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Telfs | Chronik | 1. Feber 2021 | Gebi G. Schnöll

Lawinenabgänge forderten vier Todesopfer

Lawinenabgänge forderten vier Todesopfer
Bergretter, Feuerwehrleute und zwei Alpinpolizisten suchten am Sonntagabend unterstützt vom Notarzthelikopter „C1“ nach den beiden vermissten Tourengehern. In der Mitte des roten Kreises einer der gesichteten Lawinen-Airbags. Foto: zeitungsfoto.at
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Lawinenabgänge forderten vier Todesopfer

Vier Lawinentote forderten am vergangenen Samstag Lawinenabgänge in den Stubaier Alpen. Im Sellrain sind eine 38-jährige Tourengeherin und ihr 37-jähriger Begleiter unter einer Lawine ums Leben gekommen, in Axams konnte im Bereich des „Widderbergs“ ein 48-jähriger Österreicher nur mehr tot aus einem Lawinenkegel geborgen werden und in Kühtai ist ein 16-jähriger Deutscher unter einem Schneebrett verstorben.
Von Gebi G. Schnöll

Die beiden im Sellraintal verunglückten Tourengeher wurden erst am Sonntag entdeckt und geborgen. Ermittlungen ergaben, dass sie bereits am Samstag eine Skitour über die „Juifenalm“ und weiter über die „Kühgrübalm“ in Richtung zum Gipfel „Auf Sömen“ unternommen haben. Bei der Abfahrt lösten sie dann im Bereich der „Kühgrübalm“ auf einer Seehöhe von 2.100 Metern eine rund 30 Meter breite und ca. 150 Meter lange Schneebrettlawine aus. Die Tourengeherin und ihr Begleiter wurden total verschüttet und konnten erst am Sonntagabend tot geborgen werden. Auf das Lawinenunglück wurden die Einsatzkräfte aufmerksam, nachdem Angehörige des 37-Jährigen am Sonntag Abgängigkeitsanzeige erstatteten und Angehörige der 38-Jährigen am Ausgangspunkt zur Skitour den bereits eingeschneiten Pkw der Frau entdeckt haben. Über die Leitstelle Tirol wurde ein Suchflug gestartet, bei welchem dann auf einem Lawinenkegel die roten Airbags eines Airbag-Rucksacks gesichtet wurden. Unter der Lawine wurden dann die beiden toten Tourengeher gefunden.

Ein weiteres Todesopfer forderte am Samstag ein Lawinenunglück in Axams, als ein 48-jähriger Österreicher alleine eine Skitour vom Parkplatz der Axamer Lizum zum Widdersberg unternommen hat. Zwei unbeteiligte Tourengeher stellten kurz nach Mittag im „Lizumer Kar“, unterhalb des „Widdersbergsattels“, neben der Aufstiegsspur einen Lawinenkegel fest. Da ihnen das ungewöhnlich erschien, suchten sie den Kegel mit ihren Lawinensuchgeräten ab. Kurze Zeit später konnten sie eine verschüttete Person lokalisieren, begannen sofort mit dem Ausgraben und setzten die Rettungskette in Gang. Der Verschüttete konnte schließlich aus einer Tiefe von ca. zwei Metern geborgen werden. Reanimationsversuche durch die Besatzung des Notarzthelikopters blieben erfolglos, der Österreicher ist unter der Lawine verstorben. Und in Kühtai ist am Samstag ein 16-jähriger Deutscher unter einem Schneebrett ums Leben gekommen. Er hatte die Piste verlassen und kam zu Sturz. Als er einen verlorenen Ski wieder anschnallen wollte, löste sich oberhalb von ihm ein Schneebrett, das zur tödlichen Falle wurde.   
 
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