Stillebacher ist neuer AK-Vizepräsident

Christoph Stillebacher, frischgebackener Vizepräsident der Arbeiterkammer Tirol. RS-Foto: Bundschuh

Mit Christoph Stillebacher ist Imst weiterhin stark in der Arbeitnehmervertretung verankert

Arbeiterkammer Tirol Präsident Erwin Zangerl wurde einstimmig für die kommenden fünf Jahre in seiner Funktion bestätigt. Der langjährige verdiente Karröster Reinhold Winkler trat nicht mehr zur Wahl an. Der Bezirk stellt nunmehr mit dem Imster Stadtrat Christoph Stillebacher einen der drei AK-Vizepräsidenten. Somit kürte die Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Tirol Verena Steinlechner-Graziadei, Klaus Rainer und Christoph Stillebacher.

Von Peter Bundschuh

Mit dem Imster Kammerrat Christoph Stillebacher tritt kein Quereinsteiger die Funktion des „Vize“ an. Stillebacher kann gemessen an seinem Lebensalter schon auf einiges an Politerfahrung zurückblicken. Der damals 24-jährige Chef der Jungen Volkspartei (JVP) der Stadt Imst und von Beruf Fernsehtechniker wurde als Nachfolger von Johannes Frischmann im Sommer 2006 einstimmig zum JVP-Obmann des Bezirkes gewählt. Als Frischmann-Nachfolger trete er da schon in recht große Fußstapfen, meinte der heutige Kulturstadtrat damals. Der Nachfolger des beinahe legendären und für seine Geradlinigkeit auch oft gescholtenen Reinhold Winkler: „Zusammen mit vielen anderen, die mir geholfen haben, bedanke ich mich an dieser Stelle neben Johannes Frischmann, Jakob Wolf, und Bürgermeister Stefan Weirather besonders bei Reinhold Winkler, der mich maßgeblich auf meinem Weg begleitet hat.“

Die RUNDSCHAU bat den „Neuen“ zum Gespräch

„Als Erstes möchte ich mich bei allen Wählerinnen und Wählern bedanken, die von Ihrem Wahlrecht zur Arbeiterkammer-Wahl Gebrauch gemacht haben. Ich bin stolz darauf, dass ich als AK-Vizepräsident nominiert und auch gewählt worden bin und freue mich auf meine neue Aufgabe, aber in gewisser Weise bin ich auch demütig und mir dessen bewusst, dass dieses Amt eine große Verantwortung mit sich bringt. In meinem Hauptberuf bleibe ich bei den Stadtwerken Imst.“

Veränderungen stehen an

Was sich im Leben des „frisch gebackenen“ Vizepräsidenten ändern wird, interessiert die RUNDSCHAU. „Vieles. Aufgrund des Bezüge-Begrenzungsgesetzes ist es mir nicht mehr gestattet, neben meinem Hauptberuf bei den Stadtwerken Imst im Imster Gemeinderat zu bleiben. Somit habe ich mit Antritt als AK-Vizepräsident mein Mandat im Imster Gemeinderat karenziert. Seit 2016 bin ich Kulturreferent. Da hat mich der Bürgermeister schon in recht ,kaltes Wasser geschubst‘. Ich habe ja kein Studium im kunstschaffenden Bereich, sah mich aber als Interessenvertreter der Künstler, der Kunstinteressierten und der kreativen Belange der Stadt an sich. Ja, es tut mir schon leid, dieses Feld nun zu räumen, ich habe die Arbeit sehr gerne gemacht und dabei vielseitige Unterstützung erfahren. Und Privat? Privat ist eben privat.“

Wie will Christoph Stillebacher die neue Funktion anpacken?

Im Originalton: „Die Arbeiterkammer ist die gesetzliche Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die den Menschen in allen Lebenslagen zur Seite steht. Sie ist somit ein ständiger Begleiter im Leben. Ob nun ein Baby erwartet wird, es Fragen zu einer Steuererklärung gibt, ob Probleme bei Mietverhältnissen auftreten oder es sich um Konsumentenschutzfragen handelt, bis hin zu Vertretungen vor Gericht. Deshalb ist es gerade für diese Hilfestellungen wichtig, dass die Arbeiterkammer erhalten bleibt und gestärkt wird. Wir haben in Erwin Zangerl einen Präsidenten, der einstimmig von allen vertretenen Fraktionen der konstituierenden Hauptversammlung gewählt wurde. Als einen Schwerpunkt sehe ich es, unserem Präsidenten mit aller Kraft zur Seite zu stehen und ihn zu unterstützen.“ Und wie sieht es den Bezirk Imst betreffend aus? Dazu Stillebacher: „Wir sind im Bezirk sehr gut aufgestellt. Wir haben ein hervorragendes Bezirksteam von erfahrenen Kammerrätinnen und Kammerräten sowie eine starke AK-Bezirksstelle unter der Leitung von Günter Riezler. Regional möchte ich mit meinem Team allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner sein und schnelle und unbürokratische Hilfe anbieten.“

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.