Stabiler Umsatz

Zukünftig werden – nach dem Rückzug von Dr. Michael Schwarzkopf aus dem Vorstand - Bernhard Schretter (l.) und Karlheinz Wex die Plansee Gruppe leiten. RS-Foto: Claus

Plansee Gruppe hielt Bilanzpressekonferenz

„Trotz weiter sinkender Rohstoffpreise ist es uns gelungen, den Umsatz auf Vorjahresniveau zu stabilisieren.“ So einer der Kernsätze von Dr. Michael Schwarzkopf anlässlich der Bilanzpressekonferenz. Die Absatzmengen und Marktanteile konnten in allen Regionen weiter gesteigert werden.

Die Plansee Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016/17 einen konsolidierten Umsatz von 1,17 Milliarden Euro erzielt. Regional wurden 52 Prozent in Europa und je 24 Prozent in Amerika und Asien umgesetzt. Profitiert hat die Gruppe von der starken deutschen Exportindustrie, vor allem auf dem Automobilmarkt und im Maschinenbau. Begleitend dazu konnten auch Zuwächse in der Luftfahrtindustrie und im Bereich der alternativen Energieerzeugung erreicht werden. Aufgrund des gruppenweiten Fitnessprogramms „Marathon“ wurde die Wettbewerbsfähigkeit weiter gesteigert. „Durch konsequente Optimierungen, Kos-tenmanagement und Anpassungen haben wir die Geschäftsprozesse und das operative Ergebnis deutlich verbessert“, freute sich Dr. Schwarzkopf. Die Plansee Gruppe habe ihre Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Konsequenz weiter internationalisiert und weltweit 180 Millionen Euro investiert. Besonders erwähnenswert war dabei der Neubau eines Produktions- und Vertriebsstandorts in Korea, diverse Produktionserweiterungen in Asien und Deutschland sowie die Übernahme der Werkzeughersteller Best Carbide (USA) und Becker Diamantwerkzeuge im bayerischen Landsberg am Lech.
Der Investition von 60 Millionen Euro in die Entwicklung von neuen Produkten und Prozessverbesserungen konnte ursächlich der Neuproduktanteil von über 30 Prozent zugeschrieben werden. „Innovative Produkte aus unseren Metallen Wolfram und Molybdän für neue Anwendungen in Hightechindustrien sind die Voraussetzungen, um auch zukünftig ein attraktiver Handelspartner zu sein“, betonte Dr. Schwarzkopf weiter. Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr zahlreiche Initiativen im Bereich von Industrie 4.0 gestartet. Das erste rein digitale Geschäftsmodell soll noch im laufenden Geschäftsjahr marktreif sein. „Matmach“ werde die erste digitale Firma, mit Sitz in München sein, die Ingenieure, Produktdesigner und Einkaufsteams mit den besten Werkstoffen für ihre Anwendung zusammenbringt. Sie ist eine unabhängige wissenschaftliche Informationsplattform für Werkstoffe und Endanwender. Auf diese Weise können erstmals Werkstoffe übergreifende Lösungen kostenlos miteinander verglichen und mit dem entsprechenden Lieferanten Kontakt aufgenommen werden. Umfang und Qualität der Werkstoffdaten, Bedienerfreundlichkeit und die Fokussierung auf den Arbeitsalltag der Nutzer mache „Matmach“ einzigartig.
Zusammenfassend stellte der scheidende Vorstandsvorsitzende unter anderem den weltweit weiteren Ausbau der Marktposition mit der Expansion in Wachstumsmärkten in Aussicht, lobte die gute operative Performance des Unternehmens und prognostizierte bei einem Eigenkapital von über 1,2 Milliarden Euro keine Nettoverschuldung. Insgesamt könne die Plansee Gruppe bei stabiler wirtschaftlicher Konjunktur mit einer gewissen Dynamik und stabiler Belebung im laufenden Geschäftsjahr rechnen.

Von Uwe Claus

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