Telfer Mandatare angeln nach Möserer See

Der idyllische Möserer See. Gespannt darf man sein

Bietergemeinschaft mit GR Mader, GR Tanzer, GR Derflinger und GR Herbert Klieber hofft auf Fischereirechte

Die Telfer Oppositionellen GR Angelika Mader (VP), GR Norbert Tanzer (PZT/SPÖ), GR Vinzenz Derflinger (VP) und GR Herbert Klieber (BLT) wollen nun gemeinsam angeln. Nicht in Telfs nach den vielen Stimmen, die bei den Gemeinderatswahlen im Februar abhanden gekommen sind, sondern nach Fischen im Möserer See. Das Quartett hat sich nämlich als Bietergemeinschaft bei der Marktgemeinde um die Fischereirechte beworben und hat im Falle eines Zuschlags viel vor.

Die Fischereirechte für den Möserer See wurden heuer im April neu ausgeschrieben – vorerst für die nächsten fünf Jahre. Laut GR Norbert Tanzer, seines Zeichens Rechtsanwalt in Telfs, sollen zwei Angebote eingegangen sein. Eines vom Tiroler Fischereiverband und ein zweites von der Bietergemeinschaft Angelika Mader, Vinzenz Derflinger, Norbert Tanzer und Herbert Klieber. Ein Wörtchen mitzureden hat aber auch noch RA Stephan Opperer, der im Besitz eines Vorpachtrechtes ist und gegenüber der RUNDSCHAU erklärte, dass er noch nicht wisse, ob er das Vorpachtrecht wahrnehmen wird. Da der Möserer See mit Steuergeldern der Telfer BürgerInnen abbezahlt wird, ist die Bietergemeinschaft der Meinung, dass die vorrangige Nutzung möglichst der Telfer Bevölkerung zugute kommen soll.

Die Vergabe der Fischereirechte obliegt dem Gemeindevorstand. „Für den Möserer See braucht es ein Konzept. Wir haben bereits mit fachkundigen Telfer Fischern Kontakt aufgenommen. Der See gehört professionell betreut“, sagt Angelika Mader. „Nicht nur der See, es braucht auch für eine Fischerei wichtige Nebenanlagen, zudem würden wir beim See Ruhezonen und Toilettenanlagen schaffen – was auch für die Urlaubsgäste ideal wäre“, pflichtet Tanzer bei. Die Bietergemeinschaft beabsichtigt im Falle eines Zuschlags die Rechte aus der Fischerei dem Verein „s“Mohd“ zur Verfügung zu stellen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Nutzung des Möserer See nicht bloß einem elitären Personenkreis vorbehalten bleibt oder gar an Ortsfremde vergeben wird. „Wir können uns auch eine regionale Vermarktung der Speisefische vorstellen, sofern es der Fischbestand zulässt“, schildert Vinzenz Derflinger. „Im Zuge der Vergabe wird sich zeigen, ob die Interessen der Telfer Bevölkerung oder Parteiinteressen überwiegen“, so Herbert Klieber.