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Telfs | Chronik | 26. April 2021 | Beatrice Hackl

Marktgemeinde Völs baut mit 50:50-Regelung

Marktgemeinde Völs baut mit 50:50-Regelung<br />
Zwischen den fünf kubischen Wohngebäuden der Seesiedlung soll eine parkähnliche Außenanlage entstehen. Dank einer Tiefgarage wird die Wohnanlage autofrei und laut Bürgermeister Erich Ruetz wird hier ein sehr beruhigtes Wohnen möglich sein. RS-Fotos: Hackl
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Geförderter Wohnbau: Am „Völser Bichl“ und bei der künftigen „Seesiedlung“ wird fleißig gearbeitet

Wohnen ist ein Existenzbedürfnis und ein herausforderndes kommunales Handlungsfeld. Auch in Völs steht die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum weit oben auf der Agenda. In den vergangenen fünf Jahren wurden in der Marktgemeinde rund 300 Wohnungen geschaffen bzw. werden diese zum Teil aktuell errichtet. Damit junge Völser in ihrem Heimatort bleiben können, hat die Gemeinde mit Bauträgern eine 50:50-Regelung vereinbart, wonach die Hälfte der Wohnnutzfläche dem geförderten Wohnbau zugeführt werden muss. Das Vergaberecht obliegt hierbei der Gemeinde. Die benannte Regelung kommt auch bei den zwei aktuellen Bauvorhaben „Völser Bichl“ und „Seesiedlung“ zum Tagen.
Von Beatrice Hackl

Rund 7.000 Menschen haben ihren Hauptwohnsitz in Völs und weitere 600 ihren Nebenwohnsitz. Aufgrund des dörflichen Charakters und der Nähe zu Innsbruck lässt es sich in der Marktgemeinde gut leben. Das belegt auch die Wohnungsbewerberliste der Gemeinde. Auf dieser sind nämlich aktuell wieder rund 400 Wohnungssuchende vermerkt. „Die 400er-Marke haben wir schon einmal erreicht, bevor die Anfragen vor geraumer Zeit auf 200 sanken. Der Bedarf ist jedoch schnell wieder gestiegen und somit stehen wir erneut bei 400. Auf diese Liste können sich sowohl gebürtige Völser setzen lassen, als auch jene die seit fünf Jahren ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde haben oder seit fünf Jahre durchgängig bei einer Völser Firma beschäftigt sind“, berichtet Bürgermeister Erich Ruetz. Der Vorschlag für die Zuteilung der einzelnen Wohnungen erfolgt dann nach einem Punktesystem.

Gewidmetes Bauland Mobilisiert. „In Völs haben wir wenig Überhang an gewidmetem Bauland. Die Gemeinde selbst besitzt keine Gründe. Das hat sie auch noch nie, aber durch bzw. mit der 50:50-Regelung konnten in den vergangenen fünf Jahren 27.000 qm gewidmetes Bauland mobilisiert werden. Das war natürlich nur dadurch möglich, dass sich Grundeigentümer gefunden haben, die etwas zulassen. Nur so konnten die sieben Projekte in den vergangenen Jahren auf Schiene gebracht werden“, verdeutlicht Ruetz.

Aktuell Im Bau Befindliche Projekte. Der Starschuss für die Errichtung von fünf Wohnblöcken mit insgesamt 50 Einheiten, darunter sowohl Zwei- als auch Vier-Zimmer-Wohnungen, fiel kürzlich am „Völser Bichl“. „Für dieses Projekt haben sich zwei Grundeigentümer zusammengetan. Aktuell wird unter anderem an der Hangsicherung gearbeitet“, berichtet Ruetz über das Projekt, das voraussichtlich gegen Ende 2022 fertiggestellt wird. Beim Joseph-von-Wörndle-Weg, dort wo sich einst der „Völser See“ befand, entsteht im Moment die „Seesiedlung“. Das Projekt umfasst 6.000 qm, folglich sind 3.000 qm bzw. 38 Wohnungen gefördert – genau die Hälfte der Wohnnutzfläche. „Diese Gegend ist generell sehr ruhig und durch den Bau einer Tiefgarage wird die Anlage weitestgehend autofrei. Zusätzlich zur parkähnlichen Außenanlage ist ein eigener Fuß- und Radweg geplant – ein wesentlicher Beitrag zur sicheren Fortbewegung innerhalb des Areals. Schule, Bahnhof, Therapiezentrum etc. sind fußläufig erreichbar“, erklärt Ruetz beim Lokalaugenschein. Auch hier sollten die Arbeiten bis Ende des kommenden Jahres abgeschlossen werden. „Im Grunde abgeschlossen ist das Projekt 'Brandjochblick'. Dort werden drei Wohnblöcke bereits bewohnt und der vierte wird in Kürze bezogen. Auch hier kommt die 50:50-Regelung zum Tragen und somit ist die Hälfte der 50 Einheiten gefördert“, berichtet Ruetz und lässt wissen, dass gegenüberliegend weitere Vorhaben geplant werden.

Schlüsselübergabe Als Freudentag. Wohnungsbau sei ein immerwährendes und oftmals schwieriges Thema. Zumal jedem Projekt eine längere Vorbereitungszeit mit oftmals schwierigen Verhandlungen vorausgingen. „Das Schönste ist immer die Schlüsselübergabe. An so einem Tag blickt man in viele strahlende Gesichter und freut sich mit jedem Einzelnen, dessen Wohntraum in diesem Moment in Erfüllung geht“, verdeutlicht Bürgermeister Erich Ruetz den emotionalen Moment am Ende eines Bauprojekts.
 
Marktgemeinde Völs baut mit 50:50-Regelung<br />
Auch am Völser Bichl sind kürzlich die Bagger aufgefahren.
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Beim „Brandjochblick“ werden drei der vier Wohnblöcke bereits bewohnt.
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