Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Telfs | Chronik | 19. April 2022 | Beatrice Hackl

Jugendliche haben ihr Zentrum gefunden

Jugendliche haben ihr Zentrum gefunden
Der betreute Jugendraum bietet die Möglichkeit, sich abseits von Familie und Schule mit Freunden zu treffen und die Freizeit zu gestalten. Fotos: Spacebase
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Das Konzept rund um den Jugendraum „Spacebace“ in Oberperfuss hat sich bewährt und ist ein voller Erfolg

Mit dem Jugendraum „Spacebace“ im Peter-Anich-Haus bietet Oberperfuss jungen Menschen seit rund neun Monaten einen Ort, an dem sie Freunde treffen und neue Freunde finden können. In dem von Thomas Kirchmair und Matthias Thöni betreuten Jugendraum wird sowohl gechillt und gespielt als auch gequatscht. Vorbehaltlos und offen kann jedes Thema, das die Kinder und Jugendlichen beschäftigt und bewegt, untereinander oder mit den Betreuern besprochen werden. Der Jugendraum wird zur Freude der Betreuer und der Gemeinde sehr gut angenommen und das offene Konzept hat sich bewährt: Zu den bereits entstandenen Kerngruppen gesellen sich auch immer wieder neue „Besucher“ dazu.
Von Beatrice Hackl

„Der Jugendraum wurde im Zuge der ‚familienfreundlichen Gemeinde‘ ins Leben gerufen und schließt hiermit eine Lücke im Angebot für unsere Jungen. Die frei gewordenen Räumlichkeiten im Peter-Anich-Haus wurden der Nutzung entsprechend adaptiert. Im Sommer 2021 war es dann soweit: Der Jugendtreff öffnete seine Pforten. Nun steht er allen zur Verfügung, die ganz zwanglos zusammenkommen wollen. Spiel und Spaß stehen im Vordergrund, aber auch für Sorgen haben unsere beiden Betreuer stets ein offenes Ohr. Deshalb ein ganz großes Dankeschön an Thomas und Matthias für ihr unglaublich tolles Engagement“, betont Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher und ergänzt: „Mitunter ist es einfach extrem wichtig, dass es jemanden gibt, an den sich die Kinder bzw. Jugendlichen mit ihren Sorgen und Ängsten wenden können. Dass es jemanden gibt, der sie auffängt.“

Zuspruch ist motivierend. „Mit der ‚Spacebase‘ haben die Jugendlichen ihr Zentrum gefunden. Es freut uns ungemein, dass der Jugendraum so gut angelaufen ist. Unsere Erwartungen diesbezüglich wurden übertroffen. Wir dürfen regelmäßig alle Altersgruppen – von acht bis 18 – bei uns begrüßen. Meistens haben wir rund 20 Jugendliche hier. Am Nachmittag sind fünf bis zehn Kleine hier und dann findet sozusagen ein fliegender Wechsel zu den Großen statt. Das sind für gewöhnlich 15 bis 20 Jugendliche. Der große Zuspruch ist sehr motivierend“, unterstreicht Betreuer Thomas Kirchmair. „Der Raum steht allen Jugendlichen offen und was uns ebenso erstaunt wie freut, ist, dass auch Jugendliche aus Inzing, Zirl, Thaur und dem Stubaital Teil einer Kerngruppe sind. Sie sind schon länger mit Oberperfern befreundet und haben den Jugendraum zum gemeinsamen Treffpunkt auserkoren. Wir haben uns eine bunte Vielfalt gewünscht und nach neun Monaten können wir mit Stolz festhalten, dass das offene Konzept aufgegangen ist. Jeder findet bei uns Platz und kann seine Anliegen vorbringen“, zeigt sich Kirchmair begeistert. Die Betreuer binden die Jugendlichen stets mit ein und kommen deren Wünschen nach Möglichkeit nach. Somit werden immer wieder neue Projekte umgesetzt. „Jeder zweite und vierte Samstagvormittag im Monat gehört den Jungen und wir werden mit ihnen raus gehen und Oberperfuss als großen Spielplatz entdecken. Das Angebot der Großen läuft unter dem Motto ‚Oldies but Goldies‘. Am 22. April findet beispielsweise auf Wunsch der Jugendlichen ab 16 Uhr auch erstmals ein „Kochbattle“ statt. Dafür werden noch motivierte Jungköche gesucht, die im Team gegeneinander antreten möchten. Für alle, die der Küche lieber fernbleiben wollen, wurde ein interaktives Programm erstellt, um die Koch-Teams zu unterstützen oder sich einen Platz in der Jury zu erspielen.

Know-How macht flexibel. Kirchmair schätzt die Zusammenarbeit mit Matthias Thöni und der Beruf an sich sei sehr abwechslungsreich. „Wir gehen gerne arbeiten und die Jugendlichen kommen gerne zu uns“, unterstreicht Kirchmair. Er und Thöni kennen sich bereits seit Jahren und waren beide als Jungscharleiter tätig. Die dabei gesammelten Erfahrungen seien in vielerlei Hinsicht hilfreich und ermöglichen es ihnen spontan zu regieren. „In unserer Tätigkeit als Jugendbetreuer ist vieles nicht planbar und das ist herausfordernd. Es braucht Know-how, um aus dem Stehgreif regieren zu können. Uns ist es wichtig, den Jugendlichen immer auf Augenhöhe zu begegnen und sie ernst zu nehmen. Wir gehen offen und ehrlich mit ihnen um und erzählen ihne auch davon, wie es bei uns – in unserem Leben – war. Und an dieser Stelle möchte ich mich bei den Jugendlichen in meinem Namen und in dem von Matthias für das Vertrauen, das sie uns entgegenbringen, danken. Unser Dank gebührt aber auch der Gemeinde für den Rückhalt, die Begleitung und Unterstützung.“
 
Jugendliche haben ihr Zentrum gefunden
Zur Freude von Betreuer Thomas Kirchmair (2.v.r.) wird das Angebot des Jugendraums sehr gut angekommen.
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