Tattoo von Helene

Liebe Freunde herzzerreißender Beziehungsgeschichten!

Zugegeben. Auch ich lese manchmal die Klatschspalten. Oder kann gewissen Nachrichten nicht ausweichen, obwohl sie mich eigentlich gar nicht interessieren. Dazu gehören die privaten Probleme der Reichen und Schönen. Die offenbar nicht selten sind. Nicht nur in Hollywood. Auch bei uns im deutschsprachigen Raum. Da spielen sich reale Dramen ab, die selbst die Betroffenen nicht einmal in ihren Filmen erleben. Je prominenter die Leute, desto heftiger ihre Rosenkriege. Möchte man zumindest meinen, wenn man den einschlägigen Gazetten und deren reißerischen Darstellungen Glauben schenken darf. Obwohl ich weiß, dass damit mehr die niederen Triebe als unsere Lust auf Information befriedigt wird, konsumiere ich dieses nutzlose Wissen. Ob ich will oder nicht. Als harmoniebedürftiger Mensch bin ich dabei jedes Mal um ein Happy End froh. Eine Trennung muss ja nicht im Streit enden. Vorbildlich machte das jüngst das einstige Traumpaar Helene Fischer und Florian Silbereisen. Die fesche Schlager-Diva und der bayrische König der Volkstümlichkeit haben sich weiter lieb. Sie treten sogar wieder gemeinsam auf. Zur Freude ihrer Fans. Aber es bleibt eine stark sichtbare Narbe. Vorausgesetzt, dass eine Tätowierung im medizinischen Sinn eine Verletzung der Haut ist. Denn Florian ist gezeichnet für sein Leben. Ein riesiges Tattoo auf seinem Oberarm zeigt seine einstige Herzallerliebste. Sehr ästhetisch. Aber eben doch ein Brandmal für die Ewigkeit. Warum mich das beschäftigt? Weil auch zwei meiner Kinder zur Körperverzierung neigen. Und ich, obwohl nach Eigenwahrnehmung bereit zur Toleranz, noch immer nicht genau weiß, was ich davon halten soll. Egal. Und doch bin ich froh, dass unsere Kids meinen Hauptratschlag befolgt haben: Bitte keine Gravuren vom aktuellen Lebensabschnittspartner. Sonst musst du dir bei der oder dem Nächsten jemanden mit dem selben Vornamen suchen!

Meinhard Eiter

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