von Minuten wieder 20 cm Neuschnee auf die Piste. Sechs Pistenbullys, sechs Quads und ein Heer von Helfern waren gegenüber dem nächtlichen Naturschauspiel machtlos, was zur rechtzeitigen Absage um 8 Uhr früh führte. Rennleiter Rainer Gstrein: „Die Jury kam um 8 Uhr zum Entschluss, dass ein reguläres Rennen nicht möglich sein würde und entschloss sich zur rechtzeitigen Absage.“

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