Steher stützen nun Telfer FF-Halle

Gefahr im Verzug: Dutzende Stahlträger stabilisieren seit vorletztem Samstag die Decke der Telfer Feuerwehrhalle. Foto: FF Telfs

Marktgemeinde prozessiert wegen statischer Mängel – Mehr als 500.000 Euro Schaden

Im Einsatzzentrum Telfs sind die Blaulichtorganisationen Polizei, Feuerwehr und Bergrettung untergebracht. Das Gebäude besteht aus drei senkrechten Baukörpern. Im mittleren Trakt, dessen Untergeschoss als Feuerwehrhalle genutzt wird, haben sich in den letzten Monaten Klüfte aufgetan, denen statische  Falschberechnungen zugrunde liegen dürften. Wegen Gefahr im Verzug musste die Decke der Feuerwehrhalle nun mit Stahlstehern gestützt werden.  

Dutzende Stahlsteher stützen seit vorletztem Samstag die Decke der Telfer Feuerwehrhalle. Grund: Der mittlere Teil des Einsatzzentrums hat sich in den letzten Monaten um einige Zentimeter in Richtung Süden (Parkplatz vor der FF-Halle) verschoben. Laut Bürgermeister Christian Härting seien statische Mängel verantwortlich, die  vor Kurzem von Experten bei einer Begutachtung des Gebäudes festgestellt wurden. Errichtet wurde das Einsatzzentrum vor einigen Jahrzehnten von einer heimischen Baufirma, die es heute nicht mehr gibt. Wohl aber den Statiker, dessen Versicherung sich allerdings zur Bezahlung des Schadens wehrt. „Die Marktgemeinde Telfs hat nun Klage eingebracht. Immerhin handelt es sich hier um eine Schadenssumme von mehr als 500.000 Euro“, schildert Bgm. Härting gegenüber der RUNDSCHAU.

LATENTE GEFAHR. Laut Sanierungsbericht eines Sachverständigen muss die FF-Halle auf der Südseite von außen mit so genannten Betonvorsatzstehern versteift werden, damit sie nicht noch weiter verschoben werden kann. „Die Gefahr ist bis zum Abschluss dieser Sicherungsmaßnahmen latent vorhanden, deshalb mussten in der Halle mit den nun angebrachten Stahlstehern provisorische Sicherungsmaßnahmen gesetzt werden. Es hätte sogar der Fall eintreten können, dass der Gebäudetrakt eines Tages durch eine stärkere Erschütterung umfällt“, führt Härting an. Erfreulich ist für ihn, dass die Feuerwehr die Halle trotz der statischen Mängel auch weiterhin nutzen kann. „Eine Aussiedlung wäre eine Katastrophe gewesen“, ist sich der Marktgemeindechef sicher. Die Baumaßnahmen sollen möglichst Anfang nächsten Jahres in Angriff genommen werden.