Stadtfeuerwehr zog Bilanz

Die Geehrten der Stadtfeuerwehr Landeck RS-Foto: Tiefenbacher

Feuerwehr Landeck absolvierte 2015 149 Einsätze

Traditionsgemäß lud die Stadtfeuerwehr Landeck am Dreikönigstag zur Jahreshauptversammlung in den Stadtsaal Landeck ein.

2015 war ein einsatzreiches Jahr. Das ging aus dem Bericht von Stadtkommandant Reinhold Greuter hervor. Die Stadtfeuerwehr absolvierte im vergangenen Jahr insgesamt 149 Einsätze. 2014 waren es 120. Dies bedeutet einen Zuwachs um rund 24 Prozent. 114 Einsätze (2014: 99) wurden im eigenen Gemeindegebiet gefahren. 35 Mal (2014: 21) rückte die Stadtfeuerwehr zu Assistenzeinsätzen in anderen Gemeinden aus.

EINSÄTZE. Die Einsätze im Jahr 2015 gliedern sich in 92 technische (2014: 64) und 57 Brandeinsätze (2014: 56). Die Brandeinsätze teilen sich in 23 Löscheinsätze (2014: 24), drei Brandsicherheitswachen (2014: 10) und 31 Fehlausrückungen (2014: 22). Bei den Brandeinsätzen handelt es sich bis auf eine Ausnahme (Talstation Nauders) um kleinere Brände bzw. um Waldbrände. Aufgrund des trockenen Sommers traten 2015 vermehrt (Stanz, St. Anton, Kappl und See) Waldbrände auf. Der größte Einsatz im Jahr 2015 war die Vermurung des Ortsteiles Gries in der Gemeinde See. Vom 8. Juni bis 13. Juni stand die Stadtfeuerwehr mit zahlreicher Mannschaft im Einsatz. „Wir haben hier die in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen gut einsetzen können“, sagte Stadtkommandant Greuter. Auch Tunneleinsätze wurden verzeichnet. „Wir mussten zu vier Tunneleinsätzen ausrücken“, berichtete Greuter. Dazu merkte er an, dass diese eine besondere Herausforderung darstellen, hatte die Stadtfeuerwehr nicht nur 100 Tunnelkilometer zu betreuen, sondern auch den Umbau und die Sanierung des Arlbergtunnels. „Jetzt entstehen mit der Errichtung des Kraftwerksstollens für das GKI im Obergricht und der zweiten Röhre für den Perjentunnel zwei neue Tunnelbaustellen“, erklärte Greuter.

AUS- UND FORTBILDUNG. Insgesamt leisteten die 137 aktiven Landecker Florianijünger im vergangenen Jahr 2 386 Einsatzstunden. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 761 Einsatzstunden mehr, was eine Steigerung von rund 47 Prozent bedeutet. Im Durchschnitt rückten zwölf Mann pro Einsatz aus. Laut Stadtkommandant Greuter blieben gröbere Verletzungen aus. Einen bedeutenden Schritt ist man bei der Aus- und Fortbildung weiter gekommen. „2015 wurden von 43 Mitgliedern der Stadtfeuerwehr 72 Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Telfs besucht. Das bedeutet eine Steigerung um neun Prozent. Es wurden 30 unterschiedliche Kurse belegt. Die Kursdauer umfasst in Summe 146-Mann-Tage“, erklärte Greuter. Zudem wurden diverse Schulungen durchgeführt. Die Stadtfeuerwehr nahm mit vielen Gruppen und sehr guten Ergebnissen an Leistungsbewerben teil.

JUGENDFEUERWEHR. Viel bewegen kann und will die Jugendfeuerwehr, hinter der mit 1 819 geleis-isteten Stunden ein sehr intensives Jahr liegt. Davon wurden 1 220 Stunden in die feuerwehrfachliche Ausbildung und 599 Stunden in die allgemeine Feuerwehr-Jugendarbeit investiert. Höhepunkt des Nachwuchses war zweifelsohne die Erringung des Leistungsabzeichens in Bronze beim Jugendbewerb in St. Jakob in Defereggen. Derzeit gehören zwölf Jugendliche der Nachwuchsorganisation an. Sieben wurden im Vorjahr in den Aktivdienst überstellt. Im Laufe des Jahres 2015 konnten zwei Jugendliche neu aufgenommen werden. Ein besonderer Höhepunkt im Feuerwehrjahr 2015 war die Jubiläumsfeier anlässlich 140 Jahre Stadtfeuerwehr Landeck.

Beförderungen,
Ehrungen, Angelobungen
Ehrungen: 50 Jahre: Bruno Bock; 40 Jahre: Rudolf Kraxner, Walter Leis, Gerhard Winkler, Wolfgang Büsel, Herbert Mayer, Martin Traxl.
Beförderungen zum Löschmeister: Richard Reinalter, Simon Mayer, Martin Hotz, Dietmar Königsecker, Florian Schrott, Stefan Sieß; zum Oberlöschmeister: Philipp Walch; zum Brandmeister: Marcel Haslacher; zum Oberbrandmeister: Norbert Grissemann.
Angelobungen
Emanuel Chraust, Lukas Trenkwalder, Benjamin Strasser, Klaus Sieß, Harald Wenzel.

Von Herbert Tiefenbacher

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