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Telfs | Chronik | 22. März 2021 | Beatrice Hackl

In Wildermieming wird intensiv geplant

In Wildermieming wird intensiv geplant<br />
Die Feuerwehrhalle soll Richtung Kinderspielplatz ausgesiedelt werden und künftig wird die „alte“ Halle für Belange des Bauhofs genutzt werden. RS-Fotos: Hackl
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Budget ist ausgeglichen: Auf der Agenda stehen 2021 die Siedlungserweiterung und die Aussiedlung der Feuerwehr

Das soziale Leben stagniert, aber die Mühlen der Gemeinden mahlen dennoch weiter. Auch in Wildermieming werden laufend Vorbereitungen für anstehende Projekte getroffen. Die RUNDSCHAU hat sich mit Bürgermeister Klaus Stocker über das Budget, die geplante Siedlungserweiterung im Norden des bestehenden Areals, die Aussiedlung der Feuerwehr in die Nähe des Spielplatzes und über erneuerbare Energien unterhalten.
Von Beatrice Hackl

Wildermieming konnte – trotz des Pandemie-Jahres – mit 2.332.000 Euro ein ausgeglichenes Budget vorlegen. Der Ergebnishaushalt beläuft sich auf 2,333.000 Euro, wobei der Überschuss 50.000 Euro beträgt. Bei den Abgabenertragsanteilen musste allerdings ein Minus von 90.000 Euro verbucht werden. „In puncto Kommunalsteuer können wir in diesem Jahr sogar mit einer Steigerung rechnen. Wir haben großes Glück, dass die meisten der im Ort ansässigen Betriebe im Grunde uneingeschränkt weiterarbeiten konnten und können. Aber dennoch sind wir für die zusätzliche finanzielle Hilfe vom Land und Bund sehr dankbar“, berichtet Bürgermeister Stocker. Der Verschuldungsgrad der Gemeinde sei immer sehr gering gewesen, er sei aber in den letzten Jahren aufgrund diverser Investitionen von zehn auf 18 Prozent gestiegen. Das ändere aber laut Stocker nichts daran, dass sich die Finanzen der Gemeinde absolut im grünen Bereich befänden. „In den vergangenen Jahren haben wir sowohl in den Hochbehälter als auch in den Ausbau der Schule und in den Zubau des Wohn- und Pflegeheims in Barwies investiert. Eine zu 100 Prozent richtige Investition. Es ist extrem wichtig die Betreuung der Älteren sicherzustellen. Sie haben den Grundstein für das gelegt, was wir heute haben.“

Siedlungserweiterung Richtung Norden. Das Siedlungsgebiet der Gemeinde soll weiter ausgebaut werden. „Aktuell befinden wir uns in der Projektierung für die Erweiterung. Wir hoffen darauf die behördlichen Aspekte bzw. die Flächenwidmung noch in diesem Jahr durchzubringen, damit wir Anfang des nächsten Jahres mit den Bauarbeiten beginnen können“, verdeutlicht Stocker. Im Endausbau sollen 35 bis 38 Einheiten im Norden der bestehenden Siedlung entstehen. Auf dem Areal wurden von 2012 bis jetzt 38 Einheiten errichtet. Für alle Objekte galten und gelten strenge Vergabekriterien – unter anderem müssen Antragsteller seit zehn Jahren in der Gemeinde ihren Hauptwohnsitz haben. „Eigentum ist heutzutage extrem teuer, aber dennoch sind die Anfragen ungebrochen. Die jungen Menschen sind sehr fleißig und schaffen es, sich trotz der enormen Kosten den Traum ihres Eigenheims zu erfüllen“, zeigt sich der Bürgermeister beeindruckt.

Aussiedlung der Feuerwehr. Im Moment ist die Feuerwehrhalle noch im Gemeindezentrum untergebracht. „Hier im Haus ist alles etwas beengt und zudem ist die Lage für die Feuerwehr aufgrund der schmalen Gassen nicht ideal. Darüber hinaus werden die Fahrzeuge auch immer größer und diese neuen Modelle hätten wir hier nicht Platz. In der Nähe des Kinderspielplatzes haben wir bereits ein neues Areal ins Auge gefasst“, verdeutlicht Stocker und ergänzt: „Durch die Aussiedelung würde sich für uns eine Win-win-Situation ergeben. Die ‚alte‘ Halle könnten wir dann für den Bauhof nutzen. Dadurch hätten wir endlich die Chance, unsere Geräte, Wasseruhren und dergleichen unterzustellen – alles an einem Ort zu bündeln ist ideal für die Handhabung.“ Spruchreif werde auch dieses Vorhaben erst im kommenden Jahr, zumal laut Stocker derartigen Ansinnen immer eine längere Planungsphase sowie Förder-ansuchen vorausgingen.

Federführend. Stolz ist der Bürgermeister insbesondere darauf, dass Wildermieming in puncto Photovoltaik federführend ist. Auf die Anzahl der Einwohner heruntergebrochen hat lediglich Assling noch mehr Photovoltaikanlagen als die Plateau-Gemeinde. „Zusätzlich zu den Photovoltaikanlagen wird der Ausbau von erneuerbarer Energie unter anderem von unserem Waldaufseher Karl Krug forciert – Pellets-, Hackschnitzelheizungen und dergleichen.“ Dadurch konnte in den letzten Jahren der Ölverbrauch innerhalb der Gemeinde um 500.000 Liter reduziert werden. „Krug engagiert sich für einen klimafitten Wald, um CO2-neutrale Energie ernten und verwerten zu können. Auch das Gemeindezentrum, die Schule und der Kindergarten werden mit einer Hackschnitzelheizung betrieben – hierfür kaufen wir die Energie bei den eigenen Bauern“, betont Stocker sichtlich begeistert von diesen Strukturen.
 
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Bgm. Klaus Stocker ist stolz auf den Ausbau der erneuerbaren Energie.
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