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Telfs | Chronik | 31. Jänner 2022 | Beatrice Hackl

Blühende Aussichten für Naturpark Karwendel

Blühende Aussichten für Naturpark Karwendel
Der positive Jahresbericht vom Naturpark Karwendel verspricht zugleich den Beginn einer blühenden Zukunft. Foto: Naturpark Karwendel
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Obmann Sepp Hausberger und GF Hermann Sonntag gewähren positiven Rückblick auf 2021 und vielversprechende Ausblicke

Der im Rahmen einer Online-Pressekonferenz vorgelegte Jahresbericht vom Naturpark Karwendel – durch Obmann Sepp Hausberger und Geschäftsführer Hermann Sonntag – fiel durchwegs positiv aus. Unter anderem konnten Naturwaldreservate gesichert werden, während die dreijährigen Almprojekte abgeschlossen werden konnten und die Junior-Ranger sehr aktiv waren. Im bevorstehenden Jahr werden ein neues Leitbild, ein Klimaschwerpunkt und die Artenvielfalt rund ums Haus forciert.
Von Beatrice Hackl

„Die vergangenen zwei Jahre haben uns vor Augen geführt, welche Bedeutung die Natur für uns hat. Als Platz der Erholung und für körperliche Aktivitäten. Diese Erkenntnis ist keineswegs neu, hat aber in der Coronazeit sicher nochmals an Bedeutung und Schärfe gewonnen. Dies ist einerseits sehr positiv, weil damit die Natur einen höheren Wert erhält, andererseits ist der Megatrend ‚zurück zur Natur‘ auch eine gravierende Belastung. Wir ha-ben uns im vergangenen Jahr aber nicht nur mit Themen der Besucherlenkung beschäftigt, sondern uns auch um viele andere Projekte“, verdeutlicht Geschäftsführer Hermann Sonntag. Erst kürzlich wurde der Naturpark Karwen-del durch eine Verordnung der Tiroler Landesregierung um das bereits bestehende Naturschutzgebiet Arnspitze im Gemeindegebiet von Leutasch erweitert. Somit gilt nun auch die Leutasch als Naturparkgemeinde. Dadurch ver-größert sich die Gesamtfläche des Naturparks um 11,5 Quadratkilometer auf auf insgesamt 739 Quadratkilometer.

Positiver Rückblick. „Der Rückblick auf das Coronajahr 2021 fällt durchwegs positiv aus. Unsere Akti-vitäten waren durch Corona deutlich weniger beeinträchtigt als noch 2020“, erklärt Bgm. Josef Hausberger, Ob-mann des Naturparks, und betont: „Zahlreiche jahrelange Vorhaben, insbesondere im Naturschutz, konnten er-folgreich abgeschlossen werden.“ Insbesondere im Bereich des Naturschutzes hat sich im vergangenen Jahr eini-ges getan: Die Naturwaldreservate konnten wiederum um 20 Jahre verlängert werden, das dreijährige Almpro-gramm „Naturschutzplan auf der Alm“ wurde gemeinsam mit sieben Almen abgeschlossen, und bei den Karwen-delmooren standen kleinere Renaturierungsmaßnahmen auf dem Programm. Im Bereich der Umweltbildung ist das große Interesse an den Junior-Ranger-Veranstaltungen erwähnenswert. Insgesamt gab es im Bereich der Umwelt-bildung 99 Veranstaltungen mit 1774 Kindern. „Unsere Naturparkschulen nutzten sowohl das Schuljahresende als auch den wunderschönen Herbst, um sich intensiv mit dem Naturpark zu beschäftigen. Da wurde beispiels-weise in Scharnitz unter Mitarbeit aller Schüler und mit tatkräftiger Unterstützung der Lehrpersonen eine bunte „Insekten-Tankstelle“ angelegt“, berichtet GF Sonntag.

Blühende Zeiten stehen bevor. Die Arbeit geht dem Naturpark Karwendel auch 2022 nicht aus. Das ganze Jahr über wird das Naturpark-Team die Ausarbeitung des neuen Leitbilds Karwendel 2028 beschäftigen. „Dabei ist uns vor allem auch die Einbindung der neuen Gemeindevertreter besonders wichtig“, betont Obmann Hausberger. In der Umsetzung soll heuer vor allem das Projekt „KlimaAlps“ wirksam werden und die Artenvielfalt vor den Besucherzentren, insbesondere in Hinterriß, sichtbar werden. „Wir wollen die Besucherzentren zu Orten der Artenvielfalt machen. In der Scharnitzer Länd begleitet uns die Artenvielfalt Schritt für Schritt. Hier gibt es zahlreiche Blühpflanzen mit Wildbienen, dort ein Tümpel, über dem eine Libelle patrouilliert. Dem war nicht immer so. Vor weniger als vier Jahren war dieselbe Stelle noch ein unansehnlicher Parkplatz. Dies zeigt uns, was mit einer großzügigen Grünraumplanung in Kombination mit persönlichem Einsatz möglich ist. Nun soll „ein Stück Scharnitz“ rund um alle Besuchereinrichtungen des Naturparks Karwendel entstehen. Es sind bereits zwei Projekte geplant. Auf einer zusätzlichen Fläche von 2.000 qm entstehen im Nahbereich des Naturparkhauses Hinterriß Feuchtwiese, Teiche und Sitzgelegenheiten zum Verweilen. In Hall, direkt vor dem Büro des Naturpark-Managements, wird die bereits bestehende Blumenwiese deutlich erweitert. Es darf also angenommen werden, dass uns blühende Zeiten bevorstehen“, zeigt sich Sonntag begeistert.

Über 100 Projekt-Partner. „Um die große Anzahl an Projekten überhaupt umsetzen zu können, ist eine Basisfinanzierung notwendig, die durch die Beiträge der Karwendelgemeinden, Tourismusverbände und vor allem durch das Land Tirol sichergestellt wird. Der Naturpark möchte sich aber auch bei allen anderen, inzwischen mehr als 100 Projekt-Partnern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit bedanken, ohne die die meisten Projekte und Aktivitäten schlichtweg nicht möglich wären“, zeigen sich Sonntag und Hausberger dankbar.

 
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