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Telfs | Chronik | 16. November 2020 | Beatrice Hackl

„Die Leute laufen uns die Tür ein“

„Die Leute laufen uns die Tür ein“<br />
Stück für Stück wird in Flaurling das Glasfaserprojekt umgesetzt. Die Grabungen für das Glasfaserkabel sind aktuell am Fiechtanger im vollen Gange. RS-Fotos: Hackl
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Glasfasertechnologie Faurling Bürgermeisterin Brigitte Praxmarer „floMOBIL“-Auto
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Das Glasfaserprojekt in Flaurling geht mit einer 70 prozentigen Anschlussrate einher und das „floMOBIL“-Auto bewegt

Die Glasfasertechnologie hält in Faurling Einzug und trifft auf regen Zuspruch der Bevölkerung. „Die Leute laufen uns die Tür ein“, verdeutlicht Bürgermeisterin Brigitte Praxmarer das große Interesse und den regelrechten Ansturm auf das schnelle Internet. Es handle sich hierbei zwar um ein sehr aufwendiges Projekt, aber es sei eine wichtige Investition in die Zukunft. Ob das gerade von Gemeindebediensteten getestete „floMOBIL“-Auto bei den Flaurlinger ebenso gut ankommt, wird sich Anfang 2021 zeigen, denn ab dem Umzug in das neue Gemeindehaus kann das umweltfreundliche Gefährt von allen Bürgern genutzt werden.
Von Beatrice Hackl

Das Flaurlinger Glasfaserprojekt bzw. der Ausbau einer zukunftsfähigen Breitband-Infrastruktur läuft auf Hochtouren. Bereits jetzt wollen sich rund 70 Prozent der Dorfbewohner die Anschlussmöglichkeit nicht entgehen lassen. „Die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig verlässliche Kommunikationskanäle sind. Allerdings wird es seine Zeit dauern bis alle gewünschten Haushalte und Betrieb angeschlossen werden können. Das Projekt wird sich vermutlich über fünf bis sechs Jahre erstrecken“, berichtet Praxmarer und verdeutlicht, dass der genaue Fahrplan schwer einzuschätzen sei, zumal man darauf achte, Synergien zu bilden und die Grabungen – insofern möglich – an anfallende Asphaltierungsarbeiten koppelt. Die Bewohner jener Ortsteile, in denen die Grabungsarbeiten in greifbarer Nähe sind, werden jeweils informiert und können das günstige Verlegung- bzw. Mitverlegungsangebot nützen. Die Gemeinde übernimmt die Grabungen und die Verlegung bis zum Haus, die restlichen Meter entfallen auf den Eigentümer, wobei hier ein Sonderpreis zum Tragen kommt: fünf Meter kosten 200 Euro, zehn Meter 300 Euro und für 15 Meter fallen beispielsweise 400 Euro an. „Angefangen haben wir in Ortsteilen am Berg. Von den Ötztalerhöfen bis in die Bärfall wurden die ersten Glasfaserkabel verlegt, gefolgt vom Schwaighof. Auch am Bahnhof wurden bereits erste Grabungen im Gewerbegebiet vorgenommen sowie im Dorf am Fiechtanger“, zeigt sich Praxmarer sichtlich begeistert von den Entwicklungen. Der vom Land Tirol geförderte Breitband- und Glasfaserausbau soll nicht nur die Lebensqualität der Gemeindebürger erhöhen, sondern ist zudem auch für die heimischen Unternehmen im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit von großer Bedeutung.

Leihbares Flomobil-Auto für Dorfbewohner. Einerseits wird in Flaurling im Sinne des Glasfaserausbaus in die Tiefe gegraben und andererseits gleitet ein weißer Flitzer nahezu geräuschlos über die hiesigen Straßen. Seit Anfang Oktober kann in der Gemeinde nämlich des Öfteren ein „floMOBIL“ gesichtet werden. Hinter dem Steuer des weißen Autos nehmen die unterschiedlichsten Personen Platz, denn das umweltfreundliche „Stromauto“ zum Ausleihen wird gerade zwei Monate lang von Gemeindebediensteten getestet. In Telfs und Zirl sind „floMOBILE“ bereits seit geraumer Zeit im Einsatz und Flaurling will sich dieser umweltschonenden Idee anschließen. Im Dorf herrscht Aufbruchsstimmung – der richtige Zeitpunkt für Innovationen, weshalb allen Bürgern von Flaurling ab dem Umzug in das neue Gemeindehaus ein „floMOBIL“ zur Verfügung steht. „Ich erachte das als eine wirklich gute Sache. Im Idealfall kann das eCarsharing sogar das Zweitauto ersetzen. Durch dieses Auto kann einerseits die Umwelt geschont und andererseits die Mobilität der Flaurlinger erhöht werden“, unterstreicht die Dorfchefin, die selbst bereits mehrmals mit dem „floMOBIL“ zu Terminen gerauscht ist. „Das Auto, das der Bevölkerung ab Anfang 2021 zur Verfügung steht, wird die Gemeinde nicht viel kosten. Für das ‚floMOBIL‘ wird ein Leasingvertrag abgeschlossen und sobald es gut gebucht wird, finanziert es sich im Grunde selbst“, verdeutlicht Praxmarer.
 
 
„Die Leute laufen uns die Tür ein“<br />
Bürgermeisterin Brigitte Praxmarer berichtet über den großen Ansturm auf die Glasfaseranschlüsse und das umweltfreundliche „floMOBIL“. RS-Archiv: Hackl
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