SPÖ Tirol will zurück auf die Regierungsbank

Gewerkschafter Harald Schweighofer, der an dritter Stelle gereiht ist, Spitzenkadidat Georg Dornauer und die Listenzweite Gabi Rothbacher wollen die SPÖ wieder nach oben bringen. RS-Foto: Schnöll

„Freu Dich Tirol 🙂 Die neue SPÖ ist da“, lautet die Wahldevise – Dornauer hofft im IL-Bezirk auf zwei Grundmandate

„Die Landtagswahlen am 25. Februar bringen eine Richtungsentscheidung für unser Bundesland. Die Tiroler haben dabei die Möglichkeit, sich für ein Politikkonzept zu entscheiden, das alle Menschen im Land wieder zusammenbringt!“ – Dieses Konzept haben letzten Mittwoch die SPÖ-Landesparteivorsitzende Elisabeth Blanik und ihr Stellvertreter Georg Dornauer jun. unter dem Motto „Politik? Darf man ändern!“ der Öffentlichkeit präsentiert.   Dornauer ist auf der SPÖ-Landesliste hinter Blanik an zweiter Stelle gereiht. Die Bezirksliste Innsbruck-Land wird von ihm angeführt, an zweiter Stelle findet sich die Pollinger Vize-Bürgermeisterin Gabi Rothbacher, auf Platz drei der Gewerkschafter und frühere Haller Vizebürgermeister Harald Schweighofer.  

SPÖ-Landesparteivorsitzende Elisabeth Blanik und ihr Stellvertreter Georg Dornauer wollen frischen Wind nach Tirol bringen und das Bundesland vitalisieren. Das Wahlprogramm der neuen SPÖ Tirol besteht aus zehn Kapiteln, in denen 138 konkrete Maßnahmen für ein modernes und soziales Bundesland gebündelt wurden. Auf 72 Seiten spannt man einen Bogen von A wie „Arbeitsplätze durch Nutzung aller Investitionshebel schaffen“ bis Z wie „Zahl der Transit-LKW halbieren“. „Unser politischer Ansatz wird im Programm deutlich: Uns geht es um die Umsetzung konkreter Projekte für die Tiroler Bevölkerung!“ Neue Wege will man in zentralen Themenfeldern wie etwa beim Wohnen gehen: Hier soll beispielsweise der kommunale Wohnbau als Ergänzung zu den Aktivitäten der gemeinnützigen Wohnbauträger forciert werden. Außerdem steht die neue SPÖ Tirol für eine aktive Wohnbaupolitik der Gemeinden und die Möglichkeit der Einführung von Obergrenzen bei Quadratmeterpreisen im Rahmen der Vertragsraumordnung. Eine Tiroler Wohnbauoffensive 2018-2023 soll 5.000 sozial geförderte Wohnungen mehr bringen, als derzeit geplant. Auch innovative Wohnkonzepte sollen gefördert werden.

HILFE DEM, DER HILFE BRAUCHT. Blanik macht sich auch für ein gutes, respektvolles Miteinander in einem sozialen Bundesland stark:  „Ob es eine in finanzielle Nöte geratene Nachbarin, ein Schutzsuchender aus einem Krisengebiet oder ein naher Verwandter ist, der in Würde seinen Lebensabend gestalten möchte: Hilfe bekommt, wer Hilfe braucht.“

GEMEINDEN STÄRKEN. Klare Vorstellungen hat Dornauer, Spitzenkandidat der neuen SPÖ Tirol im Bezirk Innsbruck-Land, wie die Kommunen gestärkt werden können: „Wir brauchen Planungssicherheit für unsere Gemeinden: Die sogenannten ‚Bedarfszuweisungen‘ dürfen nicht vom Gutdünken des jeweiligen Landesrates oder der jeweiligen Landesrätin abhängen.“ Außerdem will man die Landesumlage abschaffen, um einen dringend notwendigen Belastungs-Stopp für die Gemeinden zu erwirken. Um den ländlichen Raum auf Augenhöhe mit den Ballungszentren zu bringen, will man die Mobilität in der Peripherie ausbauen. Taktverdichtungen in den Stoßzeiten, Ausbau von Park-and-Ride-Plätzen entlang der Inntalfurche, Car-Sharing mit E-Autos und die Wiedereinführung des Direktzuges Lienz–Innsbruck sollen dazu beitragen. Weil heuer ein zusätzliches Grundmandat von Reutte in den Bezirk Innsbruck-Land wandert, erwartet sich Dornauer für die SPÖ zwei Grundmandate und mindestens 15.000 Stimmen. 2013 waren es rund 10.000 Wähler, die der SPÖ im IL-Bezirk das Vertrauen geschenkt haben.

KEIN SCHWARZ-BLAU. Gabi Rothbacher, die SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende und seit 2004 Vizebürgermeisterin in der Gemeinde Polling ist, will sich mit gemeindepolitischen Themen in die Landespolitik einbringen. Kinderbetreuung, Altenpflege, kulturelle Projekte und die Unterstützung von Frauen sind ihr ebenso ein großes Anliegen wie die Förderung von Klein- und Mittelbetrieben. „Die Arbeit in der SPÖ Tirol interessiert mich, ich mache gerne mit“, erklärte sie am vergangenen Donnerstag bei der Präsentation der SPÖ-Bezirksliste in Hall. Der drittgereihte Harald Schweighofer will gegen „Neoliberalismus“ und eine „Entsolidarisierung am Arbeitsmarkt“ auftreten. Und er warnt vor Schwarz-Blau im Land Tirol. Eine solche Koalition will Spitzenkandidat Georg Dornauer unbedingt verhindern. „Opposition ist nicht die Rolle der SPÖ, wir wollen Tirol wieder mitgestalten!“