„Sozial und ökologisch verträglich“

Tausende Gäste besuchten im Vorjahr die Lasershow. Foto: Viona Wang

Der Verein „Positive Eventz“ setzt in St. Anton Akzente

 

Wird St. Anton der erste feuerwerksfreie Tourismusort? Nach der Vorstellung des Vereins „Positive Eventz“ ja. Die -Laser-Silvesterveranstaltung wird nach dem Erfolg im -Vorjahr auch -heuer stattfinden, eine „Firework free zone“ wird wieder -definiert, und die Veranstaltung soll klimaneutral sein. -Gesucht werden noch Unterstützer und ein Sozialverein für den -Ausschank.

 

Von Elisabeth Zangerl

 

Ein Feuerwerk kann als belastend empfunden werden, nicht nur von Menschen, unter der Silvesterknallerei leiden besonders Tiere. Nicht vergessen sollte der Umweltaspekt werden. In St. Anton fand jedenfalls bereits im Vorjahr ein verändertes Silvester statt, veranstaltet vom Verein „Positive Eventz“. Die Initia-toren Obmann Robert Falch und Stellvertreter Martin Jennewein: „Uns geht es um einen nachhaltigen Tourismus. Der Tourismus im Allgemeinen ist nicht mehr so verträglich wie früher.“ „Wir müssen auf unsere Umwelt und die vorhandenen Ressourcen schauen, diese sind nicht unbegrenzt vorhanden“, so Falch, der für ein „harmonisches Miteinander“ von Mensch und Umwelt plädiert. Der erste öffentlich wahrgenommene Akzent des Vereins „Positive Eventz“ war die Lasershow zu Silvester 2017/2018. Das Resümee war hervorragend: Um 0.30 Uhr war der Platz am Westende St. Antons sauber, die Luft rein, alles ging unfallfrei über die Bühne und die rund 4000 Besucher waren begeistert. Heuer veranstaltet der Verein Silves-ter samt Familienshow um 20 Uhr und der Lasershow zu Mitternacht. Die Veranstaltung ist klimaneutral (Partner Climate Partner); die Lasershow hat Thomas Hafner entwickelt, berichtet Robert Falch, der anmerkt: „Wir widmen uns schon seit Juli der Organisation.“

 

UNTERSTÜTZER GESUCHT. Finanziert wird die Silvesterveranstaltung von Anrainerbetrieben sowie Banken, zusätzliche Unterstützung bieten TVB, Gemeinde, EWA u.a. Robert Falch sucht aber noch einen sozialen Verein, der den Ausschank übernimmt: „Die Einnahmen kommen diesem Verein zugute.“ Gesucht werden auch Unterstützer sowie zehn bis 15 Ambassadeure zur Gästeeinweisung: „Im Vorjahr war mehr los als erwartet.“ Interessierte können sich melden: positive.eventz@gmail.com. Unterstützt werden kann der Verein auf www.fireworkfreezone.com, in den Mitgliedsbetrieben sind zudem Sparschweine aufgestellt. Der Eintritt zu den Silvesterveranstaltungen ist frei, es gilt aber das Motto: „Give me five“ – gewünscht sind also fünf Euro Spenden pro Besucher. „Wir möchten solche Veranstaltungen auch in Zukunft weitermachen – es sollten vorbildliche sowie sozial- und ökologisch verträgliche Veranstaltungen sein“, erklärt Falch. Im Sommer wurden vom Verein im Aparthotel Anton „Roof top cinemas“ veranstaltet – mittels Laser-beamer wurden unter freiem Himmel Kinoklassiker auf eine Leinwand projiziert. Robert Falch und seine Unterstützer haben jedenfalls noch viele Ideen: „Wir möchten das groß machen, unser Ziel wäre es, dass St. Anton der erste feuerwerksfreie Tourismusort wird … Wir möchten dazu animieren, mehr nachzudenken und allgemein nachhaltiger zu arbeiten.“ Robert Falch ergänzt: „Ich sehe für St. Anton eine sportliche Zukunft – Massentourismus ist ok, mit der Partykultur sollte vernünftig umgegangen werden – aber: Zu viel Party ist der Untergang eines sportlichen Qualitätstourismus.“

 

Robert Falch und Martin Jennewein gründeten den Verein „Positive Eventz“. RS-Foto: Zangerl

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