Stammzellen-Typisierung in Inzing

Der vierjährige Max (Mitte) braucht dringend eine Stammzellentherapie. Seine Brüder Leonhard (l.) und Benedikt hoffen gleich wie er auf viele Menschen, die an der Strammzellen-Typisierungsaktion teilnehmen. Foto: Geben für Leben

Jungschützen wollen dem vierjährigen Max helfen und haben vorbildliche Vorweihnachtsaktion ins Leben gerufen

Auf Initiative der Jungschützen der Schützenkompanie Inzing führt der Verein „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“ am Samstag, dem 9. Dezember, im sogenannten Zehner-Saal  neben der Pfarrkirche Inzing eine Stammzellen-Typisierungsaktion durch.

Aktuell wird nach einem Spender für den vierjährigen Max gesucht, der an der seltenen Erbkrankheit septische Granulomatose leidet. Um überleben zu können, braucht er dringend eine Stammzellentherapie. Kommenden  Samstag, dem 9. Dezember, von 9 bis 13 Uhr sind daher alle gesunden Menschen zwischen 17 und 45 Jahren aufgerufen, sich im „Zehner-Saal“ unterhalb der Pfarrkirche typisieren zu lassen. Dabei erfolgt nach einer Information ein kurzer Gesundheitscheck und schließlich wird ein wenig Blut abgenommen.

Die Typisierungsaktion ist für die Teilnehmer kostenlos. Der Aufwand für die Typisierung selbst (ca. 50 Euro je Probe) wird vom Verein Geben für Leben getragen, der sich ausschließlich über Spenden finanziert und sich daher auch über jede finanzielle Zuwendung freut. Aus diesem Grund gibt es im Rahmen der Aktion auch ein Buffet, im Rahmen dessen freiwillige Spenden für diesen Zweck gesammelt werden. Dazu sind natürlich alle, auch über 45 Jahre, herzlich willkommen.

Derzeit gibt es laut „Geben für Leben“ allein in Österreich zwischen 400 und 500 Leukämiebetroffene, die – wie der kleine Max – ebenfalls auf eine Stammzellenspende hoffen. Die Merkmale der typisierten Personen werden zudem in einer internationalen Datei eingespeist. Wird man zu einer Spende gerufen, bleiben beide Seiten anonym. Nach zwei Jahren kann auf beiderseitigem Wunsch ein persönlicher Kontakt erfolgen. Für den kleinen Max war bislang, trotz Intensivsuche auch in zahlreichen Tiroler Gemeinden, noch kein passender Spender dabei. Vielleicht wird ja in Inzing ein Lebensretter ausfindig gemacht.

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