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Telfs | Chronik | 17. Jänner 2022 | Bernhard Rangger

Justiz stellt Ermittlungen gegen Frießer ein

Justiz stellt Ermittlungen gegen Frießer ein
Der ehemalige Seefelder Bürgermeister Werner Frießer, der jetzt Geschäftsführer in der Axamer Lizum ist, freut sich über die Verfahrenseinstellungen. Foto Rangger
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Staatsanwaltschaft wird weder die Stadelverlegung noch die Aufnahme eines WM-Kredits strafrechtlich verfolgen

Seefelds Vizebürgermeister Markus Wackerle, die meisten Mitglieder der Seefelder Bürgerliste sowie auch Albert Bloch von der Liste „Frischer Wind“ hatten Frießer im Jänner 2021 vorgeworfen, den Gemeinderat im Zuge der WM-Vorbereitung nicht ausreichend über Planung und Finanzierung der WM-Bauten informiert, keinen Beschluss über einen Zwischenfinanzierungskredit in der Höhe von drei Millionen Euro gefasst und bei der Verlegung bzw. Neuerrichtung eines Stadels das Tiroler Raumordnungsgesetz missachtet zu haben. Als Frießer am 29. Mai über den Inhalt der Anzeige informiert wurde, trat er vom Bürgermeisteramt zurück. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat jetzt alle Verfahren eingestellt.
Von Bernhard Rangger

Bereits am 26. Juli, also wenige Tage nach der Amtsübergabe von Frießer an Vizebürgermeister Markus Wackerle, erfolgte die Einstellung des Verfahrens durch die Korruptionsstaatsanwaltschaft. „Es ist dokumentiert, dass im Rahmen von insgesamt 33 monatlichen Jours-fix-Sitzungen zur WM sowohl alle Einladungen als auch die Sitzungsprotokolle für die vom Gemeinderat entsandten Mitglieder, darunter auch Vizebürgermeister Wackerle und GR Kneisl, über alle Vorgänge informiert wurden“, sagt Frießer. Am 27. Dezember 2021 kam jetzt auch die Verfahrens-einstellung der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen des Stadels nahe des Gschwandtkopfs. In der Begründung heißt es, dass die Bauausführung an sich konsensfähig war. Das ergibt sich aus dem Umstand, dass das nachträglich über Drängen der Bezirkshauptmannschaft als Gemeindeaufsicht durchgeführte Bewilligungsverfahren positiv abgeschlossen wurde.

Frießer erleichtert. Auch der Umstand, dass für den Stadel keine Gebühren eingehoben wurden, ist für die Staatsanwaltschaft nachvollziehbar, da es sich weder um eine Wohnstätte noch um eine gewerbliche Liegenschaft handelt. Frießer, der mittlerweile seit sieben Monaten „mit viel Freude“ als Geschäftsführer in der Axamer Lizum arbeitet und sich auf die Bauverhandlungen für die neue Hoadlbahn vorbereitet, zur Verfahrenseinstellung: „Ich versuche, möglichst professionell mit dem Thema umzugehen und keine Emotionen hochkommen zu lassen. Ich bin auf alle Fälle erleichtert, dass es nunmehr amtlich ist, dass ich mir als Bürgermeister nichts zu Schulden kommen habe lassen. Die Art und Weise, wie man mit mir umgegangen ist, war verletzend, aber das lasse ich nun hinter mir. Jetzt schau ich nach vorne und freue mich auf die Projekte, die wir in den nächsten Jahren in der Axamer-Lizum umsetzen werden!“
 
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