Spar-Markt, Kinderkrippe und Bauland

Für die Siedlungserweiterung stimmten acht der elf anwesenden Stamser Gemeinderäte. RS-Foto: Dorn

Bauvorhaben der Gemeinde Stams für dieses Jahr

Nachdem in der ursprünglich gemeinsamen Kinderkrippe in Silz keine neuen Kinder aus Stams mehr aufgenommen werden, hat die Gemeinde Stams sich dazu entschlossen, selbst Räumlichkeiten zu organisieren, in denen die Don Bosco Schwestern eine Kinderkrippe betreiben werden. Der geplante Spar-Markt an der Ortseinfahrt soll bereits Anfang Juli eröffnet werden und für die bereits gestartete Baulandumlegung in Windfang wird man noch vor Mitte März mit der Erschließung beginnen.

Von Agnes Dorn

Im Kindergarten der Don Bosco Schwestern in Stams habe maximal eine Kinderkrippen-Gruppe mit zwölf Kindern Platz und der Aufwand für eine Adaptierung der Räumlichkeiten sei zu groß. Man bräuchte zudem mindestens zwei Gruppen, weshalb ein Zubau an den bestehenden Kindergarten durchaus Sinn mache, so Bürgermeister Franz Gallop in seinem Bericht bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Er habe mit dem Architekten sowie den Don Bosco Schwestern schon erste Gespräche geführt. Bis der Neubau allerdings stehe, brauche man eine Übergangslösung, die nun in Sicht wäre. Die Räumlichkeiten, in denen die Rietzer Kinderkrippe bis Herbst untergebracht ist, stünden dann leer und man könnte diese für die nächsten ein bis zwei Jahre anmieten. Einen Grundbeschluss wird der Gemeinderat diesbezüglich zu einem späteren Zeitpunkt fassen.

Bauvorhaben

Das Gebäude, in Besitz des Stiftes am Kreisverkehr, in dem bis vor kurzem noch ein Autohandel untergebracht war, soll Mitte Februar abgerissen werden. Der Spar-Markt, der in weiterer Folge dort errichtet werden wird, soll bereits Anfang Juli dieses Jahres eröffnet werden, so der Bericht des Dorfchefs weiter. Auch die Umsetzung der Begegnungszonen auf der Dorfstraße und vor der Volks- und der Neuen Mittelschule ist für diesen Sommer geplant. Zwei Bauvorhaben stoßen dagegen auf wenig Gegenliebe beim Stamser Gemeinderat: So wolle man sich gegen eine Bodenaushubdeponie in Haslach mit einem Fassungsvermögen von rund 10000 Lkw-Ladungen laut Dorfchef „heftigst wehren“ und auch ein Containerterminal direkt neben der Bahnhofssiedlung, wo 30 bis 120 Lkw-Container (nach dem Endausbau) täglich auf die Schiene verladen werden sollen, wird von den Gemeindemandataren kritisch beäugt.

Siedlungserweiterung

Lange diskutiert wurde die Auftragsvergabe der Baumeisterarbeiten für die Leitungsverlegung und den Straßenbau für die Siedlungserweiterung in Windfang. Dort sollen im Rahmen einer Baulandumlegung 13 bis 14 neue Bauplätze entstehen, von denen die Grundbesitzer anteilsmäßig Wegflächen an die Gemeinde abtreten mussten. Ob diese noch zusätzlich für die Wegerrichtung Kosten beisteuern sollten, sorgte dabei für eine längere Diskussion. Da man für einen frühen Baustart (vor dem 15. März) einen Preisnachlass von der Strabag erhalten wird, wurde nun die Vergabe der Arbeiten zur Errichtung des gesamten rund 150 Meter langen und fünf Meter breiten Wegs mit drei Gegenstimmen beschlossen. Für die derzeit noch als Freiland gewidmeten Parzellen liegt indes erst ein konkretes Bauvorhaben vor, für das die Umwidmung bei der nächsten Sitzung erfolgen wird.

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