Sozialplan für Alaba

Liebe Freunde der neoliberalen Wirtschaft!

Ich bin verunsichert. Jetzt haben wir doch alle über die Jahre unsere Wohnungen mit Billigmöbeln ausgestattet – und jetzt das: Die Möbelgiganten Leiner und kika sind pleite. Mussten verkauft werden. Und daraus resultierende Schließungen der Läden kosteten hunderte Arbeitsplätze. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Genau in jener Phase, wo unsere Regierung ein Gesetz beschließt, dass Arbeitnehmer täglich zwölf und wöchentlich 60 Stunden hakeln dürfen, geht ein Wirtschaftswunder flöten. Selbst David Alabas Werbespruch „I bin a kika“ scheint nichts genutzt zu haben. Die Frage ist, ob der Kicker jetzt selbst entlassen wird. Teil des Sozialplans für die Menschen ohne Job dürfte er nicht werden. Mit den paar Milliönchen, die er bei Bayern München für 90 Minuten Arbeit pro Woche verdient, dürfte er über die Runden kommen. Und bei Geldproblemen könnte er immer noch ein Beratungsgespräch bei seinem Präsidenten Uli Hoeneß führen. Rene Benko, der Tiroler Wunderwuzzi, hat die Leiner-Gruppe gerettet, heißt es. Wer die Hinterbliebenen am Arbeitsmarkt betreut, bleibt fraglich. Mehr denn je. Denn auch beim Arbeitsamt, sorry Arbeitsmarktservice, wurden ja die Mittel gekürzt. Wer könnte ein Retter sein? Vielleicht unser Ex-Finanzminister Schilling, sorry, Schelling? Er hat ja bei Leiner und kika das Sparen gelernt. Und XXX-Lutz beigebracht, wie man auf Malta steuerschonend Konten pflegt. Auf die Arbeitslosen schaut sicher unsere Sozialministerin Hartinger-Klein. Die weiß, wie man mit 150 Euro pro Monat auskommt. Wie Niki Lauda will sie nichts verschenken. Ob sie trotzdem bei der Kneissl-Hochzeit mit Putin eingeladen war, entzieht sich meiner Kenntnis. Weil ja sowohl im Innen- als auch im Außenministerium das Tragen von Geheimniskrämereien höchsten Staatsinteressen unterstellt ist. Zurück zu Alaba. Der ist gut versichert. Schließlich ist unser Vizekanzler ja auch Sportminister. 

Meinhard Eiter

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