Telfs befindet sich in finanziell stabiler Lage

18:3 abgesegnet wurde. RS-Foto: Schnöll

Gemeinderat segnete bei jüngster Sitzung den Rechnungsbericht 2017 ab – Verschuldungsgrad liegt bei 38,55 Prozent

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag in Telfs stand unter anderem auch die Jahresrechnung 2017 auf der Tagesordnung. Erfreulich: Der Rechnungsabschluss weist einen Überschuss von 497.145,77 Euro auf. Der Gesamtschuldenstand betrug per 31. Dezember 2017 rund 20,7 Millionen Euro. Der Verschuldungsgrad beläuft sich auf 38,55 Prozent. 

„Ich darf mich für die termingerechte Erstellung des Rechnungsabschlusses 2017 herzlich bei der Kassenverwaltung, dabei vor allem bei Kassenleiterin Doris Schiller bedanken. Aber auch beim Überprüfungsausschuss unter Vorsitz von Gemeinderat Wolfgang Gasser für die Prüftätigkeit“, eröffnete Bürgermeister Christian Härting seinen Bericht zum Jahresabschluss 2017. Im ordentlichen Haushalt stehen sich Einnahmen in Höhe von 36.635.305,11 Euro und Ausgaben in Höhe von 36.397.074,28 Euro gegenüber. Im außerordentlichen Haushalt beliefen sich die Einnahmen auf 21.956.636,59 Euro und die Ausgaben auf 21.459.490,82 Euro. Ergibt in der Endabrechnung 2017 einen Überschuss in Höhe von 497.145,77 Euro. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen per 31. Dezember 2017 genau 17.697.573,19 Euro. „Bemerken darf ich, dass im Jahr 2017 laufende Tilgungen in Höhe von 1.674.149,71 Euro getätigt wurden. Die Übernahme der Darlehen vom Sport- und Veranstaltungszentrum, ohne das Darlehen Telfer Bad, wurden im Budgetjahr 2017 durchgeführt. Diese Übernahmen wurden vom Überprüfungsausschuss überprüft und abgesegnet. Neue Darlehenszugänge, wie der Kauf von landwirtschaftlichen Flächen, der Ausbau der Physiotherapie Telfer Bad, die Adaptierung Neue Mittelschule und die Errichtung eines Löschwasserbrunnens wurden im Jänner 2017 mit einem Fixzinsdarlehen mit 1,29 Prozent und 13 Jahren Laufzeit aufgenommen“, berichtete der Marktgemeindechef dem Gemeinderat.

LEASINGVERPFLICHTUNGEN. Die Leasingverbindlichkeiten betrugen per 31. Dezember 2017 auf den Cent genau 3.066.446,01 Euro. „Auch hier möchte ich erwähnen, dass die größte Leasingverpflichtung die Errichtung des Sicherheitszentrums Telfs mit einem aushaftenden Betrag von 2.285.332,24 Euro ist und dieses mit 30. September 2029 ins Eigentum der Marktgemeinde Telfs übergeht“, erläuterte Härting. Der Gesamtschuldenstand der Darlehen inklusive der Sport- und Veranstaltungszentren, ohne Telfer Bad und ohne Leasingverpflichtungen der Sport- und Veranstaltungszentren, betrug Ende des vergangenen Jahres  20.764.019,20 Euro. Das Darlehen Schwimmbad Neubau in Höhe von zehn Millionen Euro wird im Jahr 2018 von der Hoheitsverwaltung übernommen. Das wurde bereits bei der Budgetsitzung 2017 berichtet und besprochen.

FINANZIELL STABIL. „Wenn Sie den Rechnungsabschluss 2017 näher durchgesehen haben, ist Ihnen aufgefallen, dass wir zwar die veranschlagten Grundverkäufe mit einem Betrag von 462.600,00 Euro verbuchten, jedoch noch Rücklagen in Höhe von 630.000,00 Euro auf dem Verwahrgeldkonto geparkt sind. Eine Veranlagung ist aufgrund der angebotenen Habenzinsen derzeit nicht sinnvoll“, zeigte Härting auf und er führte weiter an: „Betrachtet man das Gesamtwerk der vielen Zahlen des Rechnungsabschlusses 2017, so kann man mit gutem Gewissen sagen, dass sich die Marktgemeinde Telfs weiterhin in einer sehr stabilen finanziellen Lage befindet und sich vor allem auch im Vergleich mit den übrigen größeren Gemeinden messen kann. Mehr Arbeitsplätze und mehr Beschäftigung für die Telfer haben wir unseren Betrieben zu verdanken. Dem Land Tirol mit Landeshauptmann Günther Platter und Landesrat Johannes Tratter sowie den Firmen Thöni, Liebherr, Leitner, Ganner, Inntalcenter Telfs, Telfs Park sowie allen Klein- und Mittelbetrieben und den Lebensmittelmärkten ein großes Dankeschön. Wir konnten immerhin einen Betrag in Höhe von 4,4 Millionen Euro an Kommunalsteuern vereinnahmen!“ Der Rechnungsabschluss  2017 wurde nach einigen Debatten mit 18 Ja- zu drei Gegenstimmen (GR Norbert Tanzer  SPÖ, Angelika Mader ÖVP, Herbert Klieber BL) genehmigt.