SV Silz sucht in Tirol seinesgleichen

Freuten sich über ein äußerst erfolgreiches Jahr: Der Vorstand des SV Silz mit Harald Larcher (Vizepräsident), Max Heinz (Präsident), Herbert Neurauter (Kassier) und Martin Oberwalder (Schriftführer) (v.l.). RS-Foto: Unterpirker

Erfolge und nochmals Erfolge wohin das Auge schaut

Einmal mehr sollte die Jahreshauptversammlung des SV Silz außerordentlich interessant werden. Nicht zuletzt aufgrund der beeindruckenden Erfolge, die von den einzelnen Sektionen und Zweigvereinen erneut eingeholt wurden. Wohl kaum eine andere Tiroler Gemeinde darf sich rühmen, mit dermaßen vielen Teams auf höchstem Tiroler Niveau zu agieren. Dementsprechend positiv war die Stimmung.

Von Albert Unterpirker

Max Heinz, Präsident des Gesamtsportvereins SV Silz (derzeit neun Sektionen bzw. Zweigvereine mit 633 Mitgliedern, Anm.), durfte im Jugendheim Silz an diesem Abend neben Vize-Bürgermeisterin und Obfrau vom Sportausschuss Daniela Holaus auch Ehrenmitglied Günther Westerthaler begrüßen und berichtete bei seinem Rückblick über zahlreiche Veranstaltungen. „Ein absolutes Highlight war der Familien-Sporttag im Sportzentrum mit 500 Besuchern“, so Heinz, „das war sensationell!“ Sehr erfreulich sei zudem, dass das Tennis-Sportcafe nun einen neuen Pächter bekommen hat. Beim Fußballplatz am Pirchet habe es indessen Probleme gegeben. „Der Platz hat nicht gehalten, zudem hat man einmal zum ungünstigsten Zeitpunkt den Platz beansprucht.“ Auch einen Blitzschlag gab es, wobei der Schaden (7.000 Euro) nicht durch die Versicherung gedeckt war. Dennoch konnten über eine Gemeindeversicherung Kosten von 4.000 Euro abgedeckt werden. Nun soll der Platz „in einer kleinen Variante saniert“ werden. Gespielt wird im Frühjahr in Mötz, „und ich hoffe, dass wir im Herbst wieder am Pirchet spielen – in der Tirol Liga (derzeit kämpft die Mannschaft um den Aufstieg mit, Anm.)“, so der Präsident. „Das größte sportliche Highlight war sicherlich die 50-Jahr-Feier vom Tennisclub, diese Veranstaltung hat sich sehen lassen können“, erklärte Heinz. Mit Kraftsport sei eine neue Sektion im Entstehen (bisher ruhend gestellt). Bezüglich Finanzen: „Alles ist sehr geordnet, überall wird brav und super gearbeitet“, so der Präsident, der sich bei den vielen Sponsoren bedankte.

EINZIGARTIG.

Sportlich lief es bei den einzelnen Sektionen und Zweigvereinen nahezu blendend und Silz ist aufgrund der zahlreichen Top-Erfolge nicht nur im Oberland eine populäre Adresse. Wie etwa beim Eishockey. Da schafften die Silzbulls im Vorjahr den Einzug ins Halbfinale. Heuer habe man sich zwei Stars geangelt (Jagerbacher und Hubacek), ansonsten ist die Mannschaft ziemlich gleich geblieben. „Ziel ist das Playoff, wenn nicht der Titel“, sagt Obmann Peter Bussjäger. Der Nachwuchs unter Leiterin Nina Tomasi schoss im vorigen Jahr ohnehin den Vogel ab, denn mit zwei Meister- und einem Vizemeistertitel reicht Silz hier niemand in Tirol das Wasser. Nicht weniger erfreulich machte sich das Resümee von Harald Larcher, Obmann Ski Alpin, aus. Beim Kinderkurs waren 94 Kids am Kühtai mit an Bord, 25 Helfer passten auf, dass alles nach Plan ging – auch beim sehenswerten Abschlussrennen. Während es bereits für heuer wieder viele Nennungen gibt, nahmen am Nacht-Ski-Rennen 130 Teilnehmer die Strecke in Angriff. „Ganz sicher wird es heuer ein Familien-Ski-Rennen geben“, so Larcher, „wie auch das Praxmarer-Gedächtnisrennen!“ Vorbildhaft ist ebenfalls das Engagement von Johanna Wagner. Die Taekwondo-Obfrau betreut mittlerweile 18 Kinder und zwölf Integrationsmenschen. „Johanna tut sich da enorm was an“, streut Präsident Max Heinz der Obfrau mächtig Rosen, „und sie kann mit den Leuten sehr gut umgehen.“ Sportlich gesehen wollen die Taekwondo-Kämpfer heuer an der Tiroler Meisterschaft teilnehmen.

JUBILÄUM.

Ein echtes Jubeljahr gab es weiters für den Tennisclub (110 Mitglieder, 35 Kinder). So ist einerseits die Anlage einmal mehr „in einem ausgezeichneten Zustand“, erklärt Obmann Otto Haas und fügt an: „Horst, was du leistest, ist ein Wahnsinn!“ Andererseits freut man sich über die neue Cafe-Pächterin Aida. „Ein ausgesprochen gutes Lokal und es gibt eine tolle Zusammenarbeit“, so Haas, „wir sind froh darüber, dass wir sie haben!“ Neben vielen Turnieren stechen heuer aber zwei Feierlichkeiten ins Auge. Das waren sowohl der Meistertitel und Aufstieg in der Mannschaftsmeisterschaft in die Tiroler Liga (Haas: „Wir haben gewaltige Heimspiele gesehen!“), als auch die 50-Jahr-Feier des Clubs: „Ein Wahnsinnsfest, super gelungen und mit viel Prominenz!“ In Tirols höchster Spielklasse ist auch Tischtennis unter Obmann Ewald Knausz vertreten. Jener bekam zu seinen bisherigen sechs Nachwuchsrecken nun noch drei dazu. Bravo! Sportlich ist man derweil „guter Dinge, dass wir den Klassenerhalt wieder schaffen“, resümiert Knausz. „Alles funktioniert tadellos“, heißt es ebenfalls beim Turnen (37 Mitglieder) mit Obfrau Irmgard Ortner. Angeschafft wurden heuer Vereins-T-Shirts. Nahezu perfekt gestaltet sich auch die Arbeit beim Volleyballverein. Das Hauptteam (unter etlichen anderen Teams) ist in der Landesliga B vertreten und erreichte in der Vorsaison das Cup-Achtelfinale. „Highlights waren die Weißwurst-Party“, erklärt Obmann Martin Oberwalder, „und die Beach-Party – die waren echt super!“ Am Beachvolleyballplatz wurde neuer Sand aufgetragen.

VORBILDLICH.

„Ich glaube nicht, dass es in Tirol noch eine Gemeinde gibt, die mit ihren Sektionen und Zweigvereinen sportlich auf solch hohem Niveau agiert“, so Max Heinz in seiner Schlussrede. „Wir setzen dazu aber auch die Voraussetzungen zur Verfügung – die es woanders nicht gibt!“ Ein Lob wollte der Präsident der Gemeinde aussprechen: „Sie zeigt sich sehr großzügig – das ist nicht selbstverständlich!“ Überaus angetan vom Engagement und den beeindruckenden Erfolgen zeigte sich ebenfalls Daniela Holaus: „Was da für Arbeit geleistet wird, ist einfach vorbildlich und hervorragend! Das, was bei uns geboten wird, gibt es sonst fast nirgends – und bei uns ist auf die Leute ein Verlass!“

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